Donnerstag, 24. September 2015

über die Liebe (zwischen Partnern)


Es scheint in der Natur des Menschen zu liegen, sich in "2er-Gruppen" zusammenschließen zu wollen - sprich nahezu jeder wünscht sich einen Partner, am besten für den Rest des Lebens.

 
Sofern man sich nicht in einer Langzeitbeziehung/ehe befindet* - zieht man im Leben verschiedenste Partner an. Sehr oft sind es Partner, die in bestimmter Form an Mutter/Vater erinnern. Das kann bei der Haarfarbe beginnen und bis zur Dominanz oder Aggressivität führen.

*wobei dies kein Garant ist, nicht auch andere Partner anzuziehen

 
Beispiele dafür können sein:

 
  • Die Mutter eines Mannes hatte kurzes, blondes (rotes, braunes, schwarzes) Haar  und dieser Mann hat eine Vorliebe für Frauen mit kurzem blondem (rotem, braunem schwarzem) Haar.

  • Die Mutter war in der Familie sehr dominant / oder das Gegenteil - oft suchen sich Männer in Folge Frauen mit den ähnlichen Charaktermerkmalen (eine dominante, bzw. allzu unterwürfige Mutter).

  • Oder die Frau, deren Vater sie schlug - oft sieht man, dass Frauen  später - natürlich unbewusst - Partner anziehen, die ebenfalls zu aggressiven Verhalten neigen.
Wie kommt das nun?

Vater/Mutter ist die erste Erfahrung, die wir mit dem anderen Geschlecht machen. Als kleines Wesen lernen wir von unseren Eltern und übernehmen in gewissem Sinn das uns vorgelebte Rollenbild - zumindest für eine Weile - bis wir unsere eigenen Erfahrungen machen. Es prägt uns - wir prägen es uns ein.

Wenn wir dann in späteren Jahren einen möglichen Partner/Partnerin kennen lernen, ruft unser Unterbewusstsein diese Prägung(en) ab  und wir fühlen uns mit dieser Person wohl, weil wir sie als etwas uns Bekanntes erkennen. Der Mensch fühlt sich bei Bekanntem sehr wohl - denn es gibt ihm Sicherheit.

Bei der Haarfarbe ist das relativ egal, ziehst du allerdings immer Partner in dein Leben, die beispielsweise aggressives Verhalten zeigen - dann solltest du hinterfragen, was es damit auf sich hat.

Der erste Schritt ist immer überhaupt einmal  an-zu-erkennen, dass dieses Muster vorliegt.

Als nächsten Schritt hast du dann die Chance etwas daraus zu machen. Zu orten, woran es liegt, dass gerade DU diese Partner anziehst.

Die Kinesiologie ist ein wunderbares Werkzeug diese Urprägungen  oder alte Glaubensmuster, zu orten und zu lösen.  In der Aufstellungsarbeit zeigen sich auch sehr starke Verbindungen (Verstrickungen zu den Ahnen), die man einer guten Lösung zuführen kann.

Letztlich um auch daran  wachsen zu können und um zu einem eigenständigen ER-wachsenen zu werden - sein wahres ICH zu erkennen.

Dazu dient auch eine weitere "Art" der Partnerschaft. Man liest/hört oft davon, dass es diesen EINEN Partner gibt, der etwas ganz Besonderes in uns auslöst. Man erlebt mit dieser Person so ziemlich alles sehr intensiv, sowohl die schönen Stunden zu zweit, aber auch das weniger Schöne. Trotz Streitereien, Ungereimtheiten und Zurückweisungen besteht eine ganz besondere Verbindung und der "Zauber" dieser wenigen schönen Stunden lassen alles andere verblassen. Man er-kennt einander. Du hast das Gefühl, niemand kennt dich so wie diese Person. Diese VER-bindung bringt alles ans Licht, das du bislang nicht sehen konntest/wolltest - deine höchsten Höhen (z.B. deine Bereitschaft zur bedingungslosen Liebe, Egoverlust) aber auch deine tiefsten Tiefen (z.B. Rachsucht, Hass etc.).

Die Chance bei dieser Be-ziehung (man bezieht sich auf jemand) ist ebenso, dass du dich selber erkennst und auch annimmst. Mit allem was dazu gehört. Auch deine dunklen, zumeist ungeliebten Anteile.  Deine Persönlichkeit entwickelst du - weg vom Ego-bewusst-sein -  hin zur wirklich bedingungslosen Liebe und Hingabe. Hingabe ist hier mit  wechselseitigem  Vertrauen gleichzusetzen. Aber nicht im Bezug auf diese oder eine andere Person, sondern im Bezug zu DIR und zum Leben überhaupt.

Weg vom EGO-be-wusst-sein - rein zur bedingungslosen SELBST-Liebe.

Wenn dir das bewusst ist und du dich auf den Weg zu dir gemacht hast, dann kannst du einen Partner ebenso bedingungslos lieben - ohne daran eine ER-wartung zu knüpfen. Bedingungslos bedeutet auch frei von ER-wartung.

Liebe sollte kein Handel sein - ich gebe dir.... dafür bekomme ich/erwarte ich von dir...

Wahre Liebe ist auch kein  Handel! Wahre Liebe IST einfach da.*

(*Vor Kurzem repräsentierte ich in einer großen Aufstellung die LIEBE. Es war ein ganz tolles Gefühl! Ich kann aus dieser Erfahrung berichten, dass für die Liebe alles gut ist. Jede Wahl. Gut und Böse gibt es nicht. Es obliegt jedem Einzelnen, welche Wahl er trifft und was er aus dieser Freiheit macht.)

Zurück zur Liebe zwischen Partnern ....

Diese besondere Liebe wird oft als Zwillingsflammen-verbindung beschrieben. Das Konzept der Zwillingsflammen-verbindung beschreibt ebenso, welche Prägungen und welche Chancen dahinter verborgen sind. Laut diesem Konzept sollen diese Zwillinge  sich dann wieder finden, wenn beide ihr wahres ICH erkannt haben und leben können.

Ich erlebe es so, dass man wohl ver-bunden (Verbindung)  ist, aber nicht aufeinander be-zogen (Beziehung).  Was nicht bedeuten soll, dass man keine Beziehung zueinander haben könnte. Es scheint mir doch eine all zu große Erwartung dahinter verborgen, wenn es heißt "bis beide ihren Weg zu sich selbst gefunden haben" - und diese Erwartung  scheint doch eine gewisse Einschränkung für beide zu beinhalten. Ebenso einen Erwartungs-Druck. Fast erscheint es wie  ein Schicksal, dem man nicht entrinnen kann.....

Im Bezug auf das Gesetz der Anziehung zieht man immer Ähnliches an - in jeder Hinsicht.

Wenn man sich nun selbst verändert hat, so ist es doch nur logisch, dass man ebenso veränderte Partner anzieht.

Diesen Gedanken empfinde ich im Bezug auf beide "Zwillinge" als sehr befreiend und auch entlastend.

Die Botschaft, die sich mir dadurch eröffnet lautet:
 
"Finde dich - und es findet dich, was von dir gefunden werden möchte"

Ist doch ganz einfach, oder ?  ;-)
 
 
 (c) Erika Klann

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