Freitag, 3. Februar 2017

...und es gibt auch diese Tage... 🌁🌁


Es war an einem Samstag. In der Nacht zuvor hatte ich einen merkwürdigen Traum, der mich aus dem Schlaf riss. Diese merkwürdige Stimmung blieb bis zum Morgen und so erwachte ich etwas gedämpft. Draußen war es kalt und nebelig. Mein Frühstück aß ich mehr im Reflex als zum Genuss. Nachdem ich spät aufgestanden war, war es auch schon fast Mittag bis ich mein Frühstück beendet hatte. Ich entschied mich für ein Bad, bevor ich einkaufen gehen wollte. Aber die Sache mit dem Bad lief nicht wunschgemäß, denn mein Warmwasserspeicher spielte mir einen Streich und so war das Badewasser fast kalt.....es wurde schon fast wieder dunkel, bis ich endlich zum Einkaufen gehen bereit war. Im Supermarkt war die Auswahl schon reduziert und schon bald machte ich mich wieder auf den Heimweg - jedoch, nicht ohne mir einen Strauß Tulpen zu schenken.

Ich brauchte etwas für meine Seele, denn an diesem Tag war ich gar nicht lustig. Gewisse Lebensumstände machten mir heute ganz besonders zu schaffen und wie das nun mal so ist, sobald sich das Gedankenkarussell zu drehen beginnt, wird es schneller und schneller und schneller - es dreht sich und dreht sich und dreht sich. Man droht beinahe in seinen eigenen Gedankensumpf zu versinken. Sich dann aus Frust irgendwohin zu begeben, macht gerade an so einen Tag wenig Sinn.

Ich entschied mich ein Buch zu lesen.
Kein Sachbuch, oder spirituelles Buch, nein einfach einen Roman, der mich unterhalten sollte.
Das tat er dann auch.Wohl brachte er mich zum Nachdenken, aber das empfand ich letztlich auch wieder angenehm. Ich las und las und las. In meiner Vorstellung sah ich mich schon im Morgengrauen das Buch zuklappen, aber dazu kam es nicht, weil irgendwann nach Mitternacht wurden meine Augen müde und die Buchstaben verschwammen.

Aber etwas ganz grundlegendes hatte sich geändert. Der Tag hatte durch das Lesen das Buches eine positive Wende bekommen. Ich hatte mein Gedankenkarussell verlassen und meine Traurigkeit war ebenfalls verschwunden. Zufrieden ging ich gegen 2 Uhr schlafen. 

Am nächsten Tag war es draußen wieder nebelig, aber das war mir egal. Ich begann den Tag wieder positiv, genoss mein Frühstück und begab mich zu einem ausgiebigen Marsch durch den Wald. Der Nebel machte alles so seltsam still und dennoch, wenn ich anhielt und nur horchte, konnte ich so viele kleine Geräusche vernehmen. Ich war voller kreativer Ideen. Alles war wieder gut.

Wer kennt sie nicht, diese Tage, des Grübelns? Tage, in denen man sich beinahe ein wenig ausgeliefert fühlt. Aus meiner Sicht ist es ganz gut sich diesen auch mal hinzugeben, durch den Zustand durchzugehen. Das hießt nicht, dass man es toll findet, aber auch nicht dagegen kämpft. Anhalten und sich Gutes tun. Sich selbst gut versorgen.

Manches Mal finden wir uns in Situationen, die uns nicht gefallen, aber nicht jede Situation lässt sich auf der Stelle verändern. Was wir verändern können, sind unsere Gedanken und Einstellungen dazu.

Bei mir wurde aus einem vermeintlichen Depri-Tag doch noch ein guter Tag, denn das Buch bereitete mir große Freude, abgesehen davon tat ich mir Gutes, in dem ich gut für mich sorgte, in dem ich mir Blumen kaufte, den Raum entsprechend beduftete, mir gutes Essen und Trinken gönnte und es mir echt gemütlich machte. Ich sorgte dafür, dass ich mich in meiner Haut wohl fühlte.

Man könnte auch sagen, Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Denn niemand sonst, ist für dich verantwortlich, nur DU 🌞


Von 💖 zu 💖





(c) Erika Klann

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