Donnerstag, 15. August 2019

Plötzlich in Rom ✈🌞



Ich glaube, dass jeder Mensch Träume oder Vorstellungen hat, was er im Leben erreichen oder erleben möchte.

In meiner Kindheit habe ich immer davon geträumt, eines Tages nach Hawaii zu reisen. Jedoch habe ich irgendwann diesen Traum aufgegeben. Heute ist dieser Traum wieder etwas in mein Blickfeld gerückt, aber der Zug ist (noch) nicht stark genug.

Rom stand jedenfalls nie direkt auf einer "Wunschliste" und trotzdem war ich plötzlich dort. Relativ spontan sogar!

Die Stadt selbst habe ich als ziemlich laut empfunden. Teilweise war es mühsam, sich von so vielen Menschen abzugrenzen, die in den Straßen oder Straßenecken fast invasiv etwas zum Verkauf anboten.
Tickets, Wasser, Rosen, Sonnenhüte oder Sonnenschirme, Selfiesticks, irgendein komisches quietschendes Ding, Armbänder und und und .....zu guter Letzt' waren dann noch die Menschen, die vor den Lokalen Ausschau nach Gästen hielten.

Oft war es echt anstrengend für mich!  

Dennoch auch sehr interessant und natürlich gab es zu denken, wie viele Menschen fast verzweifelt versuchen, Geld zu verdienen, denn um nichts anderes geht es ja bei den zahllosen Verkaufsaktionen. Manche waren sogar unredlich.

Rom hat mich dennoch fasziniert und begeistert!

Ich habe mich sogar einer meiner größten Ängste, der Höhenangst, gestellt und bin auf die Kuppel des Petersdoms.

Ich bin nicht mit Höhenangst geboren, sie ist ein Überbleibsel aus einer schwierigen Zeit vor mehr als 30ig Jahren.

Gott habe ich im Petersdom unter dem Getümmel von Menschen nicht gefunden, oder war dieses Getümmel etwa Gott?
Ich bin wohl eher christlich orientiert, habe der katholischen Kirche an sich, den Rücken zugekehrt und in Rom wieder meine Bestätigung dafür gefunden....im Petersdom gelten bestimmte Kleidungsvorschriften - an und für sich habe ich auch kein Problem damit - nur, wenn man in den Vatikanischen Museen die vielen Wandmalereien mit fast nackten Frauen oder die zahllosen, nahezu unbekleideten Statuen sieht, dann wirkt es schon ein wenig zweischneidig, sich im Dom "verhüllen" zu müssen.
Aber vielleicht sind Schultern oder Knie einfach zu anrüchig.....

Gott habe ich in Rom dennoch gefunden, in all den alten Gebäuden, die  vor hunderten oder tausenden von Jahren entstanden sind. Was Menschen dort erschaffen und/oder zusammen getragen haben ist so unglaublich faszinierend, dass man dahinter einen großen Geist erkennen kann.

Rom, die ewige Stadt!

 ...und an jeder Ecke ticken die Uhren anders. 🕗🕙🕣🕞🕜🕑 aber das ist bei mir Zuhaue auch nicht anders 😂😂😂🙈

Dieser Besuch wird nicht der Letzte gewesen sein ....... 😃😍😍


Von 💖 zu 💖










(c) Erika Klann

Freitag, 19. Juli 2019

....und dann schrieb ich ein Buch....😊



Ich, ja ich, habe ein Buch geschrieben! Einen Roman mit knapp 300 Seiten. Sogar für mich selbst immer noch unglaublich - doch es ist tatsächlich geschehen!

Dabei stand es nie auf meiner Berufswunschliste einmal Autorin zu werden. Als ich vor nunmehr 50 Jahren auf meiner Kleinkinderschaukel unterm Nussbaum saß und den lieben, langen Tag vor mich hinträllerte, träumte ich davon, einmal eine große Sängerin zu werden....

Später in der Pubertät zog mich die Glanz- und Glamourwelt der Filmstars an und ich träumte davon eine berühmte Schauspielerin zu werden....

Heute bin ich froh, dass ich keines von beiden geworden bin.  Zu kurzlebig kann der Erfolg sein und vor allem frage ich mich, wie hoch der Preis für so einen Erfolg doch ist.

Zurück zum Schreiben.

Wenn mir in den letzten Jahren Menschen davon erzählten, ein Buch geschrieben zu haben oder den Plan hatten, eines schreiben zu wollen, war ich stets voller Ehrfurcht.

"Ein Buch schreiben - Wahnsinn! Wie soll das gehen?", fragte ich mich dann selbst.

Vor fast vier Jahren, 2015, begann ich mit meinen Nach-Denk-Geschichten. Anfangs floss es nur so aus mir heraus. So vieles wollte aufgeschrieben und mitgeteilt werden. Erst 2017, als mein lieber Vater krank wurde und mich das Leben anders forderte, schien die Quelle nicht mehr so sprudeln zu wollen.

Zum Glück hatte ich schon zuvor meinen ersten Roman verfasst. Wie es dazu kam, kann ich gar nicht mehr sagen. Plötzlich war die Idee geboren und der Entschluss gefasst.

Ich setzte mich also hin, machte mich daran und nach 12 Seiten war alles gesagt!!
Tja, 12 Seiten, nicht unbedingt berauschend viel, um als Buch zu erscheinen, bzw. als Roman durchzugehen. Also ließ ich mich voll und ganz ein, so richtig, und es öffneten sich mehr und mehr die Schleusen. Stück um Stück entstanden viele kleine Kapitel um ein ungleiches Paar.
Wenn ich schreibe, dann versinke ich in meine Geschichten, erlebe sie und das Gefühl von Zeit und Raum löst sich fast zur Gänze auf.

Wenn ich einzelne Kapitel noch einmal durcharbeitete, war ich oft selbst gebannt und überrascht, was ich erschaffen und niedergeschrieben hatte.
Meine Testleserinnen waren begeistert und ich angespornt, mein Werk auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen....

Wenn ich im Freundeskreis erzählte, dass ich ein Buch geschrieben habe, dann blickten sie mich teilweise verständnislos an. "Ein Buch, die spinnt ja", konnte man ihre Gedanken zumeist erraten...

Aber nur, wenn du an deine Träume glaubst, von deinem Tun selbst überzeugt bist, kannst du weiter gehen. Was die anderen glauben oder denken, ist ausschließlich ihre Sache.

Das Motto eines Musical "Träum groß" kam gerade zur rechten Zeit. Ja, träum groß, spornte ich mich an.

Die letzten beiden Jahre waren privat für mich extrem herausfordernd, aber ich blieb meinem Traum auf der Spur und am 31. Mai 2019 erschien mein Roman zum 1. Mal als ebook und etwas später auch als Taschenbuch und wer weiß, was noch alles daraus wird.

Und noch etwas habe ich dadurch kennen gelernt, dass es nämlich sehr viele Menschen gibt, die schreiben. Ganz tolle Bücher aller Sparten, die keinen großen Verlag im Hintergrund haben und nicht gepusht werden, wie die "bekannten Autoren", was aber ganz und gar nicht bedeutet, dass sie weniger gute Geschichten schreiben. Ganz im Gegenteil!

Nette Leute, sind sie diese Schreiberlinge, aber was sag ich da, ich bin ja nun selbst eine von ihnen  😂😂😂

Buch Nummer 2 ist in Arbeit. In meinem Kopf fast fertig, nur aufgeschrieben muss es noch werden.

"Unverhofft kommt oft" manchmal wovon man gar nicht zu träumen gewagt hat!

Von 💖 zu  💖 












 (c) Erika Klann

Samstag, 29. Juni 2019

....auch das ist Leben 🌞

Vor einiger Zeit ergab es sich, dass ich mein Facebook-Profil „säuberte.
Meinen Account gibt es seit 2011! Somit war ich eine Weile beschäftigt, aber ich hatte Zeit,  bzw. nahm ich sie mir einfach.

In beinahe 8 Jahren hat sich ganz schön viel getan in meinem Leben.
Jedes Jahr hatte ein Highlight“ zu bieten. Nicht immer im positiven Sinn, aber offenbar dennoch wichtig für mich.

Man könnte das Leben wie die Farbpalette eines Malers betrachten. So vielfältig ist es.
Traurig, schmerzvoll und dunkel, aber auch lustig, lebendig in den strahlendsten Farbtönen.

Während wir so manche Herausforderung“ einfach nur annehmen und durchgehen können, haben wir bei anderen Dingen durchaus die Wahl, wie wir sie bewerten.
Haben wir Spaß am Job? Wenn nein, warum nicht? Gibt es eine Möglichkeit der Veränderung oder des Ausgleichs? Was macht uns Spaß und nährt uns?

Wir Menschen sind oft so negativ gepolt. Alles was man nicht als Spiel und Spaß“ im herkömmlichen Sinn versteht, wird als Bürde oder Belastung gesehen.

Ich selbst habe eine Großbaustelle hinter mir und klar war ich nicht immer motiviert, beispielsweise zum Ausräumen, die Diskussionen mit den Handwerkern, selbst Ausmalen oder der Umzug war noch einmal extrem fordernd. Immer wieder verlor ich das Ziel aus den Augen und verharrte im Moment, war genervt, gereizt und überfordert.
Letztlich lag es aber immer an meinen Gedanken, wie leicht oder schwer mir die Aufgaben von der Hand gingen und ich versuchte mich immer wieder neu zu justieren.

Mit der richtigen Einstellung kann selbst das Streichen einer Gartenhütte eine lustvolle Beschäftigung sein. Das Putzen des Hauses und erst das Schreiben eines Buches 😍 (aber davon ein anderes Mal mehr) 😊

Leben ist alles, alles was wir tun oder nicht tun. Jeder Atemzug, jede Trennung, jede Trauer und Träne, jedes leckere Essen, jeder Spaziergang, aber auch jedes Ausruhen es gibt nichts, was NICHT Leben ist. Wie du damit umgehst und dich sogar an kleinen Dingen erfreuen kannst, entscheidest du für dich selbst.

Je bewusster du das Leben erkennst, desto eher wirst du erkennen, dass nach jedem Regen auch wieder Sonne kommt. 🌞 

Von 💖 zu 💖







(c) Erika Klann

Freitag, 3. Mai 2019

Grenzen erkennen, begreifen und annehmen


Es war ein strahlender, aber windiger Sonnentag, an dem ich mich entschieden hatte mit meinen Walking Stöcken übers Land zu gehen.

Wie schon so oft entdeckte ich hier und dort Dinge in der Natur, die dort eigentlich nicht hingehören. Plastikteilchen, Verpackungen von verschiedenen süßen Snacks usw.

Es tut mir weh und ich kann es nicht verstehen, warum Menschen mit ihrer Heimat, der Erde, so achtlos umgehen. Letztens entdeckte ich mitten im Wald zwei leere Getränkedosen, konnte sie nicht mitnehmen, weil ich nichts zum Reinpacken dabei hatte.

Diesmal, an jenem sonnigen Tag, hatte ich ein kleines Säckchen bei mir und so hob ich die verschiedensten Teile auf, um sie dann zuhause in den Müll zu geben.

Für größere Teile, reichte mein Säckchen leider nicht.
Ich erkannte wieder einmal, dass manche Plastikteile schon richtig in die Erde eingewachsen waren. Mir ist auch schon aufgefallen, dass sich nach den jährlichen Flurreinigungen auch immer wieder Plastikteilchen auf den Feldern oder Windschutzgürteln befinden.
Vielleicht haben wir Menschen schon eine gewisse Sensibilität verloren und haben uns schon an ein gewisses Maß an Müll gewöhnt?

Ich weiß es nicht!

Ich kann mich noch gut erinnern, als wir seinerzeit, ich glaube es war in den 90igern, so richtig intensiv zum Mülltrennen begonnen haben. Heute weiß ich, dass dies nicht überall üblich ist und ich weiß noch, welchen Stress ich mit den Pflegerinnen meiner Eltern hatte, die das Mülltrennen eher als meine Macke ansahen, als einen wichtigen Beitrag für die Umwelt.

Nun, um auf jenen Tag zurück zu kommen.... ich hatte schon einiges eingesammelt und überlegte, wie und ob man Menschen dafür sensibilisieren kann, den Müll auch als solchen zu erkennen, in Schulen vielleicht, so wie meine Mutter als Kind mit der Schule auf die Felder Kartoffelkäfer klauben ging....

Da sah ich einen Zigarettenstummel am Feldweg und packte mein Säckchen aus um ihn einzusammeln. Mit einem Mal erfasste eine Windböe meinen Beutel und ich konnte nur noch zusehen, wie er über die Landschaft geweht wurde. Er drehte sich im Wind, so dass die Teilchen alle wieder heraus fielen. Anfangs wollte ich noch hinterher laufen. Schnell wurde mir klar, dass ich machtlos war. Ich erstarrte! Große Traurigkeit und Ohnmacht machten sich in mir breit. Nach ein paar Sekunden war meine Müllsammeltüte  aus meinem Blick verschwunden.

Warum?! Was sollte mir diese Gegebenheit sagen?

Ich erkannte für mich, dass es offenbar nicht meine Aufgabe ist, "Müllpolizei zu spielen".

Die Erde ist unser aller Heimat, aber ich kann die Welt SO nicht retten.
Was ich tun kann ist, mich selbst immer wieder neu auszurichten in dem was ich kaufe und konsumiere. Wenn das nicht gelingt, dann zumindest meinen Mist auf den dafür vorgesehenen Platz zu geben.

Wir leben in einer Verpackungswelt und es ist nicht einfach ihr ganz zu entkommen.
Jedoch ist es ein Anfang, darüber nachzudenken, wo man was verändern kann.

Die Erde ist unser Zuhause, so wie unsere Häuser oder Wohnungen unser Zuhause sind.
Wenn Menschen ihre Wohnungen zumüllen, dann sind wir ganz erstaunt und verwundert, zeigen mit dem Finger.... aber ganz ehrlich, wer sein Zeugs einfach achtlos zu Boden fallen lässt, tut genau genommen nichts anderes und letztlich hat es mit Wert zu tun.

Bist du es dir wert, in einem sauberen Zuhause zu leben? 

Von 💖 zu 💖









(c) Erika Klann

Freitag, 5. April 2019

Vom Veilchen, das einfach nur blüht



Es ist mittlerweile ungefähr fünf Jahre her, dass meine Tochter ein Veilchen nachhause
brachte. Sie wohnte damals noch bei mir und hatte es von einer Patientin bekommen.

Zunächst war meine Freude nicht so groß, weil ich zum einen nicht wusste, wo ich es hinstellen soll und zum anderen den Glaubenssatz vertrat, dass diese blühenden Zimmerpflanzen ohnehin bald kaputt werden....Eine Meinung, die ausschließlich meiner Erfahrung, nicht aber meinem Wissen entstammt.

So "wohnt" nun seit einigen Jahren dieses Veilchen bei mir, das ich immer gieße und auch manchmal dünge. Als es zu mir kam, blühte es, verlor dann die Blüten und zu meiner Überraschung konnte ich schon bald sehen, dass sich unter den Blättern neue Blüten verbargen.

So vergingen die Jahre, das Veilchen hat bald einen fixen Platz bekommen, blüht mehrmals im Jahr und zu meiner Verwunderung doch auch unter etwas widrigen Umständen, denn es ist kaum in der Erde verwurzelt und dennoch.......es blüht und blüht... ja selbst die Übersiedlung im Winter hat es ganz locker weggesteckt.

Das Veilchen tut das, was ein Veilchen tut - blühen, wachsen und gedeihen.
Es kümmert sich nicht die äußeren Umstände, denn es hat alles was es braucht -
Einen Topf - Licht - und Wasser!

Was brauchst du um zu wachsen und gedeihen - bzw. um glücklich zu sein?
Materielle Güter? Viele Freunde? Viele Urlaube? 
Was bist du bereit, dafür zu tun?
Lebst du etwas, was du gar nicht bist? 
Hast du das Gefühl, dass du "blühst" oder eher nicht?

Machen wir es wie das Veilchen - blühen wir einfach! 💝

Von 💖 zu 💖  










(c) Erika Klann

Freitag, 22. März 2019

Bleibt uns am Ende des Lebens zu wenig Zeit? 🕣🕘🕗🕕🕓


In einem Gespräch über unsere momentane Zeitenergie, der Schnelllebigkeit der
Tage, Wochen und Monate fiel folgender Satz:

"Am Ende unseres Lebens wird uns zu wenig Zeit bleiben"

Hmmm, ist das so?  Die Tage verlaufen manchmal tatsächlich in Windeseile.

Aber ganz egal, wie schnell oder langsam uns die Zeit erscheint, DAS ist das LEBEN.
Die Zeit, die uns in diesem Leben zur Verfügung steht und wie wir sie nutzen liegt bei uns.

Wir erleben ZEIT immer subjektiv. Ich habe das Gefühl, dass die Stunden langsamer vergehen, wenn ich "laannngsamere" Dinge mache.
Wenn ich im Sommer auf meiner Liege sitze, den Blick über die Weiten des Neusiedler Sees schweifen lasse, dann vergeht die Zeit viel langsamer, als wenn ich eine Wanderung mache, oder wenn ich einen vollen Tagesplan habe.

Es scheint also, als dass sich unser Zeitempfinden unserem Tempo anpasst.

Wenn ich an die Jahre zurück denke, in denen mein Vater noch aktiv seinen Hobbies nachgehen konnte, da war er meistens beschäftigt. Dann wurde er krank! Körperlich hätte er sicher noch so einiges gekonnt, aber er war müde geworden und hatte sein Interesse weitgehend verloren. Mögliche Beschäftigungstherapien nahm er eher nur deshalb an, weil er uns einen Gefallen machen wollte, von sich aus hatte er keinen Antrieb mehr. Es wollte am liebsten im Bett liegen und hatte auch nicht mehr das Gefühl seine Zeit noch nützen zu müssen.
Alles war gut!

Wenn ich mir die Menschen im Pflegeheim ansehe, so gibt es welche, die sich noch beschäftigen, noch auf ihre Art und Weise aktiv sind und jene, die einfach keine Interessen und Wünsche mehr haben. Ich habe auch schon gesehen, dass im Aufenthaltsraum der Fernseher lief, aber niemand der BewohnerInnen zuschaute.

Wir brauchen also keine Angst zu haben, dass uns am Ende die Zeit fehlt, weil es durchaus sein könnte, dass wir noch ausreichend davon haben, uns aber die Lust und Motivation fehlt, sie zu nutzen.

Ich denke, wir sollten ganz einfach im Moment zu leben. Unsere Tage so zu gestalten, dass wir sie lieben, wie sie sind und uns mit Menschen umgeben, die uns gut tun.

Selbst Tätigkeiten, die uns weniger Freude machen, könnten wir auch von einer anderen Warte betrachten. Man könnte sich beispielsweise freuen, dass man Geschirr hat, das man abwaschen kann, Kleidung, die man waschen und bügeln kann, oder einen Garten usw.
Pflichten zur Freude wandeln kann jeder nur für sich 💜

Wenn wir zulassen, unser Leben von einer anderen Perspektive zu betrachten, dann können wir an unserem Lebensabend auf erfüllende Jahre zurück blicken!

Von  💝 zu 💝 







(c) Erika Klann

Samstag, 16. Februar 2019

Dann kochte ICH Kohl...😂😂😂😂


In meiner Kindheit aß ich eigentlich fast alles, am Liebsten jedoch Fleischgerichte oder Mehlspeise. Gemüse war damals nicht so mein Fall.
Interessant, wie sich alles gewandelt hat, denn jetzt ist es umgekehrt.

Jedenfalls war mein absolutes "Horroressen" der Kohl. Egal wie groß mein Hunger zuvor gewesen sein mochte, sobald ich nachhause kam und der Duft von Kohl in der Luft lag, war ich augenblicklich satt, satt in allen Bereichen. Ich hasste Kohl! Meine Eltern akzeptierten dies im Laufe der Jahre, kochten aber weiterhin ab und an mal ein Kohlgericht. "Kohl ist ja gesund!" Aber es nützt nichts etwas Gesundes zu essen, wenn einem davor ekelt, weil es dann nicht ankommt. Wichtig ist doch hinter allem schlussendlich der Genuss

Ich hatte nun sicher mindestens 3 Jahrzehnte keinen Kohl gegessen und ganz ehrlich, es fehlte mir nichts. Das ist die Freiheit, des Erwachsenseins, dass man wählen kann, was man wann zu sich nimmt - natürlich auch mit allen Konsequenzen.

Nun ernähre ich mich seit einigen Jahren bis auf Fisch vegetarisch und ich vermisse nichts, im Gegenteil, ich entdecke neue Gerichte und Möglichkeiten.

Vor einigen Jahren war ich bei einer Tante auf Besuch und sie bereitete unter anderem große Kohlblätter für Kohlrouladen vor. Damals schon sah dieser mir eigentlich verhasste Kohl irgendwie so verlockend aus. Diese saftig, großen, grünen Blätter wirkten richtig einladend. In den darauf folgenden Jahren bemerkte ich in den Regalen diverser Geschäfte immer wieder Kohl, der mich immer anzulächeln schien. Gerade so, wie der rote Apfel aus dem Märchen Schneewittchen. "Komm kauf mich und iss mich," schien er mir zuzuflüstern. Da ich aber seit Kindesbeinen wusste, dass er mir nicht schmeckte, kaufte ich ihn natürlich nicht.

Dieser Tage besuche ich einen Selbstbedienungsbiostand und entdeckte dort wieder frischen Kohl und dann war es soweit. Ich konnte nicht widerstehen und kaufte einen kleinen Kohlkopf und freute mich richtig darauf ihn zuzubereiten.

Ich kochte für mich ein Kohlgericht, hatte Freude daran und es schmeckte mir sogar!!!

Wer hätte das jemals gedacht! Hätte mir das jemand vor 30 Jahren gesagt, hätte ich ihn freundlich gefragt, wie er auf so eine absurde Idee kommen kann.

Was ich mit dieser kleinen Geschichte eigentlich zum Ausdruck bringen möchte ist, dass wir uns entscheiden, ob wir unsere Gedanken und Glaubensmuster verändern und los lassen, oder ob wir ewig daran festhalten.

Ob man nun Kohl isst, oder nicht, ist relativ egal. Jedoch gibt es viel größere Dinge, an denen wir festklammern und uns so selbst behindern, freier zu sein. Freier und unabhängiger. Die Auswahl wird größer.
Es war meine Wahl etwas zu verändern, etwas zuzulassen, von dem ich dachte, dass es nicht gut ist, doch es ist gut und hat mich reicher in meinem Inneren gemacht.

Wo behinderst du dich? Hältst an alten, gewohnten Glaubensmuster fest?

Sich immer wieder neu auszurichten, neue Gedanken zuzulassen - dahinter verbirgt sich eine große Fülle. Das soll nicht bedeuten, dass alles "Alte" schlecht ist und keine Berechtigung mehr hat, aber neue Gedanken erweitern die Auswahlmöglichkeiten.


Von 💝 zu 💝











(c) Erika Klann

Mittwoch, 30. Januar 2019

Wenn die alten Schuhe nicht mehr passen - mal angenommen, das Leben wäre ein Schuhgeschäft 😄😄😄


In letzter Zeit beschäftige ich mich wieder verstärkt mit verschiedenen spirituellen Lehrern oder alternativen Heilmethoden und deren Grundgedanken. Manches spricht mich mehr an, anderes wieder weniger.

Es gibt so viele Möglichkeiten, wie wir Menschen zu einem besseren, leichteren und glücklicheren Leben gelangen können. Gerade so wie in einem Schuhgeschäft, in dem wir sämtliche Schuhe probieren können, bis wir das richtige Paar gefunden haben. Jeder kann sich aussuchen, was für ihn passt: Schuhe mit Schuhbändern, oder Schlüpfer, aus Lack, Leder oder Stoff, bequem oder elegant und am Ende auch noch die Farbe. 👞👟👠👡👢👣

Die Frage ist nur, ob wir auch bereit sind, uns dieses große Angebot anzusehen, bzw. uns überhaupt dafür zu öffnen und es gar auszuprobieren.

Leider sind viele Lehren oder Lehrer davon überzeugt, dass "ihr" Werkzeug, das einzig Wahre ist. Ich bin der Meinung, dass jeder das findet, was er braucht und für seinen persönlichen Weg wichtig und richtig ist.

"Nicht für jeden ist vollkommene Heilung vorgesehen," las ich in dem Buch eines Rückführungstherapeuten.

Ich finde die Rückführungstherapie eine überaus spannende Möglichkeit so manches Leid hinter sich zu lassen, gleiches passiert auch in "Past-Life-Kinesiologie-Sitzungen", aber wenn sich das Problem nicht und nicht löst, so gibt es ausreichend andere Methoden, wie man zu einem ausgeglicheneren Leben gelangen kann. Ich liebe es, meine Klienten mittels Cranio Sacral Balance oder Kinesiologie zu begleiten, lasse aber auch dabei Aspekte anderer Methoden zur Verbesserung der Gesundheit einfließen.

Der Mensch ist einfach mehr, als ein rein körperliches Wesen! Das ist einfach so!
Leider lassen wir dies zumeist außer Acht und suchen im Schicksal den Feind oder meinen unser Körper wäre unser Feind, dabei verdrängen WIR ständig seine Botschaften, die uns zu unserem Innersten führen könnten.

Der wichtigste Punkt, bevor du das Schuhgeschäft betrittst, lautet "sich einlassen".
Bin ich bereit und lasse ich mich darauf ein, dass ich mein Leben verändern kann, traue ich mir neue Schuhe zu oder lasse ich lieber alles beim Alten und leide weiter, gehe wortwörtlich mit Blasen durchs Leben, weil man ja eh nichts machen kann?

"Gedanken sind frei", sagt man so schön, dabei erkennt man viel zu selten, wie unfrei alte, lang gehegte Gedankenmuster machen.

Wir selbst sollten unser bester Freund sein, viel zu oft sind wir jedoch unser größer Feind.

Die Entscheidung liegt letztendlich immer bei uns selbst, so wie beim Einkauf im Schuhgeschäft.
Willst du ein Leben lang mit Schuhen laufen, die dir Schmerzen bereiten, oder darf es auch einmal was Neues sein?

Von 💖 zu 💖















(c) Erika Klann

Sonntag, 30. Dezember 2018

....und dann packte ich meinen Koffer - auf ins neue Zuhause


Nun war der er da, der große Tag, an dem ich meine Koffer zu packen begann.

Hinter mir lagen 10 herausfordernde Monate. Eine - für mich - Großbaustelle war zu bewältigen, unter anderem zum Teil mit „Professionisten“, die alles andere als „picobello“ gearbeitet haben. Es gab so vieles zu planen und organisieren. Ich durchlief sämtliche Gefühlslagen, die ein Mensch durchleben kann. Ohne mir selbst professionelle (energetische und mentale) Hilfe zu holen, hätte ich das alles vielleicht gar nicht geschafft.

Mein Leben richtete sich wieder einmal komplett neu aus, weil gerade in so einer Ausnahme-situation zeigt sich ganz genau, wer Freund ist, wer da ist, wenn man Tiefen durchwandert und wer ein „Schönwetterfreund“ ist. Während manche Freundschaften auf einem festen Fundament stehen, sind andere nur auf Treibsand gebaut.

Aber ich hatte es geschafft, ich hatte Wind und Sturm getrotzt und nun war der Tag des Kofferpackens gekommen. Dem Kofferpacken folgte das Möbel tragen. Gott Lob, hatte ich ein paar Erdenengel, die meinen Umzug ins neue Zuhause erleichterten und tatkräftig unterstützten.

Ich ließ aber auch etwas zurück......

Zurück ließ ich ein Zuhause, in das ich vor 19 Jahren und 5 Monaten mit meinen Kindern, damals 6 und 8 Jahre, gezogen war. Die Ehe mit dem Vater meiner Kinder war gescheitert und ich fing in einem neuen Heim ganz neu an. Damals, mit 33 Jahren, war ich voller Träume und Hoffnungen. Es waren Jahre sämtlicher Herausforderungen, die sich einer alleinerziehenden, berufstätigen Mutter so bieten können. Lachen und weinen, Freud und Leid, lagen manchmal ganz nah beieinander. Im Laufe dieser 19 Jahre ist viel passiert.Vieles hat sich verändert, Neues kam und Altes ging. Aus eigener Kraft steckte ich immer wieder viel Herzblut und auch finanzielle Aufwendungen in diese Wohnung, die so viele Jahre mein Zuhause war.

Als mein Vater dann ernsthaft erkrankte, wurde mir das erste Mal klar, dass vielleicht schon sehr viel früher als ich dachte, eine Entscheidung anstehen würde, sein Tod besiegelte dies. Die Menschen, mit denen ich mehr als 19 Jahre unter dem gleichen Dach gelebt habe, haben mir die Entscheidung leicht gemacht, weil ich erkannte, dass wir in verschiedenen Richtungen denken und fühlen. Es ist scheinbar einfacher gemeinsam gegen etwas zu sein, als gemeinsam für etwas, noch dazu wenn es einem nicht persönlich betrifft. So verließ ich dieses Zuhause, in dem ich die längste Zeit meines Lebens verbracht habe, ohne einen Hauch von Wehmut oder Traurigkeit.

Es war gut so und es ist gut so!

Die erste Nacht im neuen Zuhause verbrachte ich just in der Nacht zur Wintersonnenwende und an dem 92. Geburtstag meines Vaters. Dies hatte ich weder so geplant, noch beabsichtigt, das Leben brachte es so. So traurig und schmerzvoll es ist, einen geliebten Menschen gehen zu lassen und sein Gehen anzunehmen, so freudvoll darf auch ein Neuanfang sein. Das Heim, das mein Vater in den 70iger Jahren geschaffen hat, habe ich nun im 2018er Jahr upgegradet (um es auf neudeutsch auszudrücken). Er hat den Grundstein gelegt, ich habe ihn erweitert.

So bin ich nun an dem Ort angekommen, den ich schon als kleines Mädchen mit ca. 3 Jahren durch ein Loch im Gartenzaun erkundet habe. Wir lebten damals zur Miete im Nachbarhaus. In einem unbeobachteten Moment schlüpfte ich durch dieses Loch im Zaun und erkundete das Nachbargrundstück, das mir so geheimnisvoll erschien. Ich erinnere mich noch gut, als ich zwischen den Johannisbeerstauden in Nachbars Garten herumspazierte. Diese waren damals höher als ich mit meinen 3 Jahren.

Seit damals ist viel passiert, auf diesem Grundstück, in meiner Familie, in meinem Leben.

All dies gehört der Vergangenheit an. Nun darf Neues entstehen. Stück für Stück.

Einige Klienten waren schon in meiner neuen Praxis, um sich auf Ihrem Weg zu einem glücklicheren Leben unterstützen zu lassen und es ist nun wieder Platz um mich auch meiner zweiten Leidenschaft, dem Schreiben, zu widmen.
Ich freue mich auf alles was nun neu entstehen wird.

Die Wintersonnenwende bringt nun das Licht wieder zurück, die Tage werden wieder länger und ein neuer Abschnitt im Kreislauf des Lebens hat längst begonnen.

Die Wohnung, mein altes Zuhause, ist geräumt und geputzt und bereit neuen Menschen ein neues Zuhause zu geben. Meine  Koffer sind ausgepackt, ich bin angekommen und so gehe ich morgen voller Vorfreude ins kommende Jahr 2019!

Ein glückliches, fröhliches Jahr, sowie Frieden im Herzen, wünsche ich allen Menschen auf Erden.

Von 💖 zu 💖






(c) Erika Klann

Freitag, 30. November 2018

Die Zeit danach - oder dann war das 1. Trauerjahr vorbei



Letztes Jahr im November schloss mein lieber Papa für immer die Augen. Sein Ende kam nicht überraschend, denn wir hatten 9 Monate Zeit uns auf diesen Moment vorzubereiten. Neun Monate Kämpfe gegen das unwiderruflich Festgeschriebene, Kämpfe gegen die Zeit, die abgelaufen war.

Selbst wenn ich mich innerlich darauf vorbereiten konnte, oder die Vernunft sagte, dass er doch immerhin fast 91 Jahre wurde, dass der Tod nicht das Ende ist, so ist es letztlich immer zu früh.

Vielleicht ist man ein wenig dankbarer, dass man diese Person so lange an seiner Seite haben konnte, aber wenn man dann wieder andere sieht, die mit beispielsweise 95 Jahren noch immer fit sind, dann kommt auch dieses Gefühl von "Warum nicht er, wo er sich doch immer so fit gehalten hat" Warum nicht? Weil seine Zeit einfach vorbei war und er ein Recht hatte, zu gehen.

Nur langsam findet in der Trauer die vollkommene Akzeptanz ihren Platz, sodass die Trauer mit der Zeit sich in liebevolle Erinnerung wandeln kann.

Anfangs habe ich so sehr geweint, wenn ich Bilder meiner Kindheit mit meinem Vater sah, oder andere Bilder von ihm aus längst vergangenen Zeiten. Aber das war töricht, denn diese Vergangenheit war ohnehin längst vorbei. Die Zeit geht vorwärts - immerzu. Es ist Unsinn eine Zeit zu betrauern, die 30, 40 oder gar 50  Jahre zurück liegt, denn auch wenn mein Vater noch am Leben wäre, diese Zeit wäre dennoch vorbei.

Mein Vater hat sich immer um das Grab seiner Eltern gekümmert und nun kümmere ich mich um dieses Grab, das nun auch seines geworden ist. Tröstlich waren die Besuche dort kaum, im Gegenteil, zumeist verließ ich mit Tränen in den Augen diese Stätte, war aufgewühlt, voller Trauer und das Vermissen war groß. 

Zu nahe waren noch die Erinnerungen, wenn wir gemeinsam das Grab besuchten, oder aber auch der Gedanke, dass dort unten nun sein Körper ruht, der Körper, denn ich so lange kannte und den ich nie mehr wieder sehen oder gar seine Stimme hören würde.
Andererseits spüre ich meinen Papa sehr oft in meiner Nähe, aber eben auf einer ganz anderen Ebene - nicht auf jener, die wir Menschen im Allgemeinen gewohnt sind.

Friedhöfe sind aber auch Orte der Begegnung, denn so traf ich beim Gießen der Blumen so manche Personen, die ich sonst eher weniger sehe und es ergaben sich so manche Plaudereien.
Vielleicht ist auch das der tiefere Sinn eines Friedhofes, dass sich im Gedenken der Toten, die Lebenden näher kommen.

Jemand sagte zu mir, dass das 1. Jahr das Schlimmste ist, weil alles zum ersten Mal ohne diese Person statt findet. So erlebte ich im Dezember das erste Mal seinen Geburtstag ohne ihn, danach Weihnachten, Neujahr, den Frühling, Ostern, den Sommer, meinen Geburtstag und letztlich seinen 1. Todestag. War der 22. November 2017 ein sonniger, heller Tag, so war der heurige 22. November ein trüber, typisch grauer Novembertag. Oft musste ich an das Jahr zuvor denken, in dem mein Vater schon pflegebedürftig war und nicht mehr der über die Felder radelnde oder marschierende Mann.

In diesem Jahr ist so viel passiert, dass ich oft das Gefühl habe, dass kein Stein auf dem anderen geblieben ist. Es war ein Jahr des "sich lösens" von vielem, dessen Zeit genauso abgelaufen ist.

Das Leben stellt uns manchmal vor Herausforderungen, die uns zu übermannen drohen und es ist leicht gesagt, dass nach dem Chaos wieder eine neue Ordnung kommt, wenn man sich gerade mitten im Chaos befindet. Dennoch, findet jedes Chaos ein Ende. Schritt für Schritt vorwärts gehen und sich entsprechend Hilfe und Unterstützung holen.

Nach dem 1. Trauerjahr hat sich ein fast tägliches Meer von Tränen mittlerweile in zeitweilige Bächlein verwandelt und es ist gut. Trauer darf sein, Trauer soll sogar ausgelebt und raus gelassen werden, sonst kommt sie in ganz anderer Form zu einer ganz anderen Zeit hervor.
Trauer darf kommen und gehen, sie ist menschlich. Darin ein zuhause zu finden und zu verweilen ist weder im Sinn unserer lieben von uns Gegangenen, noch kann es der Sinn des Lebens sein.

Ich glaube, ich habe noch nie so viele Tränen vergossen, wie in diesem Jahr, aber mittlerweile lächle ich das Bild meines Vaters schon an und bin dankbar, dass er mein lieber Papa war, wir uns hatten und füreinander da waren.

Wenn du traurig bist, dann weine und wenn du glücklich bist, dann lache!

Erlaube dir stets so zu sein, wie dir ums Herze ist, alles andere wäre ein Verrat deiner Selbst!

Von 💗 zu 💗











(c) Erika Klann