Sonntag, 20. September 2020

Das Hufeisen - den eigenen Weg finden 🍀🍀🍀

Vor einiger Zeit bekam ich ein Hufeisen geschenkt. Da in unseren Breiten das Hufeisen als Glückssymbol gilt, habe ich mich über das „geschenkte“ Glück sehr gefreut.

Als ich es aufhängen wollte, stand ich zunächst vor der Frage nach dem WIE. Mir wurde gesagt, dass man es mit den Enden nach oben aufhängen muss, damit das Glück nicht herausfallen kann. Manche sprechen von einem Hufeisen mit den Enden nach oben von Teufelshörnern. Ich befragte das allwissende „www“, aber auch da stellte ich nur fest, dass keine Einigkeit darüber herrscht, wie man es „richtig“ anbringt. Nun war guter Rat teuer….

Ich fühlte nach, wählte meinen Weg und hängte es einfach seitlich auf.

Das Glück kann nun nicht mehr herausfallen und falls es sich um Teufelshörner handeln sollte, dann liegt der Teufel und schläft. Also ist keine Gefahr fürs Glück zu befürchten.

Ich habe meinen ganz persönlichen Weg gewählt, das Glück einzuladen und zu bleiben. Das fühlt sich für mich sehr gut und stimmig an. Schon allein, wenn ich das Hufeisen sehe, macht es mich glücklich. 😃🍀🍀🍀

Genau darum geht es  dieser kleinen Geschichte. Gerade jetzt in der Zeit, der großen Unruhe ist es für jeden Einzelnen von großer Wichtigkeit,  seinen eigenen Weg zu finden. Nach-Fühlen was man selbst als stimmig erachtet, ohne zu urteilen. In Liebe, Wertschätzung, und voller Mitgefühl. 💕💕

Ich habe mein Hufeisen vor die Tür zu meiner Praxis angebracht. Möge es alle Menschen  glücklich machen und ihnen Glück bringen.


Von 💝 zu 💝 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 (c) Erika Klann

Montag, 3. August 2020

Dem Herzen folgen - einfach da sein 💗💗

  
Es ist noch nicht lange her, da war ich der absolute "Begräbnismuffel". Bis auf wenige Ausnahmefälle fand ich für mich immer eine Entschuldigung um nicht bei solchen "Feierlichkeiten" teilnehmen zu müssen: 
"Derjenige hätte ja ohnehin nichts mehr davon"
"Verabschieden kann ich mich ja auch später allein"

Erst als mein Vater seinen Weg angetreten hatte, erkannte ich als trauernde Hinterbliebene, wie gut Beileidsbekundungen tun können. Gerade von jenen, die es tun, nicht weil sie sich verpflichtet fühlen und denken, zu müssen, sondern von jenen, denen es ein echtes Bedürfnis ist.

Als mich vor Kurzem die Nachricht vom plötzlichen Ableben eines Cousins einen Tag vor seinem 50igsten Geburtstag erreichte, gab es für mich keinen Zweifel, dass ich bei seiner Verabschiedung dabei sein wollte. Nicht, weil wir uns so nahe standen, das Gegenteil war eher der Fall.  Wenn ich an ihn denke, dann sehe ich ihn als Kind vor mir, wenn wir bei unseren Großeltern zusammen kamen. Der Erwachsene blieb mir fast zur Gänze fremd. Es gab kaum Berührungspunkte.

Er war ein Teil meiner Kindheit. Spannend, dass ich gerade in den letzten Monaten öfters an ihn dachte.

Meine Cousine, seine jüngere Schwester, hatte in den letzten 9 Jahren mit ihm 5 ihrer nächsten Verwandten verabschieden müssen. Grund genug, dem dringenden Bedürfnis nachkommen zu wollen, an diesem Tag bei ihr zu sein.

Beschäftigt hat es mich dennoch im Vorfeld und um ein Haar wäre mein Vorhaben aufgrund
technischer Probleme verhindert worden. Als ich angekommen war, nahm mich meine Cousine zunächst gar nicht richtig wahr, obwohl ich sie angesprochen hatte. Wahrscheinlich hatte sie mich mit einer anderen Haarfarbe in Erinnerung und der Mund-Nasen-Schutz tat sein Übriges.

Ich setzte mich also hinter sie. Außer ihr kannte ich niemand der Anwesenden. Seine Witwe hatte ich wohl schon 1-2 Mal flüchtig gesehen, hätte sie aber nicht erkannt.
Am Ende der Trauerfeier verabschiedete ich mich von meiner weinenden Cousine und wir
umarmten uns mit ein paar Worten.  Die Zukunft wird zeigen, ob neue Bande wachsen oder nicht.

Am Heimweg wollte ich endlich die Grabstätte meiner/unserer Großeltern besuchen um eine Kerze anzuzünden. Ein Vorhaben, dass ich schon längere Zeit vor mir herschiebe. Dabei änderte ich meine Route und fuhr eine Straße entlang, in der sie früher gelebt haben und wo  für mich der Verbindungspunkt zu meinem Cousin lag. Einen Teil des Weges legten wir früher zurück, wenn wir die Großeltern besuchten, es war auch Teil des Weges, den meine Oma zu bewältigen hatte, wenn sie einkaufen ging. Viel hat sich verändert. Wo einst Felder und Gärten waren, sind jetzt neue Straßen entstanden. Ein kleiner Hauch von Nostalgie und Erinnerung streifte mich.

Das Leben geht vorwärts - unaufhaltsam! Hier war es ganz deutlich sichtbar.

Obwohl ich mir nicht sicher war, ob ich die richtige Abzweigung zum Friedhof finden würde, befand ich mich auf Anhieb auf dem richtigen Weg. Schon war ich am Parkplatz angelangt. Am Grab meiner Großeltern zündete ich eine Kerze an. Sie teilen ihre letzte Ruhestätte nunmehr mit zwei meiner Cousinen, meiner Tante und ihrem Mann. 

Das Leben ringt uns manches Mal ziemlich viel ab. In diesem Fall ganz schön viel von meiner Cousine, die einzige noch Lebende aus dieser Familie. Noch dazu hat sie die Verantwortung für die  Tochter ihrer mit 30ig Jahren  verstorbenen Schwester übernommen hat.

Demut - Betroffenheit! Einfach da sein! Nicht müssen, sondern einem Gefühl, meinem Herzen folgend habe ich mich letztlich selbst beschenkt.

Ruhe in Frieden, "kleiner" Cousin - als Erwachsene blieben wir uns nahezu fremd, aber der kleine, blonde Knirps wird unvergessen in meinem Herzen bleiben.
  

Von 💗 zu 💗





(c) erika.klann

Sonntag, 26. April 2020

Der Lindenbaum 🌳 und die Liebe ❤️❤️


Schon einmal habe ich vom alten, stolzen Lindenbaum geschrieben.

Sein Stamm ist so dick, dass es mindestens zwei Personen braucht, ihn umfassen zu können.
Vor einigen Jahren noch hatte er eine stolze, mächtige, wunderschöne Krone, die wundervollen Schatten spendete.


Bestimmt ist er schon einige hundert Jahre alt. Was er wohl alles erlebt und überstanden hat?
Unzählige Winter, Stürme, Unwetter und Hitze, Kriege…. Allem hat er getrotzt und stand gehalten.
Wer weiß, wie vielen Menschen er Schutz geboten hat mit seinem Blätterdach. Schutz vor Regen 🌧 und Hitze.🌞

Dann kamen jene Menschen die seine wunderschöne Krone zersägten. Aber auch dem trotzte er und trieb wieder neue Blätter aus. Wohl war seine Krone nicht mehr so wunderschön und prächtig. Kaum konnte er angenehmen Schatten spenden, aber er gab was er konnte.

Dann kam wieder der Mensch und schnitt seine Kinder 🌱🌱🌱🌱weg, die ihn schon seit Jahren umringten und am Fuße seines Stammes wuchsen…..

Er trotze auch dem zum Teil, denn nun dürfte eine Hälfte von ihm abgestorben sein, denn dort blieb es heuer kahl. Keine Triebe, keine Blätter, nichts was noch Schatten spenden könnte, nur kahle, tote Äste.

Nichtsdestotrotz schickt uns der Lindenbaum von jenem Teil, der noch am Leben ist, ein Herz!
💙💚💛💜

Schau genau und erkenne:
Ganz egal, wann und wo dich jemand verletzt, verraten, enttäuscht, gedemütigt, betrogen, belogen (usw.) hat, gib Hass keinen Raum.
Bedenke, dass jeder Hass, jeder Neid, jede Rache oder Eifersucht DICH zuerst trifft.
Liebe ist die Antwort.

Du brauchst nicht über andere zu richten, denn das Leben selbst schafft Ausgleich.

Wenn du Liebe säst, dann wird sie dich erkennen und wiederfinden.

Mach es wie der Lindenbaum – schenke der Welt (d)ein Herz!
❤️💛💜 💙💚

Nicht, weil du etwas davon erhoffst, sondern weil es deine Natur ist. 💚

Von  💚 zu  💚































(c) Erika Klann

Montag, 13. April 2020

Eine kleine Ostergeschichte 🐇🐓🐔🐇🐓🐔🐇



Vor einigen Tagen begegneten mir bei einem Waldspaziergang unter anderem drei Kinder. Ein größeres Mädchen und zwei wesentlich kleinere Kinder. Während die Große sprach, hingen die beiden Kleinen gebannt an ihren Lippen….. eine Erinnerung wurde wach…


Vor vielen, vielen Jahren, ich denke ich war ca. 8 bis 10 Jahre alt, fand das alljährliche Osterfamilientreffen bei meinen Großeltern statt. Im Laufe des Nachmittags brachen wir zu einem Spaziergang auf. Mit dabei meine  Cousine und mein Cousin, beide um einiges jünger als ich.
Wir gingen in einigem Abstand vor den Erwachsenen. Die grünen Felder und die herum hoppelnden
Feldhasen 🐇🐇🐇🐇🐇 inspirierten meine kindliche Seele dazu, den Kleinen eine Osterhasengeschichte zu erzählen. Ich glaube, es ging dabei um das Geheimnis des Osterhasen.

Interessiert lauschten die beiden meiner Erzählung. Dies wieder beflügelte mich geradezu, weiter und weiter zu erzählen. Was genau ich von mir gab, kann ich heute nicht mehr sagen. Jedenfalls hatten wir drei Spaß und ich kann mich noch gut an das Gefühl erinnern, den beiden eine Freude gemacht zu haben, was mich wieder freute.

Mittlerweile sind wir erwachsen geworden, haben kaum Kontakt und ich weiß gar nicht, ob sich die beiden an diesen Nachmittag erinnern können, und letztlich ist es auch  nicht wichtig. Sobald ich im Frühling das erste satte Grün der Felder sehe, erinnere ich immer gern an jenen Familienspaziergang.

Dieses Ostern gab es keine Besuche, kein familiäres Beisammensein im herkömmlichen Sinn.
Doch das soll kein Grund sein, sich keine schönen Erinnerungen zu zaubern.

Zunächst habe ich mir selbst eine Freude gemacht, in dem ich für mich eine Mehlspeise gebacken und sogar ein paar Eier gefärbt habe, zumal ich noch Natureierfarbe zuhause hatte. Ich habe für mich ein leckeres Sonntagsessen gekocht und im Garten bei Sonnenschein die Jause genossen. Dank der heutigen Technik war ich mit vielen Menschen, die meinem Herzen nah sind, verbunden.

So wie ich zunächst mir, aber auch anderen Freude bereitet habe, kam Freude wieder zurück. 🌞

Das Leben hat immer wieder schöne Momente parat, für die meisten sind wir selbst verantwortlich.

Von 💖 zu 💖 







(c) Erika Klann

Dienstag, 31. März 2020

Quarantäne 1972 und heute – Kinder 👧👦 und Alte 👵👴


Im zarten Alter von gerade einmal 5 Jahren erkrankte ich im Februar 1972 an Scharlach. Einer laut Internetrecherche hochansteckenden Erkrankung. Deshalb war damals ein Krankenhausaufenthalt unerlässlich. In einem Schlafsaal mit ca. 10-12 anderen Kindern verbrachte ich die Quarantäne.

Die meiste Zeit mussten wir in unseren Betten bleiben, was für mich als 5jährige ziemlich langweilig war. Die Tage zogen sich dahin. Besuche durften wir natürlich keine bekommen. Nur durch die Fensterscheiben, die in den umliegenden Park reichten, durften unsere Angehörigen uns zuwinken. Das war es auch schon. Der Trennungsschmerz war groß.

Rückblickend war ich gefühlte 6 Wochen im Krankenhaus, tatsächlich waren es zwei und danach musste ich noch in häuslicher Pflege bleiben.

Trotz hoher Ansteckungsgefahr hat sich Scharlach als Krankheit nicht so richtig durchgesetzt, denn heute hört man kaum etwas davon. Es war dazu nicht einmal ein Impfstoff vonnöten….

Wie auch immer, ich weiß wie es damals war und dass das Abgetrenntsein einer der größten Knackpunkte für mich war.

Heute zählt die Generation 65+ zu einer Risikogruppe, die wir isolieren um sie zu schützen.

Großeltern dürfen nicht besucht werden, sie sollen nicht raus gehen usw. Wer hat jedoch eine Ahnung davon wie sich das anfühlt? Es ist leicht gesagt, „bleib zu hause“, aber es macht auch einen Unterschied, in welchem Alter man das durchlebt. Eine betagte Dame sagte zu mir: „Jetzt haben wir eh nur noch ein paar Jahre...und dann das.“

Die größte Traurigkeit entwickelte mein Vater als er nach einer Erkrankung allein gelassen worden war, weil er kaum noch soziale Kontakte hatte. Seine früheren Freunde, Sportkameraden oder auch Familienmitglieder ließen sich kaum bis gar nicht mehr sehen. Die seltenen Besucher versanken eher in MITLEID, als in MITGEFÜHL. Mittrauern um das was nicht mehr war, anstatt zu motivieren.

In den letzten Tagen suchte ich telefonische Kontakte zu älteren, isolierten, mir bekannten Personen um sie zu motivieren und ihnen eine kleine Abwechslung in dieser für alle herausfordernden Situation zu geben. Meine Mutter ist im Pflegeheim zum Glück gut versorgt und nicht allein. Sie versteht auch, warum sie derzeit keinen Besuch bekommen darf und es geht ihr gut.

Aber diejenigen die zuhause in ihren Wohnungen sitzen und vielleicht noch Angst haben, die brauchen ganz besonders unsere Hilfe.

So mancher Tag an dem wir beschäftigt sind, erscheint uns oft viel zu kurz, aber ein Tag, an dem man darauf wartet, dass er schnell vorbei gehen möge, kann ganz schön lange werden. Darin liegt nicht der Sinn unseres Lebens - darauf zu warten, bis es vergeht.

Wenn du darüber unzufrieden oder traurig bist, was du gerade jetzt nicht machen darfst, dann denke daran, dass du vermutlich mehr hast, als eine großer Anteil der Bevölkerung – der Generation vor uns. Natürlich hat jeder sein eigenes Schicksal zu tragen, manchmal kann ein Blick auf die Seite wohltuend sein. Niemand steht für sich allein in dieser Welt, jeder ist ein Teil des Ganzen.

Mitgefühl mit unseren Mitmenschen wäre schon ein erster Schritt zu einer Veränderung auf dieser Welt. 🌞

Von 💖 zu 💖








(c) Erika Klann

Dienstag, 24. März 2020

März 2017 und März 2020 – ein Déjà-vu ?

In diesen Tagen steht die Welt Kopf. Trotz Stillstand des gesamten gesellschaftlichen Lebens, herrscht doch darunter das totale Chaos.

Vor einigen Tagen spazierte ich wie so oft durch meinen Garten und freute mich an den vielen Blüten, die das warme Wetter hervorgebracht hatte. Meine Gedanken führten mich zurück zum März 2017, als ich mich im totalen Chaos befand. Die, die meine Blogs oder mich kennen, werden wahrscheinlich sofort wissen, was gemeint ist.

Es ging damals um meinen Vater, der eine wesentliche Säule in meiner Familie war und von heute auf morgen zum Pflegefall wurde. Kein Stein blieb auf dem anderen, denn es gab vieles neu zu organisieren. Ich war gefordert, mich um sämtliche Belange meiner Eltern zu kümmern. So wie wenn man von jetzt auf gleich in einer Firma das Steuer übernimmt, ohne das nötige Hintergrund-wissen, vor allem im Bezug auf finanzielle Dinge. Dazu kam natürlich die persönliche Sorge um das Wohl meines Vaters und die große Hoffnung, dass er sich wieder erholen würde. So kämpfte ich um etwas, was ohnehin längst vorbei war. Mein Vater war im Gehen, seine Zeit war gekommen, aber das konnte ich nicht sehen, wollte festhalten, klammerte mich an jeden Strohhalm. Jeden Tag kämpfte ich, erschöpfte mich, war müde, ausgelaugt und manchmal auch wütend und zornig. Am liebsten wollte ich aussteigen, weg fliegen, irgendwohin, ganz weit weg und dann wäre alles wieder so, wie es vorher war. Alles wäre wieder gut. Aber war es das??

Jetzt im März 2020 scheint es mir, als wäre die Welt in einem ähnlichen, jedoch weit größeren Chaos. Jeder hofft und wünscht sich, dass alles schnell wieder so sein wird, wie es war, dass die Normalität wieder zurück kehrt. ABER war es tatsächlich gut so, wie es gewesen ist? Waren so manche Strukturen nicht ein ähnliches Kartenhaus, wie es bei mir 2017 gewesen ist. Immer mehr Menschen gingen weit über ihre Grenzen, Burnout hier und da. Druck von allen Seiten. Alles wurde mehr, mehr und immer mehr. Die Welt wurde lauter und unruhiger. Scheinbare Sicherheiten zeigen jetzt ihre Fragilität. Nichts hält, gar nichts. Und von heute auf morgen, kann alles anders sein.

Was kommt, können wir heute noch nicht genau sagen. Wie lange es dauern wird, ebenso wenig.
Dass etwas anderes kommen wird, ist gewiss, denn auf Chaos folgt immer eine Veränderung, andernfalls wäre das Chaos nicht notwendig gewesen. Wenn ich in meinem Leben eines erkannt habe, dass Nichts ohne Grund passiert und sich alles fügt, wenn die Zeit gekommen ist. Alles ergibt Sinn, jede Trauer und Trennung, Kummer, Schmerz, jede Liebe und Freude, jede Einsamkeit und vor allem jedes Durcheinander.

Mit dieser „Sintflut“ des 21. Jahrhundert hat die Menschheit eine große Chance erhalten. Wahre Werte des Miteinanders, abseits des Ego-Getues zu erkennen und zu leben. Wertschätzend aufeinander schauen. Neue Wege finden. Vor allem darauf, dass in Zukunft kein Lebewesen gegen seine Natur lebt.

Mein persönliches, privates Chaos war wohl das Training dafür, jetzt in dieser global aufregenden Zeit bei mir zu bleiben, mich vertrauensvoll dem Fluss des Lebens hinzugeben. Je friedlicher wir uns von den alten Strukturen und Mustern verabschieden, desto leichter wird der Weg, der noch vor uns liegt.

Bleibt zu hoffen, dass wir Menschen wieder zu unserer wahren Natur zurück finden.

Von 💖zu 💖











(c) Erika Klann



Montag, 9. März 2020

Vom Hasen der einfach darauf los lief 🐇


Vor einiger Zeit wanderte ich wie so oft durch die Natur. Auf meinem Weg überquerte ich eine Wiese mit verschiedenen Gruppen von Sträuchern.

Plötzlich schreckte aus Büschen zu meiner Rechten, die noch gut 3 – 4 Meter entfernt waren, ein Hase auf. Blind vor Angst lief er einfach darauf los.

Er rannte und rannte geradewegs auf die nahe Landesstraße zu. Die Straße war ziemlich stark befahren. 🚗 🚐 🚌🚙 🚚 🚌 Mir stockte der Atem. Der Hase lief voller Todesangst weiter, immer weiter direkt auf die Gefahr zu. Ich sah noch, wie er auf die Straße lief. Knapp vor ein Fahrzeug. 🚗  Aus meiner Perspektive konnte ich nicht erkennen, ob er davon erfasst wurde.

Als ich kurz darauf jene Stelle passierte, sah ich nirgendwo einen toten oder verletzten Hasen. Er hatte wohl Glück gehabt.🍀

Auf der anderen Seite der Straße leben jedoch Menschen, ist ein Spielplatz, Parkplätze und kleine Gärten. Das Tier musste also irgendwann wieder zurück, d.h. er hat sich in seiner unbegründeten Angst gleich zwei Mal der Gefahr überfahren zu werden ausgesetzt. Dabei hatte ich ihn in den Stauden gar nicht gesehen.

Was könnte uns diese Geschichte sagen?

Das Tier folgte einfach seinen natürlichen Fluchtinstinkt. Es ist nicht in der Lage darüber nachzudenken, ob es nun sinnvoll ist, davon zu laufen, oder sich lieber zu ducken. 🐇

Wie sieht es mit uns Menschen aus? Machen wir es wie der Hase und riskieren Kopf und Kragen, weil….. ? Ist diese Art zu Handeln wirklich sinnvoll? Wurde uns der Verstand nicht dafür geschenkt, um ihn bei Bedarf einzusetzen? Nachzudenken und Nachzufühlen was stimmig ist?

Alle Gefühle, die wir fühlen, haben ihre Berechtigung, denn sie sind ein Teil unseres Menschseins. Auch die Angst. Es liegt aber an uns, wie viel Macht wir diesem Gefühl geben.

Du kannst mit deiner Angst in Kontakt treten und sie genauer anschauen.
Wenn du es allein nicht schaffst, dann gibt es Menschen oder Methoden, die dich dabei unterstützen können, sie los zu lassen

Große Angst ist kein guter Berater, vor allem macht sie unser Leben nicht zu dem, was es sein soll. Fröhlich, leicht, ausgelassen, besonnen und vor allem frei. 🌞

Von 💖 zu 💖














(c) Erika Klann

Dienstag, 3. März 2020

Geschenke der Natur

Am 1. März erblühte zu meiner großen Freude eine Amaryllis, die schon seit einigen Jahren nicht mehr geblüht hat. Ich halte nicht viel davon, Blumen nach Ablauf einer Saison zu entsorgen. All meine Pflanzen bekommen die Chance über das Übliche weiterzuleben. So überwintere ich auch scheinbar "einjährige" Pflanzen und nicht selten zeigt sich, dass sie ja doch mehrjährig sind.
So hatte ich auch die Zwiebel jenes Rittersterns im Dunkeln aufbewahrt und im Dezember ins Licht gestellt. Ich war gespannt, ob er diesmal wieder nur Blätter bekommen würde. Ich hoffte natürlich sehr, dass er  blühen würde. In freudiger Erwartung beobachtete ich den Wachstum der Pflanze und siehe da, bald wuchs ein Stiel mit einer Blütenknolle drauf. Wow!!! Groß war meine Freude! Endlich würde sie wieder blühen.

Ich liebe diese wunderschönen Blume!

Als ich dann über einige Tage beinahe stündlich zusehen konnte, wie sich die vier Blüten nach und nach entfalteten, fühlte ich mich dankbar und beseelt.

Vor lauter Freude habe ich eine weitere Amarylliszwiebel aus dem Dunkeln geholt und zu gießen begonnen. Diese Zwiebel wirkte schon irgendwie sehr verdorrt und hat sicher 2-3 Jahre nicht geblüht, aber der Erfolg der anderen Pflanze spornte mich an. Einen Tag nachdem ich sie zu gießen begonnen habe, zeigte sie schon die erste Spitze eines Blattes (mittlerweile sind es zwei).
Ist das nicht herrlich?! Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich mich darüber freue!

Für mich ist es ein wunderbares Geschenk, dass die Amaryllis vollkommen unverhofft und unerwartet doch noch blüht. 

Ich freue mich auch darüber, dass mein Weihnachts-/Osterkaktus innerhalb von 2 Monaten nun zum zweiten Mal blüht, dass im Garten die Krokusse nach und nach aufgehen, sich Veilchen zeigen, zwischen den Schneeglöckchen sogar Frühlingsknotenblumen zu finden sind, die mir im Garten bisher noch nie aufgefallen sind, eine „alte“ Schneerose blüht auch wieder, Tulpen zeigen sich und Primeln, eine Anemone, der Marillenbaum steht kurz vor der Blüte…………von den Nelken, die den Winter „durchgemacht“ haben, ganz zu schweigen.
Diese Geschenke der Natur und sind für mich mit nichts aufzuwiegen.

Gerade in der heutigen Zeit, in der Materielles oftmals mehr zählt, als alles andere, in der scheinbar nur gut ist, was viel gekostet hat, wäre ein Rückbesinnen auf die Schönheit und Werte unserer Heimat Erde gar nicht so schlecht.

Freilich soll man groß träumen, große Wünsche und Visionen haben. Von der Natur kann man jedoch lernen, den Blick für das Wesentliche zu schärfen.

Wenn du das nächste Mal draußen spazieren gehst, dann schau dich doch einmal um, welche Geschenke du entdecken kannst.

Von 💖 zu 💖











(c) Erika Klann

Montag, 24. Februar 2020

Fasching - eine Möglichkeit 🎊


Seit Kindheitstagen liebe ich den Fasching.
Diese Unbeschwertheit, das Verkleiden und Lustig sein.

Dieser Tage fand bei uns wieder der Frauenfasching, oder auch Weiberball genannt, statt. Organisiert wird dieses Event mit viel Liebe und Engagement von unserer örtlichen Sing-gemeinschaft. Die Damen lassen sich immer etwas Besonderes einfallen.

Der Ball selbst, mit den vielen verschiedenen Masken, sämtlicher Altersklassen von Frauen, lädt zum Tanzen und Fröhlich sein ein. Heuer habe ich es ganz besonders genossen und habe als Hippie soviel getanzt wie schon lange nicht. Nach schweren Jahren des Abschieds und Trauer, Neubeginn und Neuorientierung war dies längst fällig. Alles hinter mir zu lassen. Vorwärts blickend Spaß und Freude zu begrüßen. Für mich war es ein herrlicher Abend! Ganz beseelt kam ich des Nachts zuhause an.

Es gibt Menschen, die mögen das Verkleiden nicht, das, wie sie meinen, zwanghafte Lustig sein.
Ich sehe das nicht so. Ein Faschingsfest, oder welche Veranstaltung auch immer, ist eine Möglichkeit sich zu unterhalten.

Das Leben bringt uns immer wieder Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Abschied, Trauer, Job, Familie, Krankheit.... Diese Dinge gilt es ohnehin zu durchleben.

Entscheiden können wir jedoch, ob wir daran kaputt gehen, oder auch mal aussteigen.
Faschingsfeste bieten die beste Gelegenheit. Schon allein die verschiedensten Maskierungen, können uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Natürlich nur, wenn wir uns dafür öffnen und bereit sind.

Von  💖 zu 💖





 (c) Erika Klann

Samstag, 1. Februar 2020

Ein Haufen Worte


Vor einiger Zeit hatte ich das dringende Bedürfnis, Klärung in eine schon seit langen bestehende, zwischenmenschliche Verbindung zu bringen.
Ich setzte mich also hin und begann mit einem Stift auf einem Blatt Papier zu schreiben…..
Die Worte flossen nur so, denn es gäbe ja viel zu sagen. Ich begann einmal, zweimal, und dann sogar noch ein drittes Mal. Jedes Mal, wenn ich 1-2 Seiten geschrieben hatte, stellte ich fest, dass es das nicht traf, was ich aussagen wollte. Aber was wollte ich eigentlich sagen und welchen Sinn oder Ziel sollten meine Worte tatsächlich verfolgen? Ich zerriss auch mein drittes Schreiben, weil ich mir gar nicht sicher war, ob meine Worte tatsächlich „ankommen“ würden.

Meine Gedanken wanderten....….

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Worte die angesprochene Person nicht immer so erreichen, wie sie gemeint sind, sondern so, wie sie gehört werden wollen.

Seit ich mich mit alternativen Heilmethoden beschäftige und die Welt ganzheitlich betrachte, habe ich zu vielen Dingen einen anderen Zugang, als früher. Erzählte ich „alten“ Freunden davon, konnten sie oft nichts damit anfangen. (Mittlerweile lasse ich es) Anders wieder in meiner Praxis oder bei Gesprächen mit Gleichdenkenden. Gespräche fließen und es herrscht ein reger Austausch, andere Energien schwingen..

Als ich das fertige Manuskript meines 1. Romans an TestleserInnen weiter gab, erhielt ich interessante Rückmeldungen zu so mancher Textpassage. Ich erkannte, dass das eine oder andere Argument durchaus mit der betreffenden Person zu tun hatte. Ich bin mir nicht sicher, wer den Hintergrund der Geschichte erkannt hat.

Denkt man an einen Streit innerhalb der Familie, bei dem jeder auf seinen Standpunkt pocht, sind die Kontrahenten nicht selten geneigt, sich misszuverstehen. Aber auch außerhalb familiärer Bande, konnte ich schon oft beobachten, dass genau jene Menschen blockieren, die selbst etwas verbockt haben und Gesagtes einfach nicht verstehen können, oder wegwischen. Jedes weitere Wort wäre Schall und Rauch.

Die beste Kommunikation entsteht aus meiner Sicht, wenn die Gesprächspartner sich öffnen – wer bin ich, wer bist du und bin ich bereit, dich und mich zu sehen. Wenn wir uns im Anderen erkennen und den Anderen in uns, wenn wir uns des Geschenk des „sich zeigen“ machen, dann beginnt eine ganz besondere Quelle zu fließen, die Quelle der Liebe und des Verstehens.

Jeder Versuch einer Konversation, die nicht von sich aus fließt, bleibt letztlich nichts als ein „Haufen Worte“

JEDOCH, ob und wofür wir uns öffnen (können/wollen), entscheiden wir letztlich immer selbst!

Von 💖 zu 💖 



(c) Erika Klann

Sonntag, 26. Januar 2020

Der Biber - Spiegel der Zeit?



Seit einigen Jahren sind bei einem Bächlein in meiner Umgebung  immer wieder Biber zu bemerken. Sehr willkommen scheinen sie nicht zu sein, weil ihre Dämme des öfteren aus dem Bachbett gerissen wurden und Biberfallen sah ich auch schon. Einen toten Biber ebenso.

Nun, ich gestehe, dass mich die angeknabberten und gefällten Bäume auch immer wieder irgendwie betroffen gemacht haben. Manchmal sind die Tierchen wirklich ganz arg fleißig.

Schon vor längerer Zeit, als ich betreten vor einer Vielzahl von gefällten Bäumen stand, fragte ich mich, warum der Biber das wohl macht. Ob er ein Schädling oder Nützling ist....

Eigentlich macht der Mensch ja nichts anderes. Wälder, die Lunge der Erde, werden für Windräder gerodet, aus Feldern werden Einkaufs- und Verteilerzentren gemacht, immer neue Straßen müssen gebaut werden, bald schon werden wir Umfahrungsstraßen für Umfahrungsstraßen brauchen....anstatt umzudenken, wird umgeleitet....immer mehr und mehr.

Jedoch, halt! Der Biber macht natürlich etwas anderes!
Er fällt nur Weichholzbäume, wobei mehr als 60 % der Stöcke wieder neu antreiben. Also verjüngt er den Baumbestand. Der Biber ist ein sehr intelligentes Tier und kann sich den Gegebenheiten anpassen. Da er nicht auf Bäume klettern kann, muss er sie fällen, um so an Äste und Triebe zu gelangen. Er rodet also nur um zu ÜBERLEBEN. Seine Dämme sind durchaus nützlich für Fische und Insekten. Insekten wieder bedeuten Nahrung für Vögel zum Beispiel. Laut meiner Recherche ist der Biber sogar ein Landschaftspfleger und entfernt sich nicht weiter als 10 m vom Gewässer. Aber geben wir ihm überhaupt so viel Platz??!

Der Mensch will überall alles an sich ziehen und für sich beanspruchen. Rücksicht auf Tiere wird so gut wie gar nicht genommen. Jedes Mal, wenn ein Stück Land oder ein Wald gerodet wird, bedeutet das die Zerstörung der Heimat von Tieren.

Mir scheint, dass wir uns als "DIE" Krönung der Schöpfung dessen gar nicht bewusst sind oder bewusst sein wollen.

Tiere können wir schnell als Schädlinge abtun, aber sind nicht WIR die Schädlinge auf diesen Planeten? Dinge, die derzeit auf der Erde passieren, dienen weder dem Überleben der eigenen Spezies, noch dem anderer.

Wo soll denn beispielsweise der Biber (und andere Tiere) leben, wenn wir alles für uns beanspruchen?
Welche Welt möchten wir unseren Kindern und Kindeskindern hinterlassen? Wird es nicht Zeit aufzuwachen und zu erkennen, dass alles Eins ist, und jede Zerstörung letztendlich auch unser Ende bedeutet?

Jedes Umdenken und ist es noch so klein, ist ein Anfang!

Von 💖 zu 💖



(c) Erika Klann