Samstag, 9. April 2016

über die Gesundheit - oder anders gesagt (m)eine Auslegung von Körper - Geist - Seele

Körper

 
Unser Körper ist unser "Fahrzeug" durch dieses Leben und funktioniert aufgrund verschiedener biochemischer Vorgänge. Ich bin keine Medizinerin, aber soweit ich es verstehe, ist ein ausgewogener Säure-Basenhaushalt eines der wichtigsten Voraussetzungen, damit unsere Biochemie einwandfrei funktionieren kann. Einen ausgewogenen Säure-Basenhaushalt erlangen wir durch ausgewogene Ernährung, aber auch durch Bewegung an der frischen Luft, damit Sauerstoff in unsere Zellen gelangen kann. Dafür ist ein gleichmäßiger, tiefer Atemrhythmus nicht unerheblich.
 
Viele werden sich jetzt denken, "naja ich atme eh".... ja das glaubt man, aber ich selbst konnte in  meiner Praxis schon mehrmals erkennen, wie unterschiedlich Menschen tatsächlich atmen. Bei manchen hört der Atem in der Entspannung nahezu auf. Wenn ich manche Klienten auffordere tief ein- und auszuatmen, tun manche es fast unmerklich. Manche können nicht fest ausatmen usw. So kann ich nur jedem empfehlen, und ich tue es selbst auch, sein Atmen immer wieder zu überprüfen. In sich hineinhorchen und bewusst in seinen Bauchraum hineinzuatmen und gaaanz lange und fest auszuatmen.
 
Nun ist da also unser Körper mit seiner Biochemie und ich behaupte, dass wir grundsätzlich alle gleich funktionieren (würden).... was unseren Körper jedoch, wenn wir rein auf der körperlichen Ebene bleiben, massiv in seinen Funktionen beeinflusst, sind einerseits die Umweltbelastungen und alle Substanzen, die wir uns zuführen, bzw. schon von Kindesbeinen an zugeführt bekommen. Das beginnt bei Impfungen, denn egal wie man grundsätzlich zu diesem Thema steht, die meisten, wenn nicht alle enthalten Aluminium. Zahnfüllungen aus Amalgam enthalten Quecksilber. Viele Lebensmittel sind stark behandelt und mit Chemie versetzt.
 
Wir haben zwar Organe, die uns beim Entgiften helfen, jedoch macht es immer die Menge. In vielen Lebensmitteln ist beispielsweise Zucker enthalten.(sogar in Käse und Wurst!) Zucker in großen Mengen genossen, beansprucht unsere Organe sehr stark, vor allem, wenn wir sie nicht mit basischen Lebensmitteln unterstützen. Nun mag das Löffelchen Zucker nicht DAS Problem sein, aber Softgetränke, denen extrem viel Zucker beigesetzt ist, übersäuern den Körper über ein hohes Mass. Nun gibt es Menschen, die täglich 10 Dosen Energiegetränke (kein Spaß!) zu sich nehmen, oder MEHRERE Liter Cola (am Tag) - dazu kommt, dass viele Lebensmittel mit Zucker konserviert sind. Dieses Übermaß an Zucker muss der Körper einmal verarbeiten. Das ist Hochleistung pur! Dazu kommt noch diese Energie des Zuckers, der den Körper gar nicht zur Ruhe kommen lässt.
 
Ein Buch, das sehr gut  den Säure-Basen-Haushalt, die Auswirkung von Amalgam im Zusammenhang mit Pilzen, Antibiotika  uvm. sehr logisch und nachvollziehbar erklärt ist
"Natriumbicarbonat - Krebstherapie für jedermann" von Dr. Mark Sircus - wie man das darin Geschriebene für sich selbst umsetzt liegt ohnehin in der Verantwortung jedes Einzelnen.
 
Nun ist es so, dass vermutlich die Wenigsten auf einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt achten, oder zumindest eine große Mehrheit nicht. Das würde ja bedeuten, dass wir alle an den gleichen Krankheiten erkranken müssten. Wie kommt es also, dass es so viele unterschiedliche Krankheiten gibt?
 
Genau diese Frage führt mich zum nächsten Punkt.......
 
 
 

 
 
 

Geist


Was tust du für deinen Geist? Was bringt deine Zellen zum Schwingen?
Wie oft gehst du in die Natur und erfreust dich an den Blumen, Bäumen, Blüten, an den Sonnenstrahlen? *
*(Sonne ist Leben - sie nährt uns mit Vitamin D - die meisten Pflanzen gedeihen bei Sonnenlicht.)  
An Bergen oder Seen, oder lässt dich vom Rauschen des Meeres tragen?
 
Wie oft hörst du angenehme, positive Musik?
 
Liest ein schönes, inspirierendes Buch?
 
Gehst in ein Theater, oder Musical. Ein Konzert? Ein Kabarett? Wie oft gehst du Tanzen?
 
Schaffst du etwas Kreatives mit deinen Händen, wie Töpfern, Nähen, Stricken, Häkeln, Malen usw?
 
Kümmerst du dich um ein wohliges, gemütliches Zuhause?
 
Durchforstest du auch immer wieder deine Kästen und Schränke und verabschiedest Dinge, die dir nicht mehr gut tun und dienlich sind?
 
Oder lässt du dich von diversen Social Media mit negativen Nachrichten, negativen Bildern, negativen Schlagzeilen tagtäglich zumüllen? Teilst diese Negativität sogar noch auf deiner Pinwand z.B. im Facebook?
 
Ich bin vor längerer Zeit über einen Film gestolpert, der mehr als 3 Minuten dauerte - ich sah nur ein paar Sekunden zu. Dabei wurde ein Hund von 2 Personen gequält und die Person die diesen Film veröffentlichte fragte, wer diese beiden Peiniger kennt. Ich frage dich heute - kannst du 3 Minuten zusehen und filmen, wie ein Lebewesen gequält wird?? In den 3 Minuten, hätte  man diese Leute zur Rede stellen können, oder die Polizei rufen, oder ihnen nachgehen, um herauszufinden wo sie wohnen......
 
Ich schau mir so etwas gar nicht mehr an, geschweige denn, dass ich so etwas teile - falls du dich von solchen Dingen mitreißen lässt, vielleicht sogar im Glauben etwas Positives zu tun - dann überlege dir einmal wie viel negative Energie du in Wahrheit damit verbreitest. Achte auch einmal darauf, wie es dir geht, wenn du viele solcher Nachrichten hintereinander hörst oder siehst. Tut dir das gut?
 
Tageszeitungen sind oft voll mit Negativmeldungen - achte einmal, wie es dir geht, wenn du so eine Zeitung gelesen hast. Was löst es in dir aus?
 
Freude, Glück und Zufriedenheit?
 
Überlege einmal kurz? Was könnte für deinen Geist die "gesündere" Wahl sein?
 
Keine Sorge, die wirklich wichtigen Nachrichten erreichen dich ohnehin.
 
 
 
 

 Seele

 
Wir sind fühlende Wesen und wenn wir Kinder sind, sind wir auf die Hilfe, den Schutz und die Liebe unserer Eltern angewiesen. Wenn wir diese nicht im ausreichenden Maß erhalten, entsteht Mangel bzw. verschiedenste Prägungen. Als "abgebrühter" Erwachsener scheinen diese ursächlichen Prägungen vielleicht manchmal lächerlich, aber als kleines Kind hat es mit unserer Seele etwas gemacht und je tiefer die Kerbe, desto tiefer die Prägungen, die immer wieder bei ähnlichen Vorkommnissen zwangsläufig abgerufen und verfestigt werden.
 
Dabei geht es nicht darum, unsere Eltern anzuklagen. Überhaupt nicht. Grundsätzlich geht es darum, mit unseren Eltern in Frieden zu kommen und sie mit Liebe anzunehmen. Ganz egal wie nun unser Vater/unsere Mutter war, selbst wenn der Vater ein Schläger oder Alkoholiker war, oder gar nicht oft verfügbar - jeder tat es so gut, wie er es konnte, so wie auch du, falls du  Mutter/Vater bist - es auch so gut machst, wie es dir möglich ist. Niemand ist frei von Fehlern.
 
Wenn du nun also diese Prägung z.B. bei einer Kinesiologie-Sitzung oder einer Aufstellung aufspürst, dann kannst du damit in Frieden kommen und dieser Mangel oder dieses Muster löst sich auf. Je nachdem wie tiefsitzend diese Prägung oder wie offen der Einzelne ist, umso einfacher und rascher kann eine(Los-) Lösung statt finden.
 
Um zum Thema mit dem Zucker zurück zu kommen. Zucker macht süchtig. Bei Süchten steckt auch immer eine Verletzung dahinter.
 
Zucker ist doch bei den meisten Kindern ein Belohnungsmittel gewesen und ich denke auch heute noch immer. Wie oft tröstet man sich bzw. belohnt sich mit etwas Süßem? Etwas Süßes ist auch nicht so schlimm - aber ein paar Liter Cola täglich schon.....
 
Man soll sich auch selbst belohnen und sich selbst eine Freude machen - aber eben im "gesunden" Rahmen - ein Shoppingsüchtiger, der alles kauft, was im gerade gefällt und somit ständig seinen Kontorahmen sprengt, macht sich unterm Strich keine Freude....im Gegenteil, er schwächt seinen Selbstwert.
  
 
Nachdem unsere Seele unsterblich ist, kann es auch vorkommen, dass Prägungen schon in vorigen Leben stattfanden. Auch das kann sich in einer Kinesiologie-Sitzung (sog. Past-Life) oder Aufstellung zeigen.
 
 
Für jene, die sich hier wieder "die Glaubensfrage" stellen - es gibt sehr viel Literatur betreffend Rückführungstherapie. Ich kann nur sagen, "lese dich einmal ein, oder besuche einmal eine Aufstellung und die Glaubensfrage wird wie von selbst verschwinden."
 
 
Prägungen in früheren Leben oder auch im Mutterleib während der Schwangerschaft (wenn z.B. die Mutter eine schwierige Situation zu bewältigen hat), können Auslöser dafür sein, dass eine Kinderseele schon sehr früh in Unausgeglichenheit ist und der Körper eine Krankheit entwickelt.
 
 

 

Körper - Geist - Seele

 

Wenn man sich auf diese 3 Einheiten des Menschen einlässt und dafür Sorge trägt, dass sie im Einklang sind, dann steht einem gesunden glücklichen Leben aus  meiner Sicht nichts im Weg.
 
Meistens sind wir nur bedacht, körperliche Unbefindlichkeiten möglichst rasch mittels chemischer Zusätze aus dem Weg zu räumen. Was wir aber tatsächlich tun, ist diese Unbefindlichkeiten zu überdecken, ohne uns Gedanken über das WARUM zu machen.
 
Jede Verletzung, sei sie nun körperlich oder seelisch ist in unserem Energiekörper gespeichert. Dies wirkt sich zusätzlich belastend auf unseren physischen Körper aus.
 
Ich habe bei Cranio Sacral Sitzungen schon Energiezysten aufgespürt, die mehrere Jahrzehnte alt waren, ohne dass sie zuvor besprochen worden sind. Energie IST ein wesentlicher Teil unseres Lebens. Sie ist genauso wichtig, wie unsere Biochemie.
 
Du bist 3 in 1 - deine Gesundheit ist deine Verantwortung und es gibt nichts wovor  man sich fürchten muss. Ganz im Gegenteil.
 
Körper - Geist - Seele ---> Mensch ---> Leben
 
Von Herz zu Herz
 
 
 
 
 
(c) Erika Klann
 

Freitag, 1. April 2016

Ostern, Feiertage, Tradition, Religion

Am vergangenen Wochenende war für einen Teil der Menschheit das Osterfest. Für Christen steht dieses Fest für die Kreuzigung und Auferstehung Jesu. Es gibt aber auch noch andere Ursprungsgeschichten für das heutige Ostern.
 
Nun was bedeutet Ostern für dich? Hat Ostern für dich überhaupt eine Bedeutung, egal ob nun im religiösen oder traditionellen Zusammenhang?
 
Seit ich mich auf den spirituellen Weg begeben habe, hat sich mein Weltbild sehr verändert. Es hat sich erweitert und ist nicht ausschließlich auf die christliche Lehre fixiert.
 
In der Vergangenheit habe ich gern, zumindest an Weihnachten oder Ostern, eine Messe in der Kirche besucht. Diesmal zog es mich gar nicht hin. Ostern mit den Palmkätzchen, der Osterdekoration und den gefärbten Ostereiern war heuer für mich mehr der Startschuss für den Frühling - zu einem neuen Jahreskreis, der sich (für mich) mit Weihnachten und Silvester schließt. Die Zeit von  Neujahr bis Ostern begreife ich als eine Zwischenzeit, eine Zeit des sich Sammelns und der Vorbereitung. Das kann man in der Natur auch ganz deutlich erkennen.
 
Ich glaube an Gott. Einen Gott, der den Menschen seinen freien Willen gegeben hat und damit auch die Verantwortung für das eigene Handeln.
 
Ich habe für mich festgestellt, dass Religionen sehr oft einschränkend sind. Man soll sich diesen oder jenen Gesetzen der Religion unterordnen, ohne zu hinterfragen, ob das wirklich von Gott so gewollt ist, oder ob es von Menschen festgelegt wurde (um zu.....)
 
Wofür sind Religionen nun wirklich notwendig?
Jemand, der sich der Institution der katholischen Kirche sehr nahe fühlt, sagte einmal zu mir "die katholische Kirche ist wichtig, weil sie versucht der Welt eine Ordnung zu geben"....
Naturvölker, beispielsweise Eingeborene im Urwald von Südamerika haben sicher auch eine Ordnung. Ja, selbst in der Tierwelt gibt es der Art entsprechende Ordnungen.
 
Brauchen wir also wirklich eine Religionsgemeinschaft um Ordnung zu erlangen?
Diese sogenannte Ordnung ergibt allerdings aus meiner Sicht eine Getrenntheit der Menschen. Sollte das wirklich im Sinne Gottes sein? Sind wir nicht alle Geschöpfe Gottes und liebt ein Vater nicht alle Kinder gleich?
So wie wir ALLE Teile unseres irdischen Vaters in uns tragen, sind wir auch ein Teil unseres göttlichen Vaters - ganz egal welcher Glaubensgemeinschaft der Einzelne angehört.
Scheint es da nicht verwerflich, dass der Mensch selbst sich in verschiedene Kategorien einordnet, ja sogar unter-ordnet?
 
Ich kann mir gut vorstellen, dass eine Glaubensgemeinschaft manchen Menschen Halt und Trost geben kann. Es ist auch nichts Verwerfliches daran zu finden, solange es die Freiheit und Bedürfnisse des Einzelnen nicht einschränkt bzw. beschränkt. Wie gesagt, Gott hat uns den freien Willen gegeben....
 
Gott bedeutet für mich Liebe und diese Liebe beginnt immer in uns selbst. Wenn wir selbst gut auf uns achten, dann können wir diese Liebe weitergeben, mit der gleichen Achtsamkeit, wie wir sie uns selbst entgegen bringen.
 
Wenn du selbst mit dir im Einklang bist - Körper - Geist - Seele, dann wirst du kein Interesse daran haben, anderen etwas Böses zu tun.
 
Dafür braucht es keine Religionsgesetze oder Vorgaben.
 
Jeden Sonntag in einer Messe zu beten, Gebete, die man seit Kindertagen kennt, ohne zu hinterfragen, was man genau betet, macht keinen Menschen besser bzw.  konnte ich noch nicht beobachten, dass praktizierende Gläubige "bessere", offenere, liebendere Mit-Menschen sind.
Manche Menschen tragen das Kreuz als Schmuckgegenstand und glauben aber in Wirklichkeit an gar nichts.
 
Wenn DIR Spiritualität Angst macht - dann schau gerade jetzt im Frühling einfach hinaus in die Natur, das Blühen der vielen Bäume und Sträucher mit ihren betörenden Düften, die vielen Arten von Blumen und Pflanzen die jetzt sprießen, das Summen der Insekten, das fröhliche Zwitschern der Vögel, die warmen Sonnenstrahlen, das Grün das mit jedem Tag satter wird.....da erkennst du Gott ganz deutlich und spüre in dich hinein, was all dieses Sprießen und Grün mit dir macht, auch diese Gefühle sind ein Teil von Gott, weil auch du ein Teil Gottes bist  :-)
 
Wenn du Lust hast, dann mach dein Herz ganz weit und lass diese wundervolle Frühlingszeit hinein. Dieses Gefühl darfst du dann gern an deine Mitmenschen weiterschenken.
 
Von Herz zu Herz
 
 
 
(c) Erika Klann

Samstag, 26. März 2016

Romeo - (m)eine Katzengeschichte



Ich habe euch schon öfters von unserem Kater Romeo erzählt. Er ist schon ein ganz Besonderer und hat mich schon oft zum Nach-Denken angeregt.

 

Nun ist er seit über einer Woche weg - er kam von seinem nächtlichen Ausflug nicht zurück....so lange war er noch nie weg und irgendwie habe ich schon die ganze Zeit das Gefühl, dass es Zeit ist.... Zeit Abschied zu nehmen. Die ganze Woche waren die Gefühle in mir "taub", erst nach einer Woche als ich über den Kater nachdachte rannen die Tränen und es wurde Zeit (m)eine Katzengeschichte aufzuschreiben.

 

Als Kind wollte ich immer Katzen. Zum Leidwesen meiner Eltern brachte ich immer Katzen nachhause. Auch später als ich schon in einer eigenen Wohnung lebte, hatte ich Katzen. Ich liebe diese Wesen einfach.

 

Mein letzter Kater (Mucki)  verbrachte seine letzten Jahre als Scheidungsweise bei meinen Eltern. Er war ein sehr tapferer Kater, der trotz Blindheit noch seine Runden im Garten drehte. Er wurde sehr alt um am Ende konnte er kaum noch gehen.

 

So sehr ich Katzen immer liebte, so lebte ich dennoch seit 1999 Katzenfrei und es war auch gut so......

 
Vor mehr als 3 Jahren tauchte wie aus dem Nichts eine Rassekatze im Garten meiner Eltern auf. Das Tier war total verängstigt und vernachlässigt. Wie sehr wir uns alle bemühten, sie ließ sich nur von meiner Mutter streicheln, alle anderen fauchte sie nur an. Wir wussten auch nicht, ob es sich um ein männliches oder weibliches Tier handelt, als sich eines Tages eine große Anzahl von Katern einfand, um sich mit der Katze zu vergnügen. Mein Vater war vollkommen aus dem Häuschen und erzählte später "fünf Kodan woarn do, ana hots buckt und viare hom zuagschaut" - was soviel bedeutet, wie "5 Kater waren anwesend, einer hat sie bestiegen, während die anderen 4 zugesehen hatten". Soviel Sex am helllichten Tag in seinem Garten, das schockierte meinen damals 87jährigen Vater sehr ;-) ;-)

 
Bald wurde Murrli (so nannte meine Mutter die Katze) immer runder und runder. Die 5 Kater hatten ganze Arbeit geleistet...Murrli erwartete Nachwuchs und wir bereiteten eine Wurfbox vor....

 
Murrli hatte zwar offenbar mehrere "Zuhause", dennoch wartete sie am besagten Tag vor der Tür meiner Eltern bis diese von ihrem Spaziergang zurück kehrten, um ihre Babies in der vorbereiteten Wurfbox zu gebären. Als mein Vater mich verständigte, waren schon 2 Katzenbabies geboren, bei der Geburt von weiteren zweien war ich anwesend. Ein tolles, einzigartiges Erlebnis.
 

Die Katzenmutter ging in Folge ganz in der Pflege ihrer Jungen auf, verließ das Haus fast nie, gleichzeitig durfte niemand ihre Jungen angreifen. Sie war noch ängstlicher und zugleich aggressiver als sonst. So beobachteten wir das Heranwachsen der Jungen mit Abstand und waren allesamt aufgeregt . Als die kleinen dann anfingen flügge zu werden, konnten wir das eine oder andere Kätzchen hervorlocken und streicheln. Die Kleinen hatten die Angst und Scheue ihre Mutter fast vollkommen übernommen. Sie fauchten teilweise genauso wie sie, wenn man sich ihnen näherte.





 

Eines dieser Kätzchen war besonders mutig. Das war Belinda, die einzige, die die langen Haare ihrer Mutter geerbt hat und der man ansieht, dass sie ein Mischling ist. Die anderen drei Katzenkinder waren/sind optisch "normale" Hauskatzen.

 

Meine Tochter wollte, dass wir eine Katze nehmen, aber ich wollte mir die Verantwortung nicht antun. Bei aller Liebe, aber NEIN...
... mein scheinbar harter Kern weichte sich aber Stück für Stück auf.... dennoch...

 
....  versuchten wir für die Kätzchen neue Besitzer zu finden, leider gab es nur Interesse für die langhaarige Katze und da kam mein NEID durch.... da ich noch nie so eine schöne Katze besessen hatte und nur Interesse an ihr bestand, beschloss ich kurzerhand, dass ich sie nur MIR gönne.... tja ....

 
.....und nachdem es für mich stimmiger war, zwei Kätzchen zusammen zu lassen, entschied ich einen der Tigerburschen dazu zu nehmen. ROMEO

 
Wir  mussten die beiden Kätzchen nach 3 Monaten  richtiggehend entführen, da Murrli ihre Kinder wie schon erwähnt, von niemand anfassen ließ.

 
Als die beiden Kleinen die erste Nacht bei uns waren, miauten sie natürlich sehr nach ihrer Mutter. Mit tat das Herz weh!

  
Romeo war damals schon der Ritter für seine Schwester. Selbst noch ein Zwergerl, stellte er sich immer mutig vor sie, oder kam sofort gelaufen, wenn sie miaute.


 

So kam eine aufregende Zeit für uns alle. Belinda kletterte auf alles, was sie erklettern konnte, sprich Vorhänge, Kästen, Fenster, Türen und Romeo eiferte ihr dann mit der Zeit nach. Als die Zeit kam, wo wir sie ans Freie gewöhnten, war auch sie die Mutigere die zuerst ihre Schritte in die Wiese wagte.


 

Meistens lagen die beiden beieinander bis Romeo in die Frühpubertät kam und seine Schwester ständig bedrängte und besteigen wollte. Da hatte Belinda ihre liebe Not.

 

Knapp vor ihrem 1. Geburtstag war Belinda 12 Tage verschwunden. Wir waren außer uns vor Sorge, umso größer war die Freude, als sie plötzlich wieder da war. Ausgehungert, aber wohlauf.

 

Romeo war damals richtig  beleidigt auf sie.... und wie aus Protest blieb er dann auch gleich mal eine Nacht weg. Das ging eine Weile so hin und her, bis beide brav jeden Morgen wieder da waren.

 

Romeo war schon so ein kleiner Prinz, der sich gern von seiner Schwester das Fell pflegen ließ, oder sich gern, am liebsten stundenlang streicheln ließ. Wenn man ihm am Kopf zwischen den Ohren Bussis gab, drückte er richtig dagegen. Das liebte er sehr. Er war ein richtiger Liebeskater mit einem "Herz" am Bauch.
 
 
 
 

Wenn er morgens herein kam, "begrüßte" er mich immer mit einer Art Brummen -"guten Morgen" schien es zu heißen. Dann ließ er sich auf den Boden fallen, streckte Vorder- und Hinterbeine von sich und rollte sich am Boden hin und her, in der Erwartung nun mal den Tag mit Streicheln zu beginnen.  Fressen tat er gern - und wenn Belinda später zum Fressen kam, dann fraß er gleich noch eine Portion "sicher ist sicher". War die Schlafzimmertür doch einmal einen Spalt offen, so ergriff er die Gelegenheit um schnell ins Bett zu springen. Wenn ich ihn rausholte, "keppelte" er. "Mau  mau"...protestierte er und ringelte sich zusammen. Wenn er den ganzen Tag geschlafen hatte, dann kam SEINE Ausgehzeit. Allerdings kam er, solange ich wach war, einige Male wieder nachhause um noch ein wenig zu fressen. Dabei stieß er mit den Pfoten durch die Balkonfliegengittertürklappe an die Balkontür, bis die Fliegengittertür aufsprang und dann "klopfte" er mit den Vorderfüssen solange an, bis ihm geöffnet wurde. War er dann satt und wurde nicht weiter beachtet - also in seinem Sinn gestreichelt - dann spazierte er im Wohnzimmer auf und ab und zwar vergleichsweise, wie wenn jemand ganz fest aufstampft. Statt Aufstampfen hörte man bei ihm die Krallen "klack klack klack klack" Das machte er mit so einer Penetranz, bis ich ihn wieder hinaus ließ.

 

Ja er wusste genau, was er wollte und wie er es meistens auch erreichte.

 

Er war auch sehr "nobel", denn in einem Katzenklo "sein Geschäft" zu verrichten, das macht jede Katze, er bevorzugte die Badewanne !! igittttttt !!!! Bald gab es eine Absperrung, damit er nicht ins Badezimmer gelangen konnte. (Die Tür muss offen bleiben, da im Badezimmer kein Fenster ist).  Sobald die Absperrung einmal vergessen wurde, war er wieder im Bad.

 

Er war auch ein toller Jäger. Brachte viele Mäuse und anderes Getier auf den Balkon. Das war weniger zu meiner Freude, weil ich die Reste dieser Tiere entfernen "durfte".
 
Natürlich war Romeo sehr großzügig und hätte auch mit uns geteilt - lautstark verkündete er ja immer wenn es einen "Snack" gab....

...wie schon erwähnt, gehörte Fressen zu seiner Leidenschaft und seine Gier kannte manchmal keine Grenzen - so fand ich einmal 5!!! erbrochene Mäuse am Balkon.
An diesem Tag war ihm wohl sehr übel, da er sich so gut wie gar nicht rührte.....

 

Wenn er eine Zecke hatte, dann blieb er brav liegen und ließ sie sich entfernen und Cranio Sacral mochte er sowieso.

 

Romeo hatte Zeiten, wo er meinte sein Revier "markieren" zu müssen - was vorzugsweise in der Wohnung passierte.... da war ich schon extrem grantig und dachte daran, die Tiere wegzugeben... vor einigen Monaten markierte er ganz extrem meine Küche - es war furchtbar und ich war sehr wütend und am Verzweifeln.
 
 
Nachdem ich mit meiner Tochter einmal ein Tierkommunikationsseminar besucht hatte, bat sie mich, mit unserer damaligen Trainerin Kontakt aufzunehmen, damit sie herausfinden konnte, warum Romeo ein solches Verhalten zeigt. Das Gesprächsprotokoll war sehr spannend, denn die Tierkommunikatorin wusste nichts über meine Lebenssituation und die getroffenen Aussagen passten sehr gut - es wird immer ein wichtiges Dokument für mich bleiben.

Zwei kurze Zitate daraus:
 
Romeo: "Du bist stark, du brauchst so jemanden nicht".

 
"....denn es gibt einen Kater, der dich mehr liebt als sich selbst und der nicht genau weiß, wie er dir helfen kann...."

 
Ich habe das "Problem" beseitigt, und das Markieren war vorbei.

 

Ja, Romeo war ein Liebeskater, ein Kuscheltier, das sich total hingeben konnte und wusste, was es wollte.

Er zeigte mir auch immer wieder meine persönlichen Grenzen auf, den Grat zwischen Liebe und Verärgerung - oder auch wie es ist, mit den Folgen seines eigenen Neides umzugehen ;-)

 

Nachdem ich diese Geschichte aufgeschrieben hatte, stellte sich die Frage, ob ich Romeo abgeschrieben habe?

 

Was bedeutet "jemanden abschreiben" denn wirklich? Jemanden aufgeben, jemanden vergessen, nicht mehr an die Rückkehr glauben?

 
Wenn man der Wahrheit ins Auge sieht, so weiß man, dass die Chancen, dass er zurück kehrt, täglich sinken. Ich könnte jetzt im Leid und in meiner Trauer versinken, könnte mir alles mögliche Grausame ausdenken, was ihm passiert sein könnte.
Damit würde ich mir selbst ein Leid bereiten, das Romeo sicher nicht wollte.

 


Vieles ist möglich, es ist aber auch möglich, dass er sich ein anderes zuhause gesucht hat - so wie er eine Zeit lang eine Dame in der Nachbarschaft besucht hat, ja sogar bis ins Wohnzimmer gegangen ist...dabei mochte diese Dame Katzen gar nicht und noch weniger, dass er seine Häufchen in ihrem Garten machte....

 

So wie seine Mutter Murrli bei meinen Eltern aufgetaucht ist, und uns letztlich Katzenkinder hinterließ, so kann Romeo möglicherweise auch woanders "wirken". Katzen sind sehr spezielle, spirituelle Tiere.

 

Freilich schaue ich auch immer wieder mal, ob Romeo vielleicht doch am Balkon sitzt, aber er sitzt nicht - so bleibt mir nur die Erinnerung an diesen wundervollen Kater mit seiner sehr ausgeprägten Persönlichkeit und die Dankbarkeit über die fast 3 Jahre, die wir zusammen verbringen konnten.
 
 

Von Herz zu Herz



 
(c) Erika Klann

Samstag, 12. März 2016

Einen Sauger für den Sauger - oder aus Erfahrungen lernen



Heute als ich meinen Pelletsofen reinigte und ich mich plötzlich wieder einmal in einer Staubwolke aus Asche befand,  ich einen Staubsauger brauchte um den Ofen-Sauger zu reinigen, entstand diese  Nach-Denk-Geschichte......


 
 

 

......vor mehr als 4 Jahren beschloss ich, meine weniger wärmende Elektroheizung durch eine Pelletsheizung zu ersetzen. Dies zog eine Menge größere und kleinere Überlegungen, Veränderungen und Anschaffungen mit sich.

 
Eine "kleinere" Überlegung bzw. Anschaffung war die eines Staubsaugers zum Reinigen des Pelletsofens. Der Ofen produziert keine Asche im herkömmlichen Sinn, sondern es sammeln sich im Innenraum des Brennraumes die verbrannten Pelletsreste. Mein Pelletsofen "sammelt" sehr viel und nun galt es ein geeignetes Gerät zum Reinigen zu finden.

 
So machte ich mich auf die Reise und schaute mir dies und das an und überlegte....

 
1. Es gibt Aschesauger, die aber - so erzählte man mir - eher umständlich in der Handhabung sind. Die günstige Variante hat keinen Motor und wird an einen Staubsauger angeschlossen, wobei dieser als Motor dient. Davon riet man mir ab.
 

2. Die motorbetriebenen Aschesauger hatten ihren Preis, der auch dem Preis eines Allessaugers gleich kam. Nachdem ich eher praktisch veranlagt bin, kam mir ein Allessauger vorteilhafter vor, als ein reiner Aschesauger. Warum man einen Allessauger nicht für den Ofen nehmen soll, konnte mir niemand beantworten.
 
 
3. Normale Staubsauger soll man nicht zur Ofenreinigung heranziehen, da dies nicht gut für die Filter wären - so konnte ich in Erfahrung bringen.
 
.......aber ein Allessauger, der sogar für Werkstatt und Sägespäne geeignet sein soll - "da spricht doch nichts dagegen" so meine Gedanken.

 
So  kaufte ich also einen Allessauger !

 
Frohen Mutes ging ich damals daran meinen Ofen regelmäßig zu reinigen. Ich staunte nicht schlecht, als ich mich plötzlich inmitten einer riesengroßen Staubwolke in meinem Wohnzimmer befand!!!
 

Was war geschehen?

 
Der Staubsaugerbeutel war kaputt und so blies der Staubsauger alles was ich eingesaugt hatte an der Rückseite wieder hinaus und zwar mit voller Energie durchs ganze Wohnzimmer !

Juhuuuu, was für eine Freude, wenn das ganze Wohnzimmer mit einer "wundervollen" Ascheschicht bedeckt ist. Am Tollsten ist der staubbedeckte Fußboden..... wohin du auch steigst - du entrinnst fast nicht....

Das erste Mal konnte ich damit noch halbwegs vernünftig umgehen. Ich war zunächst froh, dass ich erkannte, woher das Problem kam.
 

Das nächste Mal bekam ich allerdings einen Schrei- und Heulanfall.

 
Ich möchte anmerken, dass ich damals gerade eine sehr herausfordernde Zeit hinter mir hatte - unter anderem auch meine 2. Scheidung und noch so einiges..... Ich war damals wirklich mehr als ruhebedürftig und da kam diese allumfassende "Wohnzimmerbestäubung" nicht sehr gut an.
 
Für den einen banal - für mich war es sowas wie ein I-Tüpfelchen.
(ich glaube solche Situationen kennen wir alle sehr gut - es braucht nur eine Kleinigkeit....)
 
Ich fühlte mich, als allumfassendes Opfer meines Lebens - ja, ein Häufchen Elend war ich - ärgerlich und wütend....
 
Aber ich hatte nun diesen Allessauger gekauft und es war an MIR das Beste daraus zu machen. Ich kaufte mir in Folge anstatt der Papierbeutel bessere Vliesbeutel, die nach meiner Vorstellung reißfester sein würden. Einmal hatte ich unter anderem zu große Beutel, was sich auch nicht positiv auswirkte, dann die Überlegung ob ich einen Filter anstatt der Beutel nehmen sollte usw. Eine Zeit lang gab ich immer alte Tücher über diese Schlitze wo eventuell Asche rauskommen könnte, damit im Falle des Falles der Schmutz nicht so ungehindert austreten könnte.

 
Du siehst, ich hatte mir einige Strategien zurecht gelegt und in den letzten Jahren passierte immer seltener ein derartiges Malheur und wenn, dann hatte ich gelernt, damit umzugehen.
 

Heute passierte ES nach langer Zeit wieder einmal. Dabei hatte ich den Staubsaugerbeutel erst gewechselt und acht gegeben, dass alles passt.
 

Ich hatte, nachdem die bewusste Staubwolke wahrgenommen hatte, gar nicht gesehen, dass der neue Staubbeutel kaputt ist ...und somit hatte ich keine Ahnung wie es zu dieser Staubwolke kam.

 
Es war mal wieder soweit - eine Aschewolke war in meinem Wohnzimmer niedergegangen. Überall lag feiner Aschestaub - Es machte den Anschein, als ob das Eingesaugte in verkleinerter, feinerer Form an der anderen Seite wieder rausgeblasen wurde.

 
Ein wahres Fest für die Sinne ;-)
 
 
Heute habe ich weder geschrien,  noch geweint. Ich begann einfach mit den Reinigungsarbeiten und nachdem im Behälter meines Ofensaugers Asche war, benötigte ich einen Staubsauger für den Sauger um die Staubwolke nicht weiter zu vergrößern.

 
Bei all dem Durcheinander wurde mir auf einmal klar (glasklar), dass ich diesen Staubsauger nicht mehr zum Ofenreinigen verwenden möchte. Ich werde mich nach einem reinen Aschesauger umsehen, bei dem die Asche keine Chance auf Entrinnen hat ;-)  - so ein Chaos brauche ich nicht mehr. Wenn man mit meinem Allessauger Sägespänne saugen kann, dann tut man das vermutlich in einer Werkstatt, wo es vielleicht weniger dramatisch ist, wenn es zu vermehrter Staubbildung kommt, aber im Wohnzimmer?? - NEIN DANKE!

 
Mein ursprünglicher Gedanke den Allessauger für verschiedene Dinge zu verwenden ging ohnehin  nicht auf, weil er so verrußt ist, dass ich ihn für etwas anderes gar nicht hernehmen möchte.

 

Was sagt DIR diese doch eher banale Geschichte - und was sagt sie mir?

 

Dass es manchmal ganz schön viele Aschewolken braucht, bis  man erkennt, was man tatsächlich braucht und passend ist.

 

In diesem Sinne, bevor du dich lange mit etwas quälst oder herumärgerst .....
Das Leben soll Spaß machen und nicht von "Aschewolken" getrübt werden, die DU in Wahrheit verhindern kannst.

Erkenne es und ändere es ! JETZT !

 
 
DU bist der Chef deines Lebens - steh dir nicht länger selbst im Weg !

Sei es dir WERT!

 
 
Von Herz zu Herz
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(c) Erika Klann

Samstag, 5. März 2016

Los Lassen - oder was dahinter steckt

Seit Jahren stolpere ich immer wieder über den Begriff "Los lassen".
 
Was genau verbirgt sich hinter los lassen? Was ist damit gemeint und wie kann es gelingen?
 
Sehr oft wird dieser Begriff mit Partnerschaft/Beziehung in Verbindung gebracht.
Dabei denken die meisten sicher der Ex-Partner muss raus aus dem Herzen, raus aus den Gedanken, weg alle Erinnerung. Einfach auslöschen, als wäre diese Geschichte nie passiert.
 
Ähnlich scheint es mir auch, wenn jemand verstorben ist. Nicht mehr drüber reden, verdrängen, weiter leben - Schwamm drüber.

Aber genauso funktioniert es nicht !

Egal was es los zu lassen gilt, so geht es darum, dieser Person/Arbeitsstätte/Wohnort etc. einen guten Platz in deinem Herzen zu geben und auch um das Nach-fühlen, warum etwas nicht mehr so ist, wie es war....
 
...warum ist ein z.B. Partner nicht mehr in deinem Leben? Was hat nicht funktioniert und was war dein Anteil daran? Gerade am Anfang einer Trennung sehen sich die "Verlassenen" als die Opfer - aber nach einer Trauerphase wäre es doch gut, wenn man einmal genau schaut, was der eigene Anteil war, dass es so gekommen ist. Hast du dem anderen wirklich die Wertschätzung entgegen gebracht, die du dir selber wünscht?
 
Los lassen bedeutet alles so An-Erkennen, wie es war und die bisherigen Glaubensmuster oder Schutzmechanismen aufzugeben und den eigenen Anteil am Scheitern einer Beziehung anzunehmen.
 
Das Gleiche gilt auch beim Los-Lassen eines Arbeitsplatzes.
Frage dich, ob du an jenem Platz wirklich rundum glücklich bist/warst. Ob die Arbeit genau das ist/war, was dein Herz erfreut, oder ob du "nur" des Geldes oder der Sicherheit wegen, wo länger geklebt bist, als dir gut getan hat, bzw. noch immer innerlich "klebst" obwohl du gar nicht  mehr dort bist.
 
Man kann auch an einem alten Wohnort gedanklich noch hängen. An einer früheren Heimat, die man aus verschiedenen Gründen verlassen hat.
 
Es macht dich nicht frei, wenn du darüber nachdenkst, dass dein Leben
- an dem früheren Wohnort
- mit einem/r früheren PartnerIN
- an einem früheren Arbeitsplatz
- mit einer anderen Ausbildung
etc.
besser und glücklicher wäre.
 
Nimm an, wie es gekommen ist. Übernimm deine Mit-Verantwortung.
Freue dich, dass du das alles erleben hast dürfen, weil es Möglichkeiten waren, DICH zu er-kennen.
- wer du bist
- was dich erfreut
- wofür du brennst
 
Schließe Frieden. Vor allem auch mit deiner Kindheit und deinen Eltern. Sie taten es so, wie sie es konnten, genauso geprägt aus ihren eigenen Erfahrungen und Glaubensmustern.
 
Es klingt immer so leicht, wenn man so etwas liest und dennoch gelingt es mit dem bloßen Wissen nicht immer.
 
Man kann damit beginnen, sich anderen Gedankenmustern zu öffnen. Seinen Horizont zu er-weitern. Um-zu-denken. Die Dinge, die dir nicht gut tun, einmal von der anderen Seite zu betrachten und auch einer anderen Wahrheit Platz zu machen.
 
In Aufstellungen zeigen sich auch immer wieder unsere Verbundenheiten mit unseren Ahnen. Wir übernehmen unbewusst Muster, die seit Generationen bestehen. Flüche, Schwüre oder Eide aus vorigen Leben können gleichfalls ein Hindernis dafür sein, warum ein Los-Lösen von bestimmten Menschen nicht möglich ist. Erst wenn man diese "Verbindung" erlebt und löst, ist ein los-lassen möglich. Auf meinem persönlichen Weg konnte ich für mich selbst so eine Bindung erkennen. Es war eine sehr spannende und befreiende Erfahrung.
 
Meine persönliche Erkenntnis ist, einfach anders zu denken. Die bisherige eigene Wahrheit von einer anderen Perspektive zu betrachten und sich für neue Denkweisen zu öffnen.
 
Wenn es dir etwas wie es jetzt ist  nicht gut getan tut - dann fange an, es anders zu tun und es werden sich die Dinge um dich ebenfalls verändern.
 
Dazu passt auch das Update zu meiner letzten Geschichte mit meinen beiden Katzen....
...nachdem Belinda sich Platz verschafft hat und dann ihren beengten Platz verlassen hat, hat Romeo ihr auf einmal Platz gemacht. Er hat sich auch nicht mehr "nur" verwöhnen und waschen lassen, er hat sie in den letzten Tagen sogar öfters geputzt. Es war süß wie er sich mit ihren langen Haaren ein wenig abgemüht hat, aber er hat weitergemacht und sie war manchmal ein wenig überfordert von dieser ungewohnten Fürsorge. Insgesamt betrachtet herrscht traute Zweisamkeit im Katzenhaus.
 
Ein kleiner Anfang - benutz einmal einen anderen Weg, wenn du in die Arbeit fährst. Lies einmal eine andere Zeitung oder ein anderes Buch. Sieh dir ein anderes Programm an oder höre einen anderen Radiosender. Höre einmal eine andere Musikrichtung. Fahr einmal wohin, wo du noch nicht warst. Verändere etwas und erkenne dabei, was dir gut tut und wer DU in Wahrheit bist. Mach dich auf die Reise zu dir und deinem innersten Wesen.
 
Wenn du DICH erkennst und DIR traust auch dazu zu stehen, dann wird das "los lassen" immer leichter gelingen.

 

Von Herz zu Herz
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
(c) Erika Klann