Mittwoch, 23. Dezember 2015

Weihnachts-er-INNER-ung - Zauber der Weihnacht

Schon als kleines Mädchen war ich sehr verträumt und die Geschichte vom Christkind, das jedes Jahr am 24. Dezember auf die Erde kommt, um den Kindern ihre Wünsche zu erfüllen, hat mich sehr gefesselt. Dazu so manches Weihnachtsbuch mit den Bildern der Engelswerkstatt, ließ mein kleines Mädchenherz noch mehr an die Wunder im Himmel glauben oder vertrauen.
 
Ich konnte die Tage im Advent gar nicht recht abwarten, bis doch endlich das Christkind kommen würde. Der Adventkalender sollte mir die Tage verkürzen... aber in meiner Ungeduld bin ich mir heute gar nicht so sicher, ob er das wirklich tat.
 
Ende der 60iger Jahre gab es noch keine Adventkalender, die Schokolade enthielten, sondern wunderschöne Bildchen von Äpfeln, Autos, Nüssen, Engeln, Nikolaus, Puppen, usw. also alles was zu dieser Zeit für Kinder zu Weihnachten gehörte, bzw. zu ihren Wünschen.
Diese süßen Bilder gehörten zum Zauber der Vorweihnachtszeit.
 
Neugierig war ich auch immer und so gern wollte ich das Christkind einmal sehen.  Nur meine Mutter durfte das. Kaum, dass das Glöckchen im Zimmer erklang, lief ich rasch in das Zimmer, doch  das Christkind war immer schon weg.
 
So kann ich mich noch an jene zauberhafte Nacht erinnern, als ich mit meinem Vater durch die abendlichen, winterlichen Gassen spazierte. Ich muss ca. 3-4 Jahre alt gewesen sein. Meine Mutter war zuhause geblieben (um dem Christkind zu helfen), Vater und ich waren zuerst meine Großeltern besuchen und als wir uns auf dem Heimweg machten, richtete sich mein Blick ständig in den Nachthimmel. Ich weiß noch, dass damals viel Schnee lag, der Himmel sternenklar war, so klar, dass man doch das Christkind sehen müsste, wenn es vorbei huschte.
Aber so sehr ich auch schaute und schaute - ich konnte es nicht erblicken.
 
Damals gab es auch noch gar nicht diese Weihnachtsbeleuchtung, die es heute bei fast jedem Haus gibt, die mithilft, diese dunkle Zeit heller zu machen. Damals war es wirklich dunkel in den Gassen, außer dem Straßenlicht, dennoch habe ich diesen speziellen Abend hell und leuchtend in Erinnerung.
 
Ich war gespannt und neugierig, mein Herz hüpfte vor Verzückung und Aufregung, voller Erwartung ob ich wohl einen Blick erhaschen würde. Natürlich war ich auch nach 24 (endlosen) Tagen gespannt, ob das Christkind einen Baum bringen würde und welche meiner Wünsche mir wohl erfüllt werden würden.
 
Und dann war es endlich so weit! Das Christkind brachte uns einen Christbaum mit Kerzen aus Wachs, Lametta, Schokobehang und Wunderkerzen.
Meine Augen leuchteten und trotz der bescheidenen Zeit, in der wir damals lebten war ich dankbar für den Zauber und die  Magie.. Selbst nach dem Heiligen Abend, hatte der Christbaum für mich noch eine ganz besondere Magie.
Die Magie dieser besonderen (Weihnachts)ZEIT.
 
Eines Tages war ich den Kinderschuhen entwachsen, Weihnachten bekam eine ganz andere, neue Energie. Der Zauber und die Magie wichen anderen Dingen und Herausforderungen. Die Vorweihnachtszeit und Weihnachten war manchmal sogar zu einer Be-LAST-ung geworden. Schade darum, nicht wahr?
 
Als Erwachsener liegt es in unserer Hand,  welchen Zauber wir dem Weihnachtsfest geben.
 
Wie wir die kürzesten Tage im Jahr begehen.
 
Wie viel Licht wir dieser äußeren Dunkelheit geben.
 
Geht es darum mit unseren geliebten Menschen zusammen zu sein und sich zusammen dem Zauber und der Magie hinzugeben?
 
Ist es wichtig an der reich gedeckten Tafel zu sitzen, oder in Liebe verbunden den Wunderkerzen am Baum zuzusehen und dabei Weihnachtsgedichten zu lauschen?
 
Den Geruch von Weihrauch und Tannenzweigen zu atmen. Eine entspannte Tasse Tee mit wundervollen Weihnachtskeksen und vielleicht,  für wen es passt einen Besuch in der Mette?
 
Jeden Einzelnen obliegt es, seinen inneren Frieden zu finden und gerade an diesen Tagen weiterzuschenken.
 
Vielleicht denkst du mal zurück, an die Zeit, als du klein warst und wie aufgeregt du auf das Christkind gewartet hast - wie dich die Lichter des Christbaums verzaubern konnten.
 
Sei du diesmal dein Christkind und verzaubere dich - in dem du einfach nur bist - mit Liebe im Herzen -  für dich, für deine Lieben und die ganze Welt.
 
Selbst, wenn du Weihnachten allein bist, liegt es an dir, wie viel Freude und Lichterglanz du dir schenkst.
 
Vergiss nicht, die Magie ist überall dort, wo du sie siehst und zulässt !
 
Ich wünsche euch allen einen magischen und zauberhaften Weihnachtsabend mit ganz viel Wärme im Herzen  
 











(c) Erika Klann

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