Donnerstag, 26. November 2015

Der Friede auf Erden beginnt in dir

Wieder einmal stockt der Welt der Atem. Gleichzeitig teilt sie sich in Dualitäten wie Gut und Böse, Recht und Unrecht, Richtig und Falsch.  Zugehörigkeiten zu  Religionen bzw. Staatengemeinschaften sorgen für weitere Auf-TEILUNGEN.

Es ist leicht sich zu erbrüsten. Zu werten. Zu urteilen.

Vor allem, wenn das was es zu "be-werten" gilt möglichst weit weg ist.

Jeder wünscht sich Weltfrieden - aber wie sieht es mit deinem inneren Frieden aus?

Wie sieht es mit dem Frieden in deiner unmittelbaren Nachbarschaft aus?

Ich möchte dir hier ein Bild geben. Als Beispiel zum Nach-Fühlen - ein Mehrparteienhaus.

Ein Mehrparteienhaus, welches 12 gleichwertige Eigentümer, bzw. Wohneinheiten beherbergt.

Die Lebensformen der Eigentümer sind sehr unterschiedlich - manche leben allein, andere leben mit Mitbewohnern in Form von Partnern oder Kindern.

Um dieses Haus befindet sich eine Gartenanlage mit einem angrenzenden Parkplatz. Auf dem gesamten Grundstück sind Bäume, Sträucher, Blumen und eine Wiese. Einige der Eigentümer haben Teile des Grundstückes für sich zum Ausruhen, Relaxen, Essen und Trinken adaptiert.

Alle 12 Eigentümer verfügen nicht nur über Rechte, sondern auch über Pflichten. So gibt es einen Plan für den Winterdienst und auch für das Mähen des Rasens.

Das Pflegen und Erhalten der gesamten Wohnanlage (innen und außen) liegt ebenso im Bereich der Verantwortlichkeit der Eigentümer.

Liest sich alles sehr einleuchtend und sollte auch nicht sehr schwierig in der Durchführung sein.

Die Realität zeigt sich etwa in der Form:
(ich verwende vollkommen wertfrei  Buchstaben, beliebig ohne Zusammenhang oder Reihenfolge. Gleichzeit sollen die Beobachtungen vollkommen frei von Beurteilungen wahr genommen werden. Es ist auch nicht wesentlich ob es sich bei den Beschreibungen um männliche oder weibliche Personen handelt)

A denkt nicht darüber nach, was es macht, wenn die Balkonblumen übermäßig gegossen werden und dabei der darunter liegende Balkon von B nass wird, oder die Markise von B durch Gießwasser verschmutzt wird. A fühlt sich nicht dafür verantwortlich.

 
Mitbewohner X drückt mit  "mir gehört hier nichts" seine  Befreiung von Verpflichtungen aus - gleichzeitig nimmt X sich das Recht alles benützen zu können und auch noch persönliche Dinge herumstehen zu lassen.

C pflanzt gern Blumen, Sträucher, Bäume - erwartet sich jedoch in Folge die Pflege des Gepflanzten durch die anderen Miteigentümer. Regt sich auf und fühlt sich ständig benachteiligt.

D benützt sämtliche öffentliche Kellerräumlichkeiten zur Dauerlagerung diverser Gegenstände. Dabei wird auch nicht unterschieden, ob es sich dabei um Gerümpel oder noch Brauchbares handelt.

Aussage E:  "Mich interessiert der Garten nicht." "In meinem Auto transportiere ich keine Säcke mit Laub." "Meine Freizeit opfere ich nicht für Arbeiten am Haus/Garten."

Die teilweise Pflege der Gartenanlage gerade im Herbst und Frühling wird von nicht einmal 50 % der Bewohner durchgeführt. Der Rest ist aus verschiedensten Gründen "verhindert"

F benützt gern (offenbar nachts) die adaptierte Gartenfläche von G. Hinterlässt dabei leere Dosen, Flaschen, Zigarettenreste, Wurstverpackungen......

Die Aufteilung des  Mülls in (Plastik)-Verpackung, Papier, Bio und Restmüll ist für einige sehr schwer durchführbar.

Abgesehen davon, dass Müll am Grundstück überhaupt "verloren" wird, wird es auch nicht gern aufgehoben....frei nach dem Motto - irgendwer wird es schon machen, MICH (Eigentümer) geht das nichts an.

Kaputte Glühbirnen oder andere Defekte am Haus werden gern "übersehen" .... d.h. , weder im Fall der Glühbirne, selbst behoben, noch an die zuständige Hausverwaltung gemeldet.

Diese Liste ließe sich beliebig weiterführen. Dies ist auch nicht nötig, sondern diese Beispiele sollen nur zum Nach-Fühlen anregen, welche Energien dabei entstehen.

Glaubst du, dass Menschen, die sich für ihr eigenes ZUHAUSE nicht zuständig fühlen, mit sich in Frieden sind?

Wenn  du in Frieden mit dir selbst bist, dann wirst du dein Eigentum, bzw. dein Zuhause pflegen und behüten. Du wirst drauf achten, dass du dich wohl fühlst, wenn du nachhause kommst, oder aus dem Fenster siehst.

Wenn du in Frieden mit dir bist, dann wirst du auch gern den Blumen, Sträuchern, Bäumen die Pflege geben, die sie benötigen. Vor allem denen, die du selbst gepflanzt hast. Ebenso der Wiese. Du wirst sie vom Laub oder Nadelholz befreien, damit sie Luft hat und wachsen kann.

Wenn du mit dir im Frieden bist und in Liebe mit dir, dann wirst du diese Liebe an alle Wesen weitergeben, so auch an deine Mitmenschen, Tiere und Pflanzen.

Frieden bedeutet auch
„Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem andern zu.“

Wenn ich mich jetzt von meiner Verantwortung für mein Zuhause entziehe, dann erwarte ich im Fall des genannten Beispiels, dass andere entweder meine Verantwortung zur Betreuung übernehmen oder einfach die Verwahrlosung unseres gemeinsamen Zuhauses mittragen.

Beides wird auf Dauer keinen Frieden finden

Das genannte Beispiel ist eines von vielen auf dieser Welt.

Unfrieden beginnt ja auch schon in viel kleinerem Rahmen - bei dir selbst, in Partnerschaften oder Familien und zieht naturgemäß immer größere Kreise. Den Unfrieden den du im kleinsten Kreis erlebst oder erzeugt, trägst du in die Welt.

Es ist, wie wenn du einen Stein in einen See wirfst. Sein Eindringen in den See zieht weite Kreise und viele Steine ziehen viele Kreise und somit Unruhe, sowohl auf der Wasseroberfläche, als auch ganz unten am Grund des Sees.

Es ist wahrlich leicht sich zu erbrüsten und mit dem Finger auf andere zu zeigen.

Wie sieht es in dir aus? Bist du mit dir im Frieden?

Dein Zuhause ist auch ein Teil deines ICHs, deiner selbst. Liebst du es? Lebst du gern darin?

Gibst du ihm ausreichend Wertschätzung und Platz als Teil deiner Selbst?

(Wobei ein Zuviel, ein Dauerputzen oder jedem Laubblatt nachzulaufen auch nicht Ausdruck deiner Selbstliebe ist - sondern eher eine Form von Flucht vor dir Selbst.)

Gib dir selbst Zeit und Raum um in Frieden mit dir zu kommen. Dieser Friede wird sich auf andere Übertragen.

Du willst Friede auf der Erde? - dann beginne damit JETZT - mit dir - in DIR !

Erkenne deine eigenen Schatten, stell' dich ihnen  und lass sie gehen.
 
 
In Selbstachtung und Selbstliebe - für dich und die Welt :-)
 
 
 
(c) Erika Klann

Donnerstag, 19. November 2015

eine Sichtweise übers Leben


 

"Es ist eine Kunst,

das zu betrachten,

was uns die Jahre bringen,

und nicht das,

was sie uns nehmen.

(André Gide)

 

 
Dieser Spruch steht auf der Karte, die mich anlässlich meines letzten Geburtstages von einem besonderen Menschen erreicht hat.

Dieser Spruch bringt für mich auf den Punkt , was Leben ist.

Leben ist....der Wandel der Jahreszeiten. Frühling, Sommer, Herbst und Winter.

Wir assoziieren diese Jahreszeiten in unseren Breiten ungefähr so...

Frühling - Neubeginn, alles blüht und wächst, treibt neu aus. Die Temperaturen sind mild.

Sommer - Alles blüht in voller Pracht. Es ist sehr warm bis heiß.

Herbst - Die Blätter zeigen sich in den prächtigsten Farben, bevor sie vom Baum fallen. Die Temperaturen werden kühl.

Winter - Die Natur befindet sich im Winterschlaf. Die Temperaturen sind gefallen, teilweise bis unter den Gefrierpunkt. Teile der Landschaft sind unter einer dicken Schneedecke.
 

Ja, so sind wir es gewohnt, so haben wir es gelernt und dennoch.... es kam vor,

  • dass die Schneedecke erst im Frühling kam, die Natur noch länger schlief.

  •  dass der Sommer kühl war, und es ständig Regen gab
  •  dass der Herbst so sonnig und warm war, wie kaum der Sommer
  •  der Winter kaum Eis und Schnee brachte.

 
Alles ist möglich und doch ist alles gut wie es ist. Alles darf sein, denn die  Natur geht trotzdem ihren Lauf.

So auch Tag und Nacht. Wie viele Tage hast du schon verschlafen und hast ganze Nächte durchwacht, obwohl doch der Tag zum Leben und die Nacht zum Schlafen sind.

 
Dennoch war es gut, denn es war nötig in dieser Zeit - zu deiner Zeit.

Wenn ich an mein letztes Geburtstagswochenende zurückdenke - es war einfach herrlich...

schon am Samstag, den 31. Oktober war der Tag voller Zauber.

Das Leuchten der Herbstblätter, das Wandern mit einer ganz lieben Freundin durch den herbstlichen Wald, der Zauber des Halloween-Festes mit seiner Gespenstigkeit, der Abend voller Lachen in einem Kabarett, mit anschließenden bereichernden Plauderstunden mit einer anderen lieben Freundin. Dann, der Tag meiner Geburt begonnen mit einem wunderbaren Gang in der Natur, beschenkt mit vielen Glückwünschen, ein wundervolles Mittagessen mit meiner Familie, liebevolle Geschenke... und dann nach dem Anschneiden der Torte überfällt mich ein Unwohlsein, das einfach da war und meine ganze Aufmerksamkeit für sich beanspruchte.

 
Somit habe ich meine Familie der Freiheit übergeben und meinen Anspruch übernommen, für mich allein  sein zu dürfen. Ich nahm an, was sich zeigte. Wohl wissend, welche Themen sich da transformieren dürfen,  mitten in einem Entgiftungsprozess der seinen Tribut zollt.

 
Mein Vorhaben zu Braco in die Pyramide zu fahren, ließ ich los.

Ich nahm an, was war. Dennoch keine einzige Minute, in der ich unglücklich oder Enttäuschung gegenüber dem Leben verspürte.

 Nach knapp 2 Stunden war wieder alles vorbei und meinem Körper ging es wieder gut.

 Die Abendstunden genoss ich mit einem meiner Lieblingsfilme.

Bevor ich alle Lichter löschte, um mich zur Ruhe zu begeben, dachte ich noch einmal über das Wochenende nach. Ein Lächeln umspielte mein Gesicht. Es war ein volles Wochenende. Es war voller wunderbarer Momente und ich war glücklich ruhend in mir.

 
Es ist eine Kunst, das zu betrachten, was uns die Jahre bringen, und nicht das, was sie uns nehmen..... ja, genauso ist es!

 
Ich bin dankbar, für alles was mir das Leben schenkt und denke gern an diesen Geburtstag zurück.
 
 
(c) Erika Klann


Donnerstag, 12. November 2015

Wer bin ICH?

Wie oft liest man in verschiedenen Ratgebern Dinge wie "Finde den Weg zu dir." - "Tu was dir gut tut." - oder z.B. in Social Media Sprüche die sinngemäß lauten wie "Ich bin wie ich bin, wer nicht damit zurecht kommt, ist selber schuld."

Weißt du wirklich, wer DU bist?
 
Weißt du, was du brauchst?

Weißt du, was dir gut tut?

Weißt du noch, wie deine Träume und Wünsche aussehen?

Kennst du wirklich und wahrhaftig dein innerstes Wesen?

Wenn JA, warum brauchst du es dann Sprüche, wie den obigen zu posten?


Wer bist du nun, bzw. wie bist du zu dem geworden was du heute bist ?

 
In unserer bisherigen Gesellschaft läuft es zumeist so, dass wir nach den Vorgaben unserer Eltern aufwachsen. Lange Zeit ist ihre Wahrheit auch die Unsere - wobei es auch wieder einen Unterschied macht, wie "mutig" du von klein auf bist und dich an diese Wahrheit anpasst, oder deine eigenen Beobachtungen und Erfahrungen machst. Spätestens in der Pubertät beginnt für viele die "Revolte" die Werte der Eltern zu hinterfragen und seine eigenen Werte zu suchen. Aus meiner heutigen Sicht birgt diese "Revolte" ein enormes Potential für beide Seiten. Eltern bringt es die Möglichkeit ihre bisherigen Werte zu hinterfragen. Ebenso beginnt man zu überlegen, ob es auch wirklich die eigenen Werte sind, die da an das Kind weitergegeben werden, oder ob es die Werte der eigenen Eltern sind, die wir einfach automatisch weitergeben - ungeachtet dessen, ob diese Werte uns selbst gut tun/taten.

 
Meine Generation ist schon sehr in eine Vorgabe gepresst worden, die die meisten auch für sich als ihre Vorgabe weitergegeben haben. Noch schlimmer in der Generation meiner Eltern - Kinder hatten damals einfach zu funktionieren. Ihre Bedürfnisse wurden noch weniger "gesehen" oder beachtet. Hat ein Kind sich nicht entsprechend verhalten, folgte die Strafe sofort. Die Strafen waren ziemlich heftig, sehr häufig in Form von körperlicher Züchtigung, z.B.  Schläge mit dem Gürtel oder knien auf Holzscheiten. Jeder Erwachsene durfte Kinder züchtigen - ob Lehrer in der Schule, Pfarrer oder Nachbarn. Diese Demütigungen haben diese Generationen geprägt und ihre Prägungen gaben sie an ihre Nachkommen weiter - wie konnte es auch anders sein und wie kann es auch anders sein, dass wir unsere Prägungen wieder an unsere Nachkommen weitergeben....

 
ABER, wenn wir reflektiert sind und erkennen, wo unsere Prägungen und schmerzvollen Erfahrungen liegen - dann haben wir die Chance es anders zu machen und Pubertät als Chance zu sehen.

 
Wenn wir nun in unserer Pubertät unseren Weg noch nicht finden bzw. erkennen konnten, dann liegt die nächste Chance in der Partnerschaft. Wie oft kommt es vor, dass ein Partner sich dem anderen fügt, um nur ja zu entsprechen. Um die Partnerschaft nicht zu gefährden. Um nicht zu verlieren, sind wir bereit, alles zu tun und alles zu geben. Bis die Seele HALT! schreit. Als letzte Konsequenz folgt die Trennung.
 

Wäre es nicht einfacher gewesen, seine Wünsche und Bedürfnisse zu äußern? Einen gemeinsamen Weg zu finden. Die Balance zu halten, aufeinander zugehen - miteinander gehen.
 
Hört sich leicht an - aber wie soll das gehen, wenn wir sehr oft gar nicht wissen, wer wir wirklich sind - eben aus den aus unserer Kindheit "angelernten" Werten und Vorstellungen, wie eine Beziehung zu sein hat.

 
Das Leben bringt uns immer das was nötig ist, um den nächsten Schritt zu gehen und so kannst du auch bei einer Trennung sehr viel Neues über dich erfahren, wenn du bereit bist, dich selbst zu erkennen und auch anzunehmen. Dich selbst zu lieben mit allen Fehlern und Schwächen. Dich selbst wert zu schätzen und dir auch selbst zu verzeihen.

 
Wenn du dir selbst den Raum und die Zeit gibst, hast du nach einer Trennung wohl das erste Mal wirklich Zeit dich dir selbst zuzuwenden. In dir  nachzufragen

 - was wollte ich immer schon machen?  - Hast es aber nicht getan, weil.......

 Du hast die Freiheit vieles auszuprobieren. Gibt es einen Sport, den du immer schon machen wolltest, es aber nie getan hast?

Gibt es Bücher, Filme, Theater, Kabarett, Musical, Länder die dich immer schon interessiert hätten, du aber aus "Rücksicht" nie gelebt und angesehen hast? Gibt es Kulturen oder Religionen, die du dir mal ansehen wolltest? Wie geht es dir mit der Natur?  Liebst du es, dich unter einem Baum oder an einen See zu setzen? Wie empfindest du die Kraft des Windes?

Hast du dich schon mit Meditation auseinander gesetzt? Hast du dir schon einmal bei einer Aufstellung angesehen, was dein Innerstes dir sagen möchte bzw. wie es mit Verstrickungen zu deinen Vorfahren aussieht? Verstrickungen die dich heute in deiner Lebenskraft hemmen. Kennst du dein inneres Kind?

Lebst du  im Mangel zu wenig von allem im Leben bekommen zu haben. Opfer deiner Eltern, deines Partners, der Gesellschaft zu sein? Ständig benachteiligt?

Wie gehst du damit um, wenn jemand anderer glücklich ist. Eine positive Botschaft verbreitet.

Welches Gefühl macht sich bei dir breit. Kannst du dich einfach mitfreuen? Oder kommen Gefühle wie Missgunst und Neid, Eifersucht, Mangel, in dir hoch?

Bist du ständig am Tun und darauf angewiesen von allen geachtet und geliebt zu werden.

Tust du das, was du für andere tust, nur deshalb um ein "Ach wie toll hast du das gemacht." zu bekommen oder tust du Dinge um dir selbst eine Freude zu machen und kannst du auch ohne der äußeren Anerkennung glücklich sein?

 
Selbstverständlich ist äußere Anerkennung etwas Schönes und es soll auch nicht geschmälert werden. Lob ist etwas Feines und wirkt natürlich auch stärkend.

 
Der Unterschied liegt darin, ob dein Wohl-Befinden sich daran knüpft, gelobt zu werden oder bist du dir deinen Wert auch so bewusst?  

Musst du Lügen-Geschichten erfinden - über dich, wie toll du bist - oder über andere - damit du dich selbst größer und besser fühlst? Ist dir bewusst, dass jede Lüge dich in Wahrheit klein macht?

 
Wer bist du? Wer bin ich? Wer sind wir? Wie sind wir gemeint?

 
Die Suche und die Erkenntnis sind nicht immer einfach. Aber beides lohnt sich!!!!

 
Wenn es aus dir immer öfters erklingt - ICH BIN GLÜCKLICH - ohne äußere Umstände, ganz egal, ob du gerade mit einer Erkältung oder dem schlechten Wetter kämpfst, oder du gerade ein Minus am Bankkonto hast - wenn es dennoch aus dir klingt  "ICH BIN GLÜCKLICH" - dann bist du dir selbst schon sehr nahe!

 
Wenn wir uns alle auf die Suche nach unserem inneren Wesenskern machen - und dieses "ich bin glücklich" gefunden haben - dann braucht es den Hass, die Lügen, die Engstirnigkeit, die Hinterlist, den Neid auf dieser Welt nicht mehr.

 
Dann bleibt nur noch eines "ich bin glücklich"

 
Wenn der Wind dir dann doch einmal scharf ins Gesicht bläst - vertraue drauf - dass jeder Sturm nur so lange bläst, solange du dich ihm aussetzt.

 
Wähle - vertraue - sei glücklich !   Jetzt !



(c) Erika Klann
 
 

Donnerstag, 5. November 2015

vom Müssen ins Können... oder.... vom Mangel in die Fülle

Soweit ich mich zurück erinnern kann, habe ich das Alleinsein "gehasst".

Mein älterer Halbbruder wuchs bei seiner Mutter auf. Bei uns war er nur 14tägig einen Tag lang zu Besuch. Ich habe mir oft diese Tage herbeigesehnt, weil es für mich bedeutete "endlich nicht allein zu sein". Ansonsten verbrachte ich meine ersten Lebensjahre sehr viel Zeit allein.
Viele Kinder gab es in der Nachbarschaft nicht. Jede Gelegenheit auf Gesellschaft nahm ich dankbar an, aber auch so einiges in Kauf:
So waren da die etwas älteren Nachbarsbuben, die mit einem kleinen Mädchen wie mir so manche Streiche spielten.Dennoch war ich immer wieder froh Besuch zu bekommen.

Einmal geschah es, dass ich ein Mädchen, das ebenso aus der Nachbarschaft war, gar nicht mehr heimgehen lassen wollte und das Tor verschloss. Bis heute ist mir dieser Übergriff aus Angst vor dem Alleinsein im Gedächtnis. Dabei mochte ich sie nicht einmal besonders....

Im Kindergarten herrschte ein "Regiment", das sehr straff war. Freies Spielen gab es nicht. Die meisten, schönen Spielsachen durften wir gar nicht verwenden. Sobald ich vom Kindergarten nachhause kam, kam sofort der Wunsch nach "Kindern" auf. Meine Mutter fand es sehr lustig, dass ich kaum aus dem Kindergarten zuhause ein "ich will Kinder" verlauten ließ.

Ja, so war sie immer da, die Sehnsucht nach mehr - nach Gemeinschaft.

So schuf ich mir schon als kleines 2-3jähriges Wesen meine eigene Gemeinschaft - in Form von imaginären Freunden. Wir waren oft bis zu 4 .....

Als ich ungefähr 5-6 Jahre war, übersiedelten meine Eltern und ich von einem Miethaus in eine Mietwohnung - zu meinem Großvater. Dort wohnten gaaanz viele Kinder. Rückblickend waren das die schönsten Jahre in meiner Kinderzeit. Kinder sämtlicher Altersklassen - ich eher eine der Kleinen und immer war was los. Mein Wunsch dazuzugehören brachte natürlich nicht immer nur nette Begegnungen. Die "Großen" machten mit uns" Kleinen" schon so  manchen "bösen" Scherz. Wenn wir abends alle zuhause waren, war ich oft auf die anderen neidisch, da fast alle Mehrkindfamilien waren - und ich war wieder allein.

Später übersiedelten wir wieder in ein Einfamilienhaus und wieder war der Zug nach Draußen extrem groß. Kaum aus der Schule war ich schon unterwegs - als "Schlüsselkind" ging das auch sehr gut ;-) ....  

So manche Wochen der Sommerferien verbrachte ich bei einer Tante. Wochentags waren wir beide allein in dem Sommerhaus. Für mich war es dort sehr einsam. Keine Kinder weit und breit und meine Tante hatte auch ihre Tätigkeiten zu verrichten.

In diesen vielen Momenten des Alleinseins begann ich wieder aus meiner Not eine Tugend zu machen und spielte z.B. allein Karten - Romy - und nahm dabei 2 verschiedene Plätze ein und später sogar Canasta - allein zu viert. Nachdem ich zu mir auf jeden Platz ehrlich sein wollte - beschummelte ich mich auch nicht und grenzte mich von meinen anderen Plätzen/Rollen ab. Ich konzentrierte mich jeweils auf die Karten, die ich auf diesem Platz zur Verfügung hatte. Ein faires Spiel war mir wichtig.

Unterm Strich gewann ich immer - selbst wenn ich verlor.

Ich glaube in diesen Zeiten lernte ich mich abzugrenzen, mich einzufühlen, fair zu bleiben und doch in einer Gruppe zu sein.

In meinem späteren Leben zog es sich natürlich fort, diese Suche nach Menschen,  nach Freundschaft - und die Flucht vor dem Alleinsein. Dabei lebte ich so manchen faulen Kompromiss.

Dennoch kam es immer wieder zu Situationen, die Alleinsein mit sich brachten, ja sogar erforderten, wie z.B. in meinem damaligen Beruf.

Als meine Kinder älter wurden und ihre eigenen Wege gingen, stand ich vor der Wahl, wie ich nun meine Zeit weiter verbringen sollte. So begann ich Schritt für Schritt immer öfter alleine Unternehmungen zu machen und dabei lernte ich auch, diese Unternehmungen zu genießen.

So kam es dann auch so, dass ich mich vor einigen Jahren dazu entschloss den Silvesterabend allein zu verbringen. Gerade Silvester, wo man oft das Gefühl hat und auch ich hatte, man müsste ihn feiern und unter Menschen sein. Ich entschied mich damals diesen letzten Tag des Jahres zu zelebrieren und ihm auch den für mich gebührenden Rahmen zu geben....

... so begab ich mich nachmittags bei Sonnenschein zu einem ausgiebigen Spaziergang, bei dem ich die Erfahrungen und Beobachtungen des vergangenen Jahres Revue passieren ließ. Es war teilweise sehr emotional, ebenso begleitet von einer großen Dankbarkeit. Im Anschluss stattete ich  meinen Eltern einen Besuch ab. Wieder zuhause räucherte ich die Wohnung, genoss einen wundervolles, reinigendes Bad um es mir später im Wohnzimmer gemütlich zu machen. So tanzte ich sogar mit Bon Jovi, von dem im TV eine Show ausgestrahlt wurde. Es war ein tolles Gefühl und später sah ich das 1. Mal "Dinner for One" im Fernsehen - ich habe so herzlich gelacht, wie lange nicht mehr.... kurz vor Mitternacht kam schon fast Stress auf, da noch der Sekt zu öffnen war. Bewaffnet mit dem Glas Sekt verließ ich die Wohnung um das Feuerwerk in der Umgebung anzusehen. Ich nahm am Parkplatz auf einem Mäuerchen Platz und ich hatte das Gefühl dieser Platz wäre meine ganz persönliche Loge und all das Feuerwerk war nur für mich. Ich strahlte und ich war glücklich. Glücklich über meine Wahl vollkommen druck- und erwartungsfrei diesen besonderen Abend zu begehen. Später schlief ich mit einem Lächeln ein.  Ich war frei - frei von dem Zwang jemand zu brauchen.

Diese Erfahrung war für mich nicht zuletzt ein Durchbruch und ein Stück weiter zur Freiheit
und es war auch nicht der letzte Silvesterabend dieser Art.

Allein zu sein und dennoch ein Fest zu feiern. Nicht in eine Einsamkeit versinken oder sich einfach "weg-zuschlafen" - nach dem Motto - mir ist es egal, ob Silvester oder sonst ein Tag ist - ich gehe ohnehin schlafen. Ist natürlich auch eine Wahl. Dennoch steht das Jahresende auch symbolisch für Rückschau, Abschluss und dann Neubeginn. Grund genug diesem Tag auch eine besondere Ehre zuteil werden zu lassen. Wenn wir immer nur so dahin-leben, wo ist dann das Salz des Lebens? Wo die Freude und der Spaß?

Wir machen uns oft von anderen Menschen oder äußeren Umständen abhängig.

"Wenn ich einen Partner/eine Partnerin hätte, dann wäre alles leichter" - sind so Grundaussagen, an denen wir gern unsere Befindlichkeiten knüpfen. Oder die Antwort auf die Frage "Wie geht es dir?" -> "So wie es die anderen wollen."  Ist diese Aussage nicht sehr bedauerlich?
Das eigene Befinden an andere zu knüpfen.

Freilich ist es fein Zeit mit Freunden zu teilen. Eine glückliche Partnerschaft ist mit Sicherheit etwas Wunderschönes und Bereicherndes. Wenn diese Umstände aber gerade nicht zutreffen, wäre es doch schade um die "unzufriedene" Lebenszeit, die man zweifelsfrei im Mangel verbringt. Das Leben ist dazu da glücklich zu sein und zwar glücklich aus deinem Inneren, ohne äußeren Grund.

Ich habe auf  meinen Weg gelernt, dass ich selbst die Quelle für mein Wohlbefinden bin. Dass ich selber die Wahl habe, welche Perspektive ich einnehme und wie ich mich positioniere. Ich selbst kann mir die beste Freundin sein, wenn ich drauf achte, was mir gut tut, oder nicht.

Manchmal braucht es die Zeit des Alleinseins um sich selbst wieder näher zu kommen. Um sich selbst zu erkennen und auch um Altes loszulassen. Das heißt natürlich nicht, dass man alles allein schaffen muss - auch ich suche mir Hilfe (z.B. mittels Kinesiologie oder Aufstellung), wenn ich das Gefühl habe nicht weiterzukommen.

Alleinsein ist kein Grund traurig oder einsam zu sein.

Das Leben ist wundervoll - nur du hast in der deiner Hand wie du es empfindest !!

Du selbst bist die Quelle allen SEINS - eine Quelle die nie versiegt - du brauchst es nur er-kennen und zu-lassen !












































(c) Erika Klann
 

Donnerstag, 29. Oktober 2015

auf der Suche nach Gottesbeweisen....

Ich bin nicht sonderlich gläubig aufgewachsen. Mein "Lebenslauf" ist in dieser Hinsicht wohl ähnlich wie bei vielen .... ich wurde römisch-katholisch getauft, bei uns gab es Weihnachten, den Nikolaus und Ostern, ich besuchte in der Schule den Religionsunterricht und war bei der Erstkommunion und Firmung. Als ich heiratete, wurde ich kirchlich getraut....
....meine Eltern waren keine "Kirchengeher" und als ich zur Vorbereitung für meine Erstkommunion regelmäßig die Sonntagsmesse besuchen musste, war dies eher ein Zwang und ich empfand es oft eher als langweilig, als dass ich damit etwas anfangen konnte. Erst später, als ich selber Mutter war, konnte ich gewissen Dingen des christlichen Glaubens etwas abgewinnen - aber ist das schon der Glaube?
Oder ist es etwas, das man aus Tradition einfach übernimmt, ohne zu hinterfragen, was zum "wahren" Glauben dazu gehört?
Ich habe mich als Kind schon gefragt - was ist Gott oder das Leben?
Wann fängt es an und was war bevor ich geboren war? Antworten fand ich damals nicht.
Auch nicht, als ich Anfang Zwanzig in einer tiefen Lebenskrise steckte - ich weiß noch, dass ich damals zum Himmel sah und mich fragte, "Gott, wo bist du?"  - "was ist Gott?" ... ich fand keine Antwort, auch nicht als ich mir ein Buch über "neue Gottesbeweise" kaufte....
Erst in späteren Zeiten wurde mir immer wieder spirituelle Literatur zugespült, die ich anfangs auch nur wie Geschichtsbücher las - aber nie als wahrhaftig nehmen konnte. Mir fehlten einfach Beweise, um so manches als Wahrhaftig annehmen zu können.
 
Irgendwann las ich ein Buch über Engel und besorgte mir Engelskarten. Ich wollte ausprobieren, was ich dabei entdecken konnte. Ich konnte nicht einfach diese Dinge - die zwar für mich sehr ehrlich klangen - glauben und annehmen. Es fehlte mir einfach die Erfahrung dazu.
Als absoluter Realist und Verstandesmensch brauchte ich einfach Beweise.
So experimentierte ich mit den Engelkarten. Ein Erlebnis ist mir bis heute sehr stark in Erinnerung geblieben – trotz dem es sicher gut 10 Jahre her ist.
Ich war mit meinen Kindern auf Urlaub und zog also jeden Morgen eine Engelskarte.
An jenem Morgen zog ich die Karte "GEDULD" - ich dachte mir noch - "ich bin ja eh im Urlaub"..... tja..... der Plan für diesen Tag war mit den Kindern zum Baden zu fahren. Aus irgendeinem Grund (den ich heute nicht mehr weiß) wusch ich eine Ladung Wäsche (wir hatten eine Waschmaschine in unserer Unterkunft). Ich wollte die fertige Wäsche nach dem Frühstück zum Trocknen aufhängen und dann zum Baden los fahren ....aber die Wäsche wusch und wusch und wusch....über 3 Stunden - ein Ende war nicht in Sicht.....so verzögerte sich unsere Abfahrt erheblich. Als wir vor dem Strandbad angekommen waren, war die eine Hälfte des Himmels sonnig, von der anderen Seite zogen Regenwolken auf. Ich hatte keine Ahnung, ob wir nun in das Bad gehen sollten oder lieber nicht. Ich machte mir die Entscheidung schwer und letztlich entschied ich mich gegen das Baden. So marschierten wir (meine Kinder und ich) wieder voll bepackt zum Auto und ich entschied, dass wir zu einer Modelleisenbahnwelt fahren sollten, da mein Sohn ein  großer Liebhaber der Minieisenbahnwelten war. Es war eine längere Autobahnstrecke zu bewältigen und schon sehr bald fielen die ersten Regentropfen. Am Ziel angekommen, war mein Sohn vollkommen glücklich. Ich kam mit einem ortsansässigen Mann ins Gespräch und befragte ihn zu dem Hausberg dieser Stadt.
Fazit - dieser Tag mit seiner Geduld brachte mehr Fülle, als wenn wir einen "normalen Badetag verbracht hätten. Im  Jahr darauf waren meine Kinder und ich auf dem Hausberg dieser Stadt und es war eine herrliche Wanderung an die ich heute noch sehr gern denke.
Die Engelskarte "GEDULD" war an diesem morgen also absolut richtig!
Nach solchen Erlebnissen wuchs auch mein Zutrauen an Gott und die geistigen Wesen.  
Für mich war auch die Bibelgeschichte immer einfach eine Geschichte, bei der sich jeder aussuchen kann, ob er daran glaubt oder nicht. Bis ich alte Schriften sah, in denen ganz klar von Jesus berichtet wurde. Da wurde mir zum ersten Mal wirklich klar und bewusst, dass Jesus tatsächlich gelebt hat. Aus Geschichten wurden für mich Tatsachen.

Ein für mich sehr großer "Gottesbeweis" oder DER Gottesbeweis schlechthin war die Begegnung mit Braco - der Mann mit dem gebenden Blick.
Das erste Mal wurde ich auf ihn durch eine Fernsehsendung aufmerksam. In dieser Sendung wurde er vorgestellt und Menschen zu ihren Empfindungen nach den Begegnungen mit Braco befragt. Braco selbst gibt  keine Interviews, aber für mich genügte, was ich damals sah und wahrnahm. Es war mir auch sofort klar, dass ich bei so einer Begegnung  einmal dabei sein wollte/musste. Begegnungen gab es zu diesem Zeitpunkt aber nur relativ weit weg von meinem Heimatort.
Die näheste Begegnung fand dann bald darauf  in Gmunden/Oberösterreich (mehr als 2 Autostunden entfernt) statt.
Mit noch 3 Frauen machte ich mich an einem Sonntag auf den Weg dorthin. Der Tag begann schon weniger fein. Regen und ein Unfall bei der Autobahnauffahrt sorgten noch dazu für ein wenig Stress. Ich lenkte das Fahrzeug. Am späten Vormittag erreichten wir Gmunden. Leider war die Organisation nicht sehr gut und die Menschen standen im Regen, keiner war informiert und so kam natürlich auch große Unruhe und Unmut  auf.
Anfangs wurden nur kleine Gruppen ins  Schloss Ort - wo die Begegnungen stattfanden - eingelassen. Aufgrund des sehr großen Ansturms wurden die Gruppen folglich wesentlich vergrößert. Jeder sollte die Möglichkeit zur Begegnung mit Braco haben.
Gegen 16 Uhr war es dann so weit - wir bekamen Zutritt ins Schloss - jemand sprach einleitende Worte und dann erklang Musik und Braco stand  im 1. Stock und blickte auf die Menge im Innenhof des Schlosses. Plötzlich waren alle Strapazen vom Tag wie weggespült, eine große innere Ruhe und Dankbarkeit ergriff mich - gepaart mit einem wunderschönen Gefühl der Liebe.
Die Begegnung dauerte nicht lange, aber es war einfach unbeschreiblich, was in dieser kurzen Zeit an Energie zu spüren war.
Ungefähr ein halbes Jahr später begannen dann die Begegnungen mit Braco's Blick in der Pyramide in Vösendorf, denen ich anfangs so oft ich konnte, beiwohnte. Schon beim zweiten Mal konnte ich die Aura von Braco sehen - es war ein ganz unbeschreibliches Gefühl - gepaart mit dem Gefühl der Liebe und Dankbarkeit, die ich jedes Mal erleben durfte und darf.
Weiters möchte ich auf diese Begegnungen nicht eingehen - jeder kann sich selbst ein Bild davon machen und für sich fühlen, ob er sich diesen Energien öffnen kann. Oft gibt es Fernsehberichte in denen Braco als Scharlatan abgetan wird, obwohl er sich selbst nicht als Heiler bezeichnet - die Menschen haben einfach Angst vor dem was sie nicht kennen.
Für mich waren dieses Spüren und die Erfahrungen, die ich bei Braco machte - DIE Gottesbeweise. Ich konnte die Energie sehen und spüren und es bewegte sich etwas. Wer sonst als Gott könnte diese Dinge zulassen?
 
Sobald man sich auf den Weg gemacht hat,  findet man viele "Gottesbeweise", bzw. Beweise, dass diese Welt mehr ist, als das was wir  mit dem Verstand be-greifen können. Ich habe für mich auch erkannt, dass wir hier, in der industriellen Welt sehr viel verschlossener leben, als dies in vielen anderen Kulturen der Fall ist.
Jedes Wunder hinterfragen wir oder suchen logische Antworten darauf.
In vielen anderen Kulturen sind Wunder normal. Es gibt viele Heilige, die auch Wunder bewirken - (siehe Tagebuch eines Yogi)
Für mich wurden die Bücher "Gespräche mit Gott" zu meiner "Bibel". Denn Gott ist immer und überall und er straft nicht. Er gibt uns die Freiheit zu wählen, aber auch die Konsequenzen zu tragen. Die Freiheit uns zu erschaffen und zu erfahren.
Man fühlt Gott nicht, wenn man mechanisch, oder traditionell jeden Sonntag oder an hohen Festtagen zur Kirche geht. Manche vielleicht schon - aber wie viele Menschen  besuchen den Gottesdienst (oder in anderen Religionen ihre Gotteshäuser), tragen das Kreuz (oder ein anderes Gottessymbol) und wenn das Thema Gott besprochen wird, dann wissen sie  gar nicht, ob es Gott tatsächlich gibt - es fehlen die Beweise!  Oder sie leben gar nicht nach der Liebe Gottes, die in den Religionen verkündet wird.
Ist es nicht ein Widerspruch? Lebt der Mensch den Glauben öffentlich nur deshalb, um dazuzugehören? Um "richtig" zu sein? Um einen Kulturkreis anzugehören, ohne zu prüfen, ob es wirklich stimmig ist?
Ich habe meine Gottesbeweise gefunden. Gott ist ein Gefühl. Gott ist in uns und wirkt durch uns.
Gerade auch sehr stark durch Menschen, die ihr Leben der Allgemeinheit verschrieben haben. Wenn ich meine Blogs schreibe - dann schreibt es durch mich. Wenn ich mit meinen Klienten energetisch arbeite - dann habe ich wohl Kenntnisse und Erfahrungen, doch letztlich bin ich das "Werkzeug".
Ich stelle mich zur Verfügung und Gott (das Universum) wirkt. Meine Entscheidung war es, dies zuzulassen und zu leben.
Es ist eine universelle Energie, die wirkt. Jeder der einer Aufstellung je beigewohnt hat, wird dies genauso gesehen und gespürt haben.
 
Gott ist immer da - Gott ist Licht und Liebe - wir sind Licht und Liebe - wir sind Teil Gottes.
Gott fühlt man, indem man sich für die Gottesenergie öffnet.
Befreie dich von den alten Vorgaben des strafenden Gottes, der aus dem Himmel schimpft.
Übernimm die Freiheit und die Verantwortung, die du als Gottes Geschöpf erhalten hast.
(Lt. Bibel hat Gott den Menschen nach seinen Ebenbild erschaffen und ihm den freien Willen gegeben)

Wenn du dich noch immer fragst, was/wer  ist den nun Gott.....
... betrachte bewusst den Nachthimmel, die Sterne, den Mond....beobachte bewusst den Lauf der Jahreszeiten, wenn alles im Frühjahr zu blühen beginnt, im Sommer die Blumen in ihrer vollen Blüte stehen, im Herbst die Farben der Blätter in einer ganz besonderen Pracht erstrahlen und der  Winter zur Einkehr einlädt. Sieh dir das Wunder eines neuen Lebens an, wie ein Neugeborenes zu einem Erwachsenen heranwächst. Betrachte das Gesicht und die Augen eines Menschen und nicht zuletzt dein eigenes Spiegelbild. Das alles ist Gott, denn....
 
.......ALLES IST EINS UND EINS IST ALLES!



(c) Erika Klann
 
 

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Geburtstage und andere Jubiläen

Ich wurde vor kurzem von einer langjährigen Bekannten gefragt, ob ich schon etwas zu meinem 50. Geburtstag geplant hätte. Ich war über diese Frage etwas erstaunt, denn der besagte Geburtstag findet in etwas mehr als einem Jahr statt, d.h. es kommt vorher noch mein 49iger.  Warum also sollte ich schon so weit vor-denken?

Ich weiß noch gar nicht, was in einem Jahr sein wird, bzw. wie sich mein Leben bis dahin noch entwickeln wird. Was ich allerdings weiß ist, dass sich in den vergangenen 49 Jahren sehr viel auf meinem Weg getan hat, und es bewog mich auch etwas genauer Rück-Schau zu halten.....

Bis zu meinem 20igsten Lebensjahr wagte ich gerade mal meine ersten Schritte im Erwachsenendasein. Ich hatte auch schon die Erfahrung gemacht, wie es ist, nicht mehr bei den Eltern zu wohnen und auch wie es ist, dabei zu scheitern.  Ich hatte seit einem Jahr den Führerschein und war auch schon stolze Besitzerin  meines ersten selbst finanzierten Autos. Ich war mobil geworden und hatte damit meine erste Unabhängigkeit erlangt.

Ich war eine Suchende - ich suchte, aber ich wusste nicht wirklich was.

Im Alter zwischen 20 und 30 hatte ich die schmerzliche Erfahrung gemacht, dass das Leben begrenzt ist. Ich machte auch die Erfahrung der Depression und Panikattacken, sowie mit der zugehörigen Medikation  - die mich in Watte packte, das Leben an und für sich ausschaltete und ich das Gefühl hatte, am Ende meines jungen (20)  Lebens zu stehen. Ich hatte aber auch gelernt, wie man sich selbst aus diesem Loch ziehen kann, den Weg raus aus dem Dunkel zu suchen und zu finden. Ich hatte auch meine 1. Erfahrung mit alternativen Heilmethoden gemacht, dem autogainem Training, Akupunktur, Homöopathie und auch mit Kräutern.
Bis zu meinem 30. Geburtstag war ich war zum ersten Mal verheiratet zweifache Mutter, hatte gerade wieder begonnen Neues zu lernen und . Glücklich waren wir zu diesem Zeitpunkt beide nicht mehr.

Ich war nach wie vor eine Suchende....eine Suchende nach Zuwendung und Annerkennung im Außen.

Mit 40 hatte ich schon die Erfahrung einer Scheidung gemacht, hatte mir mein erstes eigenes Zuhause geschaffen und gespürt wie es sich anfühlt alleinerziehend zu sein. Das Gefühl der Verantwortung für zwei kleine Menschen, die ich mir von Herzen gewünscht hatte. Gleichzeitig wollte ich aber auch noch Frau sein. Ich war ja eine Suchende nach Liebe....So erfuhr ich auch eine besondere Liebe, deren Scheitern mich gefühlt in sämtliche Einzelteile zerlegte, und mich niederdrückte. Aber in der Verantwortlichkeit als Mutter hieß es für mich "aufstehen" -  So fand ich den Weg  zum  Laufen - was ich vorher immer vehement ablehnte (Laufen - ich? Nein NIEMALS, das kann ich nicht) Und ich konnte es doch (!) und so kam ich auch wieder hoch und setzte mich langsam wieder zusammen. Ich war weitere Jahre eine Suchende - was mir viele Umwege einbrachte. Ich erfuhr auch, was es bedeutet im Job gemobbt zu werden und, dass mein Körper eine "un-heil-bare" Krankheit entwickelte. Ich erfuhr auch, wie es sich anfühlte, zwar eine Mutter zu haben, die sich  jedoch in eine psychische Krankheit "verabschiedete" und somit nicht mehr wirklich verfügbar war.

In diesem Jahrzehnt lernte ich aber weitere  alternative Hilfestellungen kennen - in Form von psychologischer Hilfestellung im Bezug auf meine Alleinerziehung. Spirituelle Psychologie, Meditation,  Familienaufstellung und meine erste Begegnung mit "Braco - der Mann mit dem gebenden Blick." (davon werde ich in einem meiner späteren Blogs erzählen)

Ich war noch immer eine Suchende, aber nicht  mehr um jeden Preis. Mein Blickwinkel hatte sich verändert, geweitet.

Nun mit bald 49 hat sich mein Innen-Leben stark verändert.

Die Suche nach Liebe im Außen brachte mir eine 2. Kurzzeit-Ehe ein und irgendwann die Erkenntnis, dass es in Wahrheit auf die Liebe im Inneren  ankommt und diese der Schlüssel, nicht zuletzt auch für die Liebe im Außen ist. Diese Erkenntnis  kam jedoch nicht von heute auf morgen, sondern im Laufe von Ausbildungen, Einzel- und Gruppensitzungen, Seminaren und Vorträgen verschiedener "Lehrer " oder "Botschafter", Beobachtungen, Selbstreflexionen und Selbst-Erfahrungen. Sie kam auf das Sich-Ein-Lassen eines anderen Weges, weg von den üblichen Vorgaben der Gesellschaft, wie man zu sein hat. Auflösen von alten Mustern und  (angelernten, übernommenen) Glaubenssätzen,  brachten mich mehr und mehr zu meiner Essenz, zu einem besseren Wohlgefühl und auch immer mehr zur Auflösung meiner (prognostizieren unheilbaren) Krankheit.

Der Weg war nicht immer einfach, oft von Hoffnungslosigkeit geprägt, Trauer und Schmerz, manchmal Einsamkeit, unverstanden fühlen, Tränen und Enttäuschungen. Und doch zeigte sich dahinter immer die Sonne und diese begann mit den Jahren mehr und mehr zu strahlen. Die Dankbarkeit für mein Leben und alles was ich erfahren durfte begann stetig zu wachsen. Die Erkenntnis, dass alles letztlich immer meine Wahl ist - ich wähle, ich entscheide, ob bzw. wie lange ich im Schmerz versinke oder mich zu Sonne hinwende. Es ist meine Verantwortung, wie ich mit mir umgehe, was ich zulasse oder weglasse. So machte ich die Erfahrung der Freiheit.

Ich möchte nichts von all den 48 Jahren missen und schon gar nicht die Erfahrung Mutter von einer Tochter und einem Sohn zu sein. Bewusst habe ich einige der herausforderndsten meiner negativen Erfahrungen (die Prägendsten  finden in unserer Kindheit statt) niedergeschrieben - nicht zuletzt um zu zeigen, dass es immer einen Weg zum Licht gibt.

So sehe ich meiner Zukunft mit Freude entgegen und der Zahl 50ig im Jahr 2016 ebenso. 5 und 0 sind nach dem Tiroler Zahlenrad die Zahlen der Mitte und was kann es Schöneres geben, als in seiner Mitte zu sein?

Das (mein) Leben ist wie ein Fernsehprogramm....
...Drama
...Komödie
...Krimi
...Liebesgeschichte
...Doku- und Entdeckungsgeschichten
...Unterhaltung - Show
...Tragödie
...Ratespiel
...Romantikkomödie
...Abenteuer
...Serien
...Kabarett :-)

Manchmal muss man durch das Drama gehen, um die Unterhaltungs-Show in vollen Zügen genießen zu können.

Das Leben ist das was du daraus machst - ICH BIN  - was ich draus gemacht habe!

Das gilt auch für jeden Geburtstag, den du begehst - die Zahl ist EGAL!

Ein bevorstehendes Jubiläum  bietet auch Raum DANKE zu sagen - Danke allen "Akteuren" in meinem "Fernsehprogrammen".

Ich danke DIR, dass DU dabei warst und mir Lehrer warst, mir Ein-sichten, Gedanken und Möglichkeiten gezeigt hast. JA, DIR danke ich, dass du DEINE Rolle in meinem Leben übernommen hast. Sicher war es nicht immer leicht, gerade, wenn es keine sehr freundliche Rolle war. DU hast sie genau richtig gespielt, nämlich so, wie es für deine und meine Entwicklung wichtig war.

Danke an 49 Jahre! Mit Freude beginne ich bald das 50. Lebensjahr .........

 Entscheide DU, was sich für dich besser anfühlt......

....... die Vergangenheit und den "Verlust" deiner Jugend zu beklagen - oder die Vergangenheit liebevoll als Teil von dir in dein Herz nehmen. Im Hier und Jetzt zu leben und für die Zukunft offen zu sein?

Willst du dein Befinden wirklich  an einer ZAHL fest machen?
 
 

 


 

 (c) Erika Klann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 15. Oktober 2015

Entscheidungen - wohin soll der Weg führen?


Das Leben ist voller Entscheidungen. Meist erkennen wir diese gar nicht als solche, weil viele Muster und Strukturen einfach ein-gefahren bzw.  fest-gefahren sind.

In Wahrheit ist es aber so, dass du schon am Morgen entscheidest, ob du überhaupt aufstehst ...

...."das stimmt nicht"  werden nun viele meinen und "ich muss ja aufstehen, weil" wird folgen....

Wie sieht es nun aus, wenn du morgens wach wirst und dich nicht wohl fühlst. Ist dieser Automatismus noch immer vorhanden bzw. kommt dann noch immer ein festes "ich muss ja...", oder relativiert es sich schon?

Falls du nun noch immer der Meinung bist, "du musst ja", dann stell dir vor, du hast 40 Grad Fieber....

Sicher gibt es Menschen, die selbst dann noch überlegen bzw. mit Fieber noch ihrem Job nachgehen (hab ich auch schon erlebt)

Dieses Beispiel könnte ich nun beliebig weiterspinnen, es dient allerdings lediglich dazu um zu veranschaulichen, dass es immer eine Wahl ist - stehe ich auf oder nicht.

Es ist auch gut und sicher nichts falsches daran, wenn du verantwortungsvoll deinem Beruf nachgehst, den du  hoffentlich liebst. Daran gibt es  auch nichts zu rütteln. Es geht hier viel mehr um die Entscheidungen, die uns nicht glücklich machen.

Alles Leben ist Entscheidung... bewusster wird es uns meist in der Freizeit - oder auch nicht, wenn wir uns auch dort für andere verantwortlich fühlen.

Du wählst....

  • wann oder was du isst oder trinkst
  • wie oder ob du deinen Körper pflegst
  • wie du dich kleidest
  • mit welchen Menschen oder Menschengruppen du dich umgibst
  • ob bzw. welche Form der Beziehung du hast oder nicht
  • wie du dich um deine Gesundheit kümmerst
  • wo bzw. ob du dir Urlaub oder Zeit zum "nichts tun" schenkst
  • welchen Beruf du ausübst
  • ob oder wie du dich weiterbildest
  • ob du Kinder hast
  • ....
  • ....
  • ....
  • ....
  • ....

Kurzum es gibt Millionen große und kleine Entscheidungen die du treffen darfst. Das ist  auch der Vorteil des Erwachsenendaseins - DU kannst entscheiden - niemand außer dir hat die Macht über dich zu bestimmen - außer du übergibst jemandem/etwas anderem (anderen Menschen, dem Schicksal, den Umständen)  die Macht. Aber selbst das ist ebenfalls DEINE Entscheidung.

Die gute Botschaft ist auch, dass jeder für seine Entscheidungen verantwortlich ist. 
Nicht nur du für DEINE - sondern auch dein(e) Mutter/Vater/Sohn/Tochter/Partner/FreundIN/NachbarIN/ArbeitskollegeIN...für ihre/seine Entscheidung-en.

Es ist nicht DEINE Aufgabe und deine Zuständigkeit die Verantwortung für Fehler anderer zu übernehmen - ABER es ist deine Aufgabe die Verantwortung für deine Fehler zu übernehmen.

Wobei Fehler im Sinne von Fehler gibt es gar nicht, es gibt kein richtig und falsch, sondern Entscheidungen, die eben manchmal  gewisse "Umleitungen" nach sich ziehen.

Viel zu oft ist es eine Krankheit, die sich zeigt, wenn wir nicht uns selbst leben und uns selbst verleugnen/anderen die Macht über uns über-geben. Jedoch ist  Krankheit auch eine Chance sich selbst - seine Bedürfnisse, seine alten, starren Glaubensmuster zu erkennen. Dann kannst du entscheiden, ob und wie du diese Chance annehmen willst, oder nicht.

Es bedeutet aber auch nicht, dass wir anderen nicht  mehr zuhören oder beistehen sollen. Wenn dich jemand um einen Rat bittet, dann darfst du ihm auch raten - dennoch ist das Ergebnis immer die Entscheidung desjenigen , der gefragt hat.

Mach dir bei jeder Entscheidung bewusst, dass im Prinzip nichts passieren kann. Wenn du deine Entscheidung aus reinem Herzen triffst, kann dir im schlimmsten Fall passieren, dass sich dein Leben zu einem Besseren wendet. ;-) Wobei du dir bewusst machen solltest, was für dich das Bessere ist? Ist es mehr Geld, mehr Ansehen, mehr Freude, mehr Lebensqualität, mehr Freizeit - einfach  mehr Glück-l-ICH-keit?

Ich habe schon sehr oft Dinge entschieden, neu entschieden oder neu begonnen. Mein Leben ist heute, so wie es ist - teils bewusst, aber auch teilweise unbewusst - meine Wahl. Der Weg war nicht immer leicht, aber es ist absolut mein Weg - mein Weg zu MIR. Und ich bin auch stolz darauf, auf das was ist und das was noch kommen wird.

Überprüfe für dich, ob du dein Leben so wie es bisher verlaufen ist, annehmen kannst, oder ob es Dinge gibt, die du bereust und noch nicht los-lassen konntest? Gibt es Menschen/Situationen, denen du die Verantwortung für dein Unglücklichsein, deine Unzufriedenheit gibst? Willst du, dass es so bleibt, oder wünscht du dir Veränderung in Form von Glück-l-ICH-keit?

Wenn du es allein nicht schaffst, dann öffne dich für all die Möglichkeiten, die es gibt. Du musst nichts allein bewältigen, wenn du dich dazu nicht in der Lage fühlst. Dazu gibt es viele verschiedene Berufsgruppen die beratend und begleitend tätig sind.

Entscheide dich für DICH !!! 

Das Glück ist immer bei dir - du musst dich nur drauf einlassen - dich dafür ent-scheiden :-)
 
 
 

 
(c) Erika Klann

Donnerstag, 8. Oktober 2015

ein neuer Weg - raus aus der Starre

 
Anfang Oktober, der Herbst ist spürbar ins Land gezogen und aus den einst sehr heißen, sommerlichen Temperaturen wurden kühle Herbsttage. Tage, die täglich deutlich kürzer werden.  Die Zeit der Einkehr hat begonnen. 
 
Die Sonne strahlt wohl, der Wind bringt aber deutliche Abkühlung. So fahre ich am späten Nachmittag mit meinem Fahrrad über die Felder. Die Felder sind nahezu alle abgeerntet und wurden schon auf den Winter vorbereitet - Rüben und Kürbisse sieht  man noch vereinzelt auf den Feldern.
 
Ich genieße die Sonne und das herbstliche Idyll, als ich plötzlich Schüsse höre. Gar nicht weit entfernt.
 
Ich wundere mich, denn normal finden Jagden an Wochenenden statt.... heute ist ein Wochentag...ich komme zur nächsten Kreuzung und sehe schon, dass sich meine Vermutung bestätigt. Eine Jagd !
 
Sehr häufig bin ich in der Natur unterwegs und nehme natürlich auch die Wildtiere wahr. In den letzten Jahren bekam ich immer weniger Tiere zu sehen und so stellt sich  mir unweigerlich die Frage, warum sich nun sogar schon wochentags eine(gar nicht mal so kleine) Jagdgesellschaft versammelt.
 
Ich habe mir schon oft über die Jagd Gedanken gemacht und für mich hat sie ohnehin ihren ursprünglichen Sinn verloren. Sie diente in früheren Zeiten, oder sogar noch heute in verschiedenen Kulturkreisen, als Nahrungsquelle, um das Überleben einer Gruppe, eines Stammes zu sichern. In unseren Breiten ist dies lange in der Form nicht mehr nötig. Als Pro-Jagd-Argument habe ich einmal gehört, dass man darauf achtet, dass der Wildbestand nicht zu groß wird...angesichts der wenigen Wildtiere scheint (mir) das auch nicht mehr zeitgemäß.
 
Es geht mir jetzt auch nicht darum die Jagd als solche zu bewerten. Dennoch erscheint es mir als Sinnbild dafür, dass der Mensch an Dingen festhält, die lange nicht mehr den Gegebenheiten entsprechen. Er macht sich die Natur auf biegen und brechen Untertan, ohne zu bemerken, dass er eigentlich der Untertan der Erde ist.
 
Wenn die Erde bebt, Stürme toben, Vulkane ausbrechen oder  sich die Natur durch andere Gewalten bemerkbar macht, dann sind wir gezwungen umzudenken, denn diese Naturgewalten sind erbarmungslos. Warum also denken wir nicht auch um, wenn wir noch die Möglichkeit dazu haben? Warum muss alles so fortlaufen, wie es seit ewiger Zeit läuft, egal ob irgendwo das letzte Tier seiner Art getötet wird? Sind wir nicht genauso erbarmungslos wie die Naturgewalten ? Aber warum ?
 
Wir sind ja nicht nur im Bezug auf unseren Lebensraum - der  Erde - so starr, sondern auch im Bezug auf unsere Wahrnehmungen oder Bewertungen. "So und nicht anders" "Koste es was es wolle" "Ich habe es immer so gemacht"
 
Manche Dinge waren schon gut, so wie es unsere Vorfahren gemacht  bzw. erschaffen haben. Man denke nur an alte Bauwerke. Die Baukunst war schon enorm.
 
Es ist auch sicher nicht meine Absicht an alten Traditionen oder Bräuchen zu rütteln, auch diese geben uns eine gewisse Form an  Sicherheit und Geborgenheit.
 
Was ich meine ist, dass es für uns selbst gut wäre, wenn wir mehr mit der Zeit gehen. Mit den Veränderungen auf der Welt mitgehen. Die Natur als einen Teil unseres Lebens er-kennen und an-erkennen.
 
Das Alte mit dem Neuen verbinden.
 
Um-denken. Frei in seinem Denken und Handeln. Sich über die Dinge ein Bild machen und dem-ent-sprechend handeln.
  
Das soll nicht bedeuten, dass man sich jeden Tag neu erfinden muss.
 
Es ist der Weg, durch die Flexibilität zu sich selbst zu finden.
 
Was brauche ich? Was tut mir gut? Welche Wahl treffe ich? Ist mir dies oder das wirklich noch dienlich?
 
Als ich vor vielen Jahren zu Laufen begann, war ich nahezu süchtig danach. Immer weiter und immer mehr. Wenn ich einmal einen Tag nicht laufen konnte, so war ich vollkommen unruhig. Es fehlte etwas. Egal wie und wann, laufen  musste einfach sein.
 
Selbstverständlich machte es mir Spaß und es hat mir sicher auch oft geholfen meinen Kopf frei zu bekommen. Es half mir auch mich fitter und vitaler zu fühlen, aber es steckte schon auch ein gewisser Zwang dahinter. Ein Leben ohne Laufen das konnte ich mir gar nicht mehr vorstellen. Ich spürte aber auch, , dass es mir körperlich nicht so gut tat, wenn ich zu weit oder zu viel lief - ich über-forderte mich.
 
Heute mache ich es so wie ich es spüre. Ich bewege mich nach wie vor gern und oft in der Natur, aber es ist nicht immer laufend. Mal laufe ich, mal walke ich, mal fahre ich mit dem Rad und wenn ich ruhe und nichts tue, dann ist es auch ok.
 
Ich versuche immer die Balance zu halten und durch die Gelassenheit, die ich mittlerweile erlangt habe, fühle ich mich auch freier in meinem Tun und Sein.
 
Alles darf - nichts muss.
 
Es ist eine neue Qualität entstanden - die Qualität der Freiheit.
 
Was wäre, wenn wir diese Freiheit in viele Bereiche unseres Lebens einwirken lassen könnten?
 
Das Leben ist eine Einbahnstraße, denn es geht nur in eine Richtung - VORWÄRTS !
 
 
DU entscheidest, ob DU einen schmalen Weg - vielleicht noch mit Mauern links und rechts - oder eine breite Straße  mit wunderbaren Rundum- und Fernblick wählst !!!
 
 
 
 

 (c) Erika Klann