Freitag, 5. April 2019

Vom Veilchen, das einfach nur blüht



Es ist mittlerweile ungefähr fünf Jahre her, dass meine Tochter ein Veilchen nachhause
brachte. Sie wohnte damals noch bei mir und hatte es von einer Patientin bekommen.

Zunächst war meine Freude nicht so groß, weil ich zum einen nicht wusste, wo ich es hinstellen soll und zum anderen den Glaubenssatz vertrat, dass diese blühenden Zimmerpflanzen ohnehin bald kaputt werden....Eine Meinung, die ausschließlich meiner Erfahrung, nicht aber meinem Wissen entstammt.

So "wohnt" nun seit einigen Jahren dieses Veilchen bei mir, das ich immer gieße und auch manchmal dünge. Als es zu mir kam, blühte es, verlor dann die Blüten und zu meiner Überraschung konnte ich schon bald sehen, dass sich unter den Blättern neue Blüten verbargen.

So vergingen die Jahre, das Veilchen hat bald einen fixen Platz bekommen, blüht mehrmals im Jahr und zu meiner Verwunderung doch auch unter etwas widrigen Umständen, denn es ist kaum in der Erde verwurzelt und dennoch.......es blüht und blüht... ja selbst die Übersiedlung im Winter hat es ganz locker weggesteckt.

Das Veilchen tut das, was ein Veilchen tut - blühen, wachsen und gedeihen.
Es kümmert sich nicht die äußeren Umstände, denn es hat alles was es braucht -
Einen Topf - Licht - und Wasser!

Was brauchst du um zu wachsen und gedeihen - bzw. um glücklich zu sein?
Materielle Güter? Viele Freunde? Viele Urlaube? 
Was bist du bereit, dafür zu tun?
Lebst du etwas, was du gar nicht bist? 
Hast du das Gefühl, dass du "blühst" oder eher nicht?

Machen wir es wie das Veilchen - blühen wir einfach! 💝

Von 💖 zu 💖  










(c) Erika Klann

Freitag, 22. März 2019

Bleibt uns am Ende des Lebens zu wenig Zeit? 🕣🕘🕗🕕🕓


In einem Gespräch über unsere momentane Zeitenergie, der Schnelllebigkeit der
Tage, Wochen und Monate fiel folgender Satz:

"Am Ende unseres Lebens wird uns zu wenig Zeit bleiben"

Hmmm, ist das so?  Die Tage verlaufen manchmal tatsächlich in Windeseile.

Aber ganz egal, wie schnell oder langsam uns die Zeit erscheint, DAS ist das LEBEN.
Die Zeit, die uns in diesem Leben zur Verfügung steht und wie wir sie nutzen liegt bei uns.

Wir erleben ZEIT immer subjektiv. Ich habe das Gefühl, dass die Stunden langsamer vergehen, wenn ich "laannngsamere" Dinge mache.
Wenn ich im Sommer auf meiner Liege sitze, den Blick über die Weiten des Neusiedler Sees schweifen lasse, dann vergeht die Zeit viel langsamer, als wenn ich eine Wanderung mache, oder wenn ich einen vollen Tagesplan habe.

Es scheint also, als dass sich unser Zeitempfinden unserem Tempo anpasst.

Wenn ich an die Jahre zurück denke, in denen mein Vater noch aktiv seinen Hobbies nachgehen konnte, da war er meistens beschäftigt. Dann wurde er krank! Körperlich hätte er sicher noch so einiges gekonnt, aber er war müde geworden und hatte sein Interesse weitgehend verloren. Mögliche Beschäftigungstherapien nahm er eher nur deshalb an, weil er uns einen Gefallen machen wollte, von sich aus hatte er keinen Antrieb mehr. Es wollte am liebsten im Bett liegen und hatte auch nicht mehr das Gefühl seine Zeit noch nützen zu müssen.
Alles war gut!

Wenn ich mir die Menschen im Pflegeheim ansehe, so gibt es welche, die sich noch beschäftigen, noch auf ihre Art und Weise aktiv sind und jene, die einfach keine Interessen und Wünsche mehr haben. Ich habe auch schon gesehen, dass im Aufenthaltsraum der Fernseher lief, aber niemand der BewohnerInnen zuschaute.

Wir brauchen also keine Angst zu haben, dass uns am Ende die Zeit fehlt, weil es durchaus sein könnte, dass wir noch ausreichend davon haben, uns aber die Lust und Motivation fehlt, sie zu nutzen.

Ich denke, wir sollten ganz einfach im Moment zu leben. Unsere Tage so zu gestalten, dass wir sie lieben, wie sie sind und uns mit Menschen umgeben, die uns gut tun.

Selbst Tätigkeiten, die uns weniger Freude machen, könnten wir auch von einer anderen Warte betrachten. Man könnte sich beispielsweise freuen, dass man Geschirr hat, das man abwaschen kann, Kleidung, die man waschen und bügeln kann, oder einen Garten usw.
Pflichten zur Freude wandeln kann jeder nur für sich 💜

Wenn wir zulassen, unser Leben von einer anderen Perspektive zu betrachten, dann können wir an unserem Lebensabend auf erfüllende Jahre zurück blicken!

Von  💝 zu 💝 







(c) Erika Klann

Samstag, 16. Februar 2019

Dann kochte ICH Kohl...😂😂😂😂


In meiner Kindheit aß ich eigentlich fast alles, am Liebsten jedoch Fleischgerichte oder Mehlspeise. Gemüse war damals nicht so mein Fall.
Interessant, wie sich alles gewandelt hat, denn jetzt ist es umgekehrt.

Jedenfalls war mein absolutes "Horroressen" der Kohl. Egal wie groß mein Hunger zuvor gewesen sein mochte, sobald ich nachhause kam und der Duft von Kohl in der Luft lag, war ich augenblicklich satt, satt in allen Bereichen. Ich hasste Kohl! Meine Eltern akzeptierten dies im Laufe der Jahre, kochten aber weiterhin ab und an mal ein Kohlgericht. "Kohl ist ja gesund!" Aber es nützt nichts etwas Gesundes zu essen, wenn einem davor ekelt, weil es dann nicht ankommt. Wichtig ist doch hinter allem schlussendlich der Genuss

Ich hatte nun sicher mindestens 3 Jahrzehnte keinen Kohl gegessen und ganz ehrlich, es fehlte mir nichts. Das ist die Freiheit, des Erwachsenseins, dass man wählen kann, was man wann zu sich nimmt - natürlich auch mit allen Konsequenzen.

Nun ernähre ich mich seit einigen Jahren bis auf Fisch vegetarisch und ich vermisse nichts, im Gegenteil, ich entdecke neue Gerichte und Möglichkeiten.

Vor einigen Jahren war ich bei einer Tante auf Besuch und sie bereitete unter anderem große Kohlblätter für Kohlrouladen vor. Damals schon sah dieser mir eigentlich verhasste Kohl irgendwie so verlockend aus. Diese saftig, großen, grünen Blätter wirkten richtig einladend. In den darauf folgenden Jahren bemerkte ich in den Regalen diverser Geschäfte immer wieder Kohl, der mich immer anzulächeln schien. Gerade so, wie der rote Apfel aus dem Märchen Schneewittchen. "Komm kauf mich und iss mich," schien er mir zuzuflüstern. Da ich aber seit Kindesbeinen wusste, dass er mir nicht schmeckte, kaufte ich ihn natürlich nicht.

Dieser Tage besuche ich einen Selbstbedienungsbiostand und entdeckte dort wieder frischen Kohl und dann war es soweit. Ich konnte nicht widerstehen und kaufte einen kleinen Kohlkopf und freute mich richtig darauf ihn zuzubereiten.

Ich kochte für mich ein Kohlgericht, hatte Freude daran und es schmeckte mir sogar!!!

Wer hätte das jemals gedacht! Hätte mir das jemand vor 30 Jahren gesagt, hätte ich ihn freundlich gefragt, wie er auf so eine absurde Idee kommen kann.

Was ich mit dieser kleinen Geschichte eigentlich zum Ausdruck bringen möchte ist, dass wir uns entscheiden, ob wir unsere Gedanken und Glaubensmuster verändern und los lassen, oder ob wir ewig daran festhalten.

Ob man nun Kohl isst, oder nicht, ist relativ egal. Jedoch gibt es viel größere Dinge, an denen wir festklammern und uns so selbst behindern, freier zu sein. Freier und unabhängiger. Die Auswahl wird größer.
Es war meine Wahl etwas zu verändern, etwas zuzulassen, von dem ich dachte, dass es nicht gut ist, doch es ist gut und hat mich reicher in meinem Inneren gemacht.

Wo behinderst du dich? Hältst an alten, gewohnten Glaubensmuster fest?

Sich immer wieder neu auszurichten, neue Gedanken zuzulassen - dahinter verbirgt sich eine große Fülle. Das soll nicht bedeuten, dass alles "Alte" schlecht ist und keine Berechtigung mehr hat, aber neue Gedanken erweitern die Auswahlmöglichkeiten.


Von 💝 zu 💝











(c) Erika Klann

Mittwoch, 30. Januar 2019

Wenn die alten Schuhe nicht mehr passen - mal angenommen, das Leben wäre ein Schuhgeschäft 😄😄😄


In letzter Zeit beschäftige ich mich wieder verstärkt mit verschiedenen spirituellen Lehrern oder alternativen Heilmethoden und deren Grundgedanken. Manches spricht mich mehr an, anderes wieder weniger.

Es gibt so viele Möglichkeiten, wie wir Menschen zu einem besseren, leichteren und glücklicheren Leben gelangen können. Gerade so wie in einem Schuhgeschäft, in dem wir sämtliche Schuhe probieren können, bis wir das richtige Paar gefunden haben. Jeder kann sich aussuchen, was für ihn passt: Schuhe mit Schuhbändern, oder Schlüpfer, aus Lack, Leder oder Stoff, bequem oder elegant und am Ende auch noch die Farbe. 👞👟👠👡👢👣

Die Frage ist nur, ob wir auch bereit sind, uns dieses große Angebot anzusehen, bzw. uns überhaupt dafür zu öffnen und es gar auszuprobieren.

Leider sind viele Lehren oder Lehrer davon überzeugt, dass "ihr" Werkzeug, das einzig Wahre ist. Ich bin der Meinung, dass jeder das findet, was er braucht und für seinen persönlichen Weg wichtig und richtig ist.

"Nicht für jeden ist vollkommene Heilung vorgesehen," las ich in dem Buch eines Rückführungstherapeuten.

Ich finde die Rückführungstherapie eine überaus spannende Möglichkeit so manches Leid hinter sich zu lassen, gleiches passiert auch in "Past-Life-Kinesiologie-Sitzungen", aber wenn sich das Problem nicht und nicht löst, so gibt es ausreichend andere Methoden, wie man zu einem ausgeglicheneren Leben gelangen kann. Ich liebe es, meine Klienten mittels Cranio Sacral Balance oder Kinesiologie zu begleiten, lasse aber auch dabei Aspekte anderer Methoden zur Verbesserung der Gesundheit einfließen.

Der Mensch ist einfach mehr, als ein rein körperliches Wesen! Das ist einfach so!
Leider lassen wir dies zumeist außer Acht und suchen im Schicksal den Feind oder meinen unser Körper wäre unser Feind, dabei verdrängen WIR ständig seine Botschaften, die uns zu unserem Innersten führen könnten.

Der wichtigste Punkt, bevor du das Schuhgeschäft betrittst, lautet "sich einlassen".
Bin ich bereit und lasse ich mich darauf ein, dass ich mein Leben verändern kann, traue ich mir neue Schuhe zu oder lasse ich lieber alles beim Alten und leide weiter, gehe wortwörtlich mit Blasen durchs Leben, weil man ja eh nichts machen kann?

"Gedanken sind frei", sagt man so schön, dabei erkennt man viel zu selten, wie unfrei alte, lang gehegte Gedankenmuster machen.

Wir selbst sollten unser bester Freund sein, viel zu oft sind wir jedoch unser größer Feind.

Die Entscheidung liegt letztendlich immer bei uns selbst, so wie beim Einkauf im Schuhgeschäft.
Willst du ein Leben lang mit Schuhen laufen, die dir Schmerzen bereiten, oder darf es auch einmal was Neues sein?

Von 💖 zu 💖















(c) Erika Klann