Freitag, 26. August 2016

FREIHEIT - Segen oder was ?


Ich habe vor kurzen davon berichtet, dass  nun seit einigen Wochen ein Neuer bei mir eingezogen ist......Rambo, soll der neue Gefährte meiner Katze Belinda sein, nachdem ihr Bruder Romeo seit März verschwunden ist.

Langsam, aber doch akzeptieren sich die Beiden und nach meiner Einschätzung sind sie auf einem guten Weg....

Nun, nachdem er sich gut eingewöhnt hat und die Sache mit Belinda im Laufen ist, steht Rambo vor einer neuen Herausforderung - der Weg in die Freiheit.

Laut seinem vorigen Besitzer soll er ja schon Freigänger gewesen sein. Merken tut man davon allerdings nichts. Wenn ich Rambo mit auf den Balkon nahm, dann wollte er anfangs immer recht rasch wieder in das sichere Wohnzimmer flüchten. Lieber betrachtete er die Welt durch das Fliegengitter des Fensters.....

Ein paar Tage später kam er schon öfter auf den Balkon. Er hat auch mittlerweile durchschaut, dass die Katzenklappe in der Fliegengittertür beidseitig schwenkbar ist.
Bisher erkannte er diese Klappe nur als Fluchttür hinein.

Dann war er ganz besonders mutig und kletterte langsam und zaghaft die Katzentreppe hinunter in die Wiese. Aber kaum dort, wurde er  nahezu hysterisch und rannte wie wild in der Wiese herum. Miaute herzzerreißend, weil er absolut keine Idee hatte, wie er wieder auf den Balkon gelangen könnte. Auf eine etwas ungewöhnliche Art schaffte er es dann doch und damit waren für die nächste Zeit weitere Ausflüge in die Freiheit vorbei.

Die meiste Zeit verbrachte er in der Sicherheit des Wohnzimmers, während Belinda nach einem Spaziergang oft am Balkon schläft.

Wenn ich den Kater dabei beobachte, dann kann ich nicht umhin, sein Tun mal wieder mit uns Menschen in Verbindung zu bringen.

Wie lange brauchen wir, um durch eine offene Tür zu gehen?
Neue Dinge auszuprobieren?
Oder einfach anders zu denken?

Die Vergangenheit oder Gegenwart mit all ihren Schmerzen oder Zwängen scheint uns oft verlockender, als das Neue, das uns die Zukunft bringen könnte.

Wir beklagen uns, über den Job, den Partner, die Wohnung oder sonst etwas, und sind dennoch oft  Jahrzehntelang nicht im Stande, auch nur etwas an diesem "unglücklichen" Umstand zu verändern.
Selbst die Gedanken zu verändern, scheint oft nicht möglich.

Ich denke auch an jene Menschen, die ihr Leben lang von der Freiheit träumen und wenn sie ENDLICH in Rente sind, dann wissen sie vor lauter Freiheit und Freizeit nichts damit anzufangen, weil....
(irgendein WEIL findet sich immer)

Wie oft stehen wir vor einer offenen Tür um Neues zu wagen und schließen sie selbst immer von der gleichen Seite zu?

Wie ist das bei dir?

Bist du schon einmal ins kalte Wasser gesprungen, ganz ohne Netz?

Oder lebst du lieber ein Leben, das dir wohl "Sicherheit" bietet, dich aber nicht glücklich macht? Quetscht dich in ein selbst erdachtes Korsett?
Meist nach den Vorgaben unserer Gesellschaft.

Ich denke an eine junge Frau, die einen sicheren, gut bezahlten Job bei einer öffentlichen Institution aufgegeben hat, weil sie dort nicht glücklich war.
Die Generation von heute lässt sich Gott sei Dank nicht mehr von den Klischees von "gestern" unterkriegen.

Rambo beginnt seit ein  paar Tagen immer mehr die Freiheit seines Katzenlebens genießen.
Sein Instinkt ermöglicht ihm das.

Wann bist du bereit, die Verantwortung für DEIN Leben zu übernehmen und es in eine Richtung zu drehen, die dir mehr Freude bereitet?
(Vorausgesetzt natürlich, wenn du mit der IST-Situation nicht zufrieden bist.)

Dabei geht es gar nicht zwangsläufig darum, sein ganzes bisheriges Leben komplett über den Haufen zu werfen, sondern einzig darum, negative oder einschränkende Glaubenssätze und Gedankenmuster in eine andere Richtung zu bringen. Lieben und annehmen was ist und Neuem Platz und Raum zu geben und gegebenenfalls Hilfe zu suchen oder einfach nur anzunehmen.

Die Freiheit zu wählen, Dinge anders zu machen, sich nicht durch die Gesellschaft beschränken zu lassen, sein innerstes Wesen erkennen, leben und lieben -> glücklich sein!

Trau dich !


Von Herz zu Herz










(c) Erika Klann

Freitag, 19. August 2016

Die Schlange an der Supermarktkassa - oder wo der Weltfrieden beginnen kann


Grundsätzlich hatte ich für diese Woche meinen Blog schon fertig gestellt. Meine persönliche Lektorin hat mir den Text auch schon zurück gesendet, alles war soweit vorbereitet....

....aber dann war ich einkaufen.....

Ich hatte nicht viel zu besorgen und schon  bald war ich an der Supermarktkasse angekommen. Es waren etwa 3 Kunden vor mir und hinter mir bildete sich langsam, aber doch eine Schlange von weiteren wartenden Kunden.

Der Kunde an der Kassa war ein wenig langsam und hatte offenbar immer wieder Fragen, zu seiner Rechnung und  diversen Rabatten. Von meinem Platz konnte ich beobachten, wie die Kassiererin seine Anliegen erläuterte und als es schien, als wäre der Kunde fertig, hatte er doch noch eine Frage, die die Kassiererin wieder geduldig beantwortete.

Natürlich sah auch sie die Schlange von wartenden Kunden und es war ihr die Anspannung durchaus anzusehen.

Ich nehme diese Wartenzeiten zumeist sehr gelassen hin und beobachte amüsiert die Szene an der Kassa.

Plötzlich rief ein Herr ein paar Kunden weiter hinten, ob es nicht möglich wäre, eine zweite Kassa zu öffnen. Von der Kassiererin kam keine merkliche Reaktion, jedoch konnte ich sehen, dass sie nach einer weiteren Kassa geläutet hat. Sie verrichtete schweigend ihre Arbeit, das wieder stachelte den Herrn von vorhin weiter an und so fragte er laut, ob eine zweite Kassa geöffnet wird, oder ob er in der Zentrale anrufen soll.

Dies bewog die Kassiererin darauf hinzuweisen, dass sie schon nach einer 2. Kasse geläutet hätte und eben nicht zaubern könnte.

Amüsiert verfolgte ich noch immer diese Groteske, die sich vor meinen Augen abspielte.

Die Dame hinter mir, begann sich ebenfalls aufzuregen, worauf ich amüsiert antwortete, dass ich es  hier gemütlich finde und es mich nicht stört, wenn ich warten muss. Es wird ohnehin überall so gehetzt. Die Dame fand das leider nicht so gemütlich und war der Meinung, dass sie für ihr Geld auch ein entsprechendes Service erwarten darf.

Ich schenkte der Dame keine weitere Beachtung, denn ganz genau betrachtet, hatte auch der Kunde an der Kassa, ein Recht auf entsprechendes Service, vor allem, wenn die Rechnung nach seiner Wahrnehmung nicht stimmte.

Schließlich wurde eine zweite Kassa geöffnet, sodass sich die Schlange sehr rasch auflöste.....

Nach diesem Erlebnis frage ich mich unweigerlich, wie können wir uns Frieden auf Erden wünschen, wenn wir nicht genug Größe haben, um einen Kunden an einer Kassa seinen Einkauf in Ruhe erledigen zu lassen und gleichzeitig eine Kassiererin unter Androhung die Zentrale einzuschalten, derartig unter Druck setzen????

Wie sieht es unter diesen Umständen mit unserer so genannten Menschlichkeit aus?

Wie oft beklagen wir, in diversen Discountern an der Kasse wie Massenware abgefertigt zu werden, sehnen uns die kleinen Greisler-Geschäfte* (Tante Emma Laden) herbei und haben aber keine Zeit um an einer Kassa anzustehen.
*(Gerade in so einem kleinen Laden war Geduld ganz besonders gefragt. Hinter der Theke vielleicht zwei ältere Damen und vor dir 2 oder 3 Kunden, da konnte es schon ganz schön lange dauern, bis man endlich an die Reihe kam.)


Wie gehst du damit um, wenn du wo Schlange stehen musst?

Wirst du auch so ungehalten wie der von mir beschriebene Herr? 

Wenn ja, dann überlege mal, was dich so treibt und warum du keine Zeit hast?

Bedenke, dass rund um dich Menschen sind - die einen, die ihre Arbeit verrichten und die anderen, die ihren Einkauf erledigen.

Sei gut zu dir, und fange an, das Warten zu genießen. Du wirst sehen, es kostet viel weniger Energie, als der Ärger. Außerdem vergeht die Zeit gleich schnell. Warten als Geschenk, einmal aus der Hetze und dem Trubel  auszuweichen, hin zu sich selbst.

Ich meine, ganz ehrlich, es sind gewöhnlich keine Stunden, die du in einer Supermarktschlange warten musst.

Sei dir den Frieden in dir wert.... aber natürlich nur wenn du Lust dazu hast. ;-)

Love and Peace !

Von Herz zu Herz.

















(c) Erika Klann





Freitag, 12. August 2016

Belinda, Rambo und ich - drei Seelen im Umbruch


Rambo ist nun schon seit 3 Wochen bei uns. Langsam hat er sich eingewöhnt und versteckt sich nun auch nicht mehr, wenn ich die Eingangstür aufschließe. Im Gegenteil, er kommt mich nun sogar schon begrüßen.

Er ist wirklich ein ganz lieber, entzückender und braver Kater.

Das ist allerdings meine Sicht. Vor allem habe ICH Rambo ausgesucht.
Es war auch meine Wahrnehmung, dass Belinda, seit sie allein war, weniger gefressen hat und viel mehr unterwegs war, als früher.

Belinda, die durch den Neuzugang zwangsbeglückt wurde, ist weniger begeistert.

Seit Rambo da war, war sie noch weniger zuhause. Sie hat ihn meistens angeknurrt, bzw. tut es noch immer. So kam  sie nachhause, fraß und schon war sie wieder weg. Möglichst nicht mit ihm zusammen kommen - so wirkte es zumindest. Es ging sogar so weit, dass sie gleich 2 Tage gar nicht nachhause kam und ich mir dachte, dass sie nun ganz ausgewandert wäre. War sie glücklicherweise nicht, ich entdeckte sie am Nachbargrundstück neben einem Busch. Von dort kam sie aufgrund meiner Rufe miauend nachhause. Das war vor 3 Tagen. Nun sitzt sie abends, sobald ich es mir im Wohnzimmer gemütlich mache, auf mir. Es ist gefühlsmäßig ähnlich einer Belagerung. Dabei ist ihr ganz egal, was ich mache, sie breitet sich einfach auf mir aus. Wenn ich sie runter geben möchte, dann protestiert sie.

Rambo, beobachtet sie von der Ferne und verkriecht sich bei Bedarf wieder in der Wohnlandschaft. Er versucht sich ihr immer wieder zu nähern, macht aber auch immer wieder einen Rückzieher. Wenn sie von draußen kommt, dann begrüßt er sie (er traut sich noch nicht hinaus), sie beschnuppern sich, aber dann, nach kurzer "Wiedersehensfreude" fremdeln sie sich wieder an.

Damit sie sich mehr aneinander gewöhnen, lasse ich sie seit ihrem Ausriss, weniger hinaus.

Langsam haben sich die Dinge verändert:
Lag sie gestern noch am Bücherschrank zum Schlafen, liegt sie jetzt in einer der Höhlen am Boden.
Er beschnuppert alles, wo sie gesessen ist und am Morgen fressen sie nun seit 2 Tagen nebeneinander. Belinda scheint aber nun das Fressen für sich entdeckt zu haben, da sie, sobald er den Fressnapf verlässt, aus seinem Napf weiter frisst. Ihre Reste verzehrt er dann kurz drauf.
Ihr Hunger ist also mehr als 100 % wieder zurück.

Heute hat sie, als er neben ihr fraß, an seiner Hinterseite gerochen. Er blickte nur kurz auf und fraß unbeirrt weiter. Als sie nach 2 Tagen wieder nachhause kam, lief er ihr hinterher und roch an ihrer Hinterseite. Nach meiner Beobachtung, scheint das Riechen dort, eine Art Erkennungszeichen. (hab aber nicht darüber recherchiert)

Rambo wirkt manchmal ein wenig verloren und traurig, oder es scheint ihm langweilig zu sein. Fressen würde er ständig und vom Streicheln kann er ebenfalls nie genug bekommen.
Er bemüht sich um Belinda, läuft ihr immer wieder entgegen, geht aber auch gleich wieder, wenn er merkt, dass sie noch immer spinnt.
Er hat sein altes Leben komplett verloren  und ist wirklich sehr tapfer.

Belinda, unsere Prinzessin, muss wohl ihr Revier verteidigen, gleichzeitig, war sie von Ihrer Geburt bis zu Romeos Verschwinden noch nie allein und hat ihren Bruder seinerzeit oft bemuttert. Der wieder hat des Öfteren den Macho raushängen lassen.
(Ich habe einmal einen Blog darüber geschrieben)

Ich bin zuversichtlich, dass sich die beiden weiterhin annähern.

Mir fällt aber auf, dass wir Menschen doch oft sehr ähnlich reagieren.

Wie oft kann man DAS Schöne nicht nehmen, weil "Danke, ist doch gar nicht notwendig."
Oder  in einer Partnerschaft - wie oft kann man beobachten, dass Menschen einen Partner anziehen, der sie nicht wertschätzt und findet sich dann jemand, der sie wertschätzen würde, dann können sie nicht damit umgehen. Lieber wendet man sich dem "Bekannten", "Vertrauten" zu, wenn es auch nicht sooo optimal (oder schlimmer) ist, als dem "Unbekannten" anzunähern.

Wenn ich meine beiden Süßen so beobachte, wie sie einander umkreisen, dann muss ich schon immer wieder schmunzeln, wie "menschlich" Katzen doch sind. Er nähert sich ihr immer, um dann aber doch wieder wegzulaufen. Ihr lässt die Situation aber auch keine Ruhe und verfolgt sie ihn mit ihren Blicken. Dann versteckt er sich wieder, um dann wieder vor ihrer Nase herum zu springen. Sie versucht nahezu zwanghaft ihren Platz bei mir zu behaupten und frisst sich voll, wie nie zuvor.

Wie leicht es die beiden doch haben könnten, wenn sie einander einfach nur akzeptieren würden.

Kennst du aus deinem Leben Situationen, in denen du es dir unnötig schwer gemacht hast, obwohl es leichter hätte sein können? Das Glück stand praktisch schon vor dir und du hast nicht gewagt, es anzunehmen?

Belinda blieb lieber zwei Tage von ihrem zuhause weg, als diesen lieben Kerl zu akzeptieren.

Was nehmen wir Menschen nicht alles in Kauf, und sabotieren uns selbst?

Der Weg zum Glücklichsein ist gar nicht so weit, wie du denkst!

Lebe so, als hättest du keine Geschichte, liebe, lache, tanze, sei glücklich! 

Du darfst es dir wert sein!


Von Herz zu Herz








(c) Erika Klann

Samstag, 6. August 2016

Erinnerungen und das Gefühl der Dankbarkeit

Heute Morgen hat Facebook mich erinnert, dass ich heute vor einem Jahr meine 2. Nach-Denk-Geschichte  
(meine Genesungsgeschichte)  
veröffentlich habe. 

Ich blicke auf ein Jahr zurück, dass mich mit Dankbarkeit erfüllt.
Nein, es war nicht immer nur lustig und schön, aber darauf kommt es nicht an, sondern darauf,
was man daraus macht und entstehen lässt. 

Ich danke heute allen, die meine Nach-Denk-Geschichten lesen, und sich vielleicht das eine oder andere
daraus mitnehmen konnten und Mut gefasst haben, sich für scheinbar Unmögliches zu öffnen.
Ich bedanke mich auch bei jenen die mich immer wieder inspiriert haben.
Mein großer Dank gilt natürlich auch meiner Tochter Viktoria, die sich immer Zeit nimmt und meine Nach-Denk-Geschichten nach besten Wissen und Gewissen lektoriert.

Liebe das Leben und das Leben liebt dich !

von Herz zu Herz