Freitag, 14. April 2017

wenn aus Verantwortung Schuld werden kann


Im letzten Jahr besuchte ich einen Tagesworkshop von Byron Katie - „The Work“. Es war sehr spannend und gleichzeitig faszinierend, wie Katie ganz egal mit welchem Anliegen jemand zu ihr auf die Bühne kam, wie schrecklich es einem manchmal sogar erscheinen mochte,  mit sanfter und ruhiger Stimme "Is it true?" (ist es wahr)  fragte. 🌞

Es geht dabei nicht darum, dass sie nachfragt, ob diese Situation tatsächlich passiert ist, sondern es geht viel mehr darum, seine Gedanken zu verändern und dabei auch seine eigene Verantwortung zu erkennen.

Nach diesem Workshop begann ich endlich das Buch von ihr "Lieben was ist" zu lesen. Ich hatte es schon vor längerer Zeit vom Freund  meiner Tochter geschenkt bekommen. In dem Buch ist "The Work" mit vielen Fallbeispielen beschrieben und langsam aber doch habe ich es nun bald fertig gelesen.

Was mir aber nach all den Zeilen in den Sinn kam, war der Gedanke, dass es ganz sicher gut  ist "umzudenken" und dass wir sehr oft auch unseren eigenen Anteil an den verschiedensten Geschichten haben, aber was ist, wenn sich jemand plötzlich nicht mehr als Opfer sieht, sondern als Schuldigen?

Wer von uns kennt sie nicht, diese flüchtig dahin gesprochenen Selbstbeflegelungen:
"Was bin ich denn nur für ein...."

Sich selbst oft beschimpfen wird wahrscheinlich nicht spurlos vorübergehen. Wie ein Mantra ist man vielleicht irgendwann  unbewusst der Meinung "ja doch ein .... zu sein".

Ich bin absolut davon überzeugt, dass Selbstverantwortung ganz wichtig für das persönliche Wachstum ist, aber kann es gut sein, sich auf immer und ewig mit "Schuld" zu beladen?

Jeder macht größere oder kleinere Fehler auf seinem Lebensweg.
Diese Fehler können unsere Lehrer sein, wenn wir uns dafür öffnen.
Die Vergangenheit lässt sich nicht verändern, nur in der Zukunft kann man Dinge neu betrachten.

Sich lebenslang mit Schuld zu beladen, oder mit "was hab ich nur getan" - "was war ich nur für ein..." etc. etc. macht nichts mehr rückgängig. Alles, das gestern oder noch vor einer Minute passiert ist, gehört unwiderruflich der Vergangenheit an.

Bevor man also hadert oder sich den Kopf schwer macht, würde man die Lösung und seinen Frieden in Form von Selbstvergebung finden. Nur wer sich selbst vergibt, seine Fehler in sein Herz nimmt und sie in der Vergangenheit lässt, ist in der Lage auch anderen zu verzeihen.

Verzeihen ist der Schlüssel zur Selbstliebe 💓 und einer friedlichen Welt.🌍🌎

Das muss natürlich nicht bedeuten, dass du dich mit Menschen umgibst die dir nicht gut tun, aber der Frieden, den du dir im Herzen schaffst, gehört nur dir ganz allein.


Wenn du deine eigene Großartigkeit und dein Potential erkennst, dann ist es möglich dir selbst zu verzeihen.

Es liegt an DIR, wann du bereit dafür bist!

Von 💖 zu 💖








(c) Erika Klann

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