Dienstag, 3. März 2020

Geschenke der Natur

Am 1. März erblühte zu meiner großen Freude eine Amaryllis, die schon seit einigen Jahren nicht mehr geblüht hat. Ich halte nicht viel davon, Blumen nach Ablauf einer Saison zu entsorgen. All meine Pflanzen bekommen die Chance über das Übliche weiterzuleben. So überwintere ich auch scheinbar "einjährige" Pflanzen und nicht selten zeigt sich, dass sie ja doch mehrjährig sind.
So hatte ich auch die Zwiebel jenes Rittersterns im Dunkeln aufbewahrt und im Dezember ins Licht gestellt. Ich war gespannt, ob er diesmal wieder nur Blätter bekommen würde. Ich hoffte natürlich sehr, dass er  blühen würde. In freudiger Erwartung beobachtete ich den Wachstum der Pflanze und siehe da, bald wuchs ein Stiel mit einer Blütenknolle drauf. Wow!!! Groß war meine Freude! Endlich würde sie wieder blühen.

Ich liebe diese wunderschönen Blume!

Als ich dann über einige Tage beinahe stündlich zusehen konnte, wie sich die vier Blüten nach und nach entfalteten, fühlte ich mich dankbar und beseelt.

Vor lauter Freude habe ich eine weitere Amarylliszwiebel aus dem Dunkeln geholt und zu gießen begonnen. Diese Zwiebel wirkte schon irgendwie sehr verdorrt und hat sicher 2-3 Jahre nicht geblüht, aber der Erfolg der anderen Pflanze spornte mich an. Einen Tag nachdem ich sie zu gießen begonnen habe, zeigte sie schon die erste Spitze eines Blattes (mittlerweile sind es zwei).
Ist das nicht herrlich?! Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr ich mich darüber freue!

Für mich ist es ein wunderbares Geschenk, dass die Amaryllis vollkommen unverhofft und unerwartet doch noch blüht. 

Ich freue mich auch darüber, dass mein Weihnachts-/Osterkaktus innerhalb von 2 Monaten nun zum zweiten Mal blüht, dass im Garten die Krokusse nach und nach aufgehen, sich Veilchen zeigen, zwischen den Schneeglöckchen sogar Frühlingsknotenblumen zu finden sind, die mir im Garten bisher noch nie aufgefallen sind, eine „alte“ Schneerose blüht auch wieder, Tulpen zeigen sich und Primeln, eine Anemone, der Marillenbaum steht kurz vor der Blüte…………von den Nelken, die den Winter „durchgemacht“ haben, ganz zu schweigen.
Diese Geschenke der Natur und sind für mich mit nichts aufzuwiegen.

Gerade in der heutigen Zeit, in der Materielles oftmals mehr zählt, als alles andere, in der scheinbar nur gut ist, was viel gekostet hat, wäre ein Rückbesinnen auf die Schönheit und Werte unserer Heimat Erde gar nicht so schlecht.

Freilich soll man groß träumen, große Wünsche und Visionen haben. Von der Natur kann man jedoch lernen, den Blick für das Wesentliche zu schärfen.

Wenn du das nächste Mal draußen spazieren gehst, dann schau dich doch einmal um, welche Geschenke du entdecken kannst.

Von 💖 zu 💖











(c) Erika Klann

Montag, 24. Februar 2020

Fasching - eine Möglichkeit 🎊


Seit Kindheitstagen liebe ich den Fasching.
Diese Unbeschwertheit, das Verkleiden und Lustig sein.

Dieser Tage fand bei uns wieder der Frauenfasching, oder auch Weiberball genannt, statt. Organisiert wird dieses Event mit viel Liebe und Engagement von unserer örtlichen Sing-gemeinschaft. Die Damen lassen sich immer etwas Besonderes einfallen.

Der Ball selbst, mit den vielen verschiedenen Masken, sämtlicher Altersklassen von Frauen, lädt zum Tanzen und Fröhlich sein ein. Heuer habe ich es ganz besonders genossen und habe als Hippie soviel getanzt wie schon lange nicht. Nach schweren Jahren des Abschieds und Trauer, Neubeginn und Neuorientierung war dies längst fällig. Alles hinter mir zu lassen. Vorwärts blickend Spaß und Freude zu begrüßen. Für mich war es ein herrlicher Abend! Ganz beseelt kam ich des Nachts zuhause an.

Es gibt Menschen, die mögen das Verkleiden nicht, das, wie sie meinen, zwanghafte Lustig sein.
Ich sehe das nicht so. Ein Faschingsfest, oder welche Veranstaltung auch immer, ist eine Möglichkeit sich zu unterhalten.

Das Leben bringt uns immer wieder Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Abschied, Trauer, Job, Familie, Krankheit.... Diese Dinge gilt es ohnehin zu durchleben.

Entscheiden können wir jedoch, ob wir daran kaputt gehen, oder auch mal aussteigen.
Faschingsfeste bieten die beste Gelegenheit. Schon allein die verschiedensten Maskierungen, können uns ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Natürlich nur, wenn wir uns dafür öffnen und bereit sind.

Von  💖 zu 💖





 (c) Erika Klann

Samstag, 1. Februar 2020

Ein Haufen Worte


Vor einiger Zeit hatte ich das dringende Bedürfnis, Klärung in eine schon seit langen bestehende, zwischenmenschliche Verbindung zu bringen.
Ich setzte mich also hin und begann mit einem Stift auf einem Blatt Papier zu schreiben…..
Die Worte flossen nur so, denn es gäbe ja viel zu sagen. Ich begann einmal, zweimal, und dann sogar noch ein drittes Mal. Jedes Mal, wenn ich 1-2 Seiten geschrieben hatte, stellte ich fest, dass es das nicht traf, was ich aussagen wollte. Aber was wollte ich eigentlich sagen und welchen Sinn oder Ziel sollten meine Worte tatsächlich verfolgen? Ich zerriss auch mein drittes Schreiben, weil ich mir gar nicht sicher war, ob meine Worte tatsächlich „ankommen“ würden.

Meine Gedanken wanderten....….

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Worte die angesprochene Person nicht immer so erreichen, wie sie gemeint sind, sondern so, wie sie gehört werden wollen.

Seit ich mich mit alternativen Heilmethoden beschäftige und die Welt ganzheitlich betrachte, habe ich zu vielen Dingen einen anderen Zugang, als früher. Erzählte ich „alten“ Freunden davon, konnten sie oft nichts damit anfangen. (Mittlerweile lasse ich es) Anders wieder in meiner Praxis oder bei Gesprächen mit Gleichdenkenden. Gespräche fließen und es herrscht ein reger Austausch, andere Energien schwingen..

Als ich das fertige Manuskript meines 1. Romans an TestleserInnen weiter gab, erhielt ich interessante Rückmeldungen zu so mancher Textpassage. Ich erkannte, dass das eine oder andere Argument durchaus mit der betreffenden Person zu tun hatte. Ich bin mir nicht sicher, wer den Hintergrund der Geschichte erkannt hat.

Denkt man an einen Streit innerhalb der Familie, bei dem jeder auf seinen Standpunkt pocht, sind die Kontrahenten nicht selten geneigt, sich misszuverstehen. Aber auch außerhalb familiärer Bande, konnte ich schon oft beobachten, dass genau jene Menschen blockieren, die selbst etwas verbockt haben und Gesagtes einfach nicht verstehen können, oder wegwischen. Jedes weitere Wort wäre Schall und Rauch.

Die beste Kommunikation entsteht aus meiner Sicht, wenn die Gesprächspartner sich öffnen – wer bin ich, wer bist du und bin ich bereit, dich und mich zu sehen. Wenn wir uns im Anderen erkennen und den Anderen in uns, wenn wir uns des Geschenk des „sich zeigen“ machen, dann beginnt eine ganz besondere Quelle zu fließen, die Quelle der Liebe und des Verstehens.

Jeder Versuch einer Konversation, die nicht von sich aus fließt, bleibt letztlich nichts als ein „Haufen Worte“

JEDOCH, ob und wofür wir uns öffnen (können/wollen), entscheiden wir letztlich immer selbst!

Von 💖 zu 💖 



(c) Erika Klann

Sonntag, 26. Januar 2020

Der Biber - Spiegel der Zeit?



Seit einigen Jahren sind bei einem Bächlein in meiner Umgebung  immer wieder Biber zu bemerken. Sehr willkommen scheinen sie nicht zu sein, weil ihre Dämme des öfteren aus dem Bachbett gerissen wurden und Biberfallen sah ich auch schon. Einen toten Biber ebenso.

Nun, ich gestehe, dass mich die angeknabberten und gefällten Bäume auch immer wieder irgendwie betroffen gemacht haben. Manchmal sind die Tierchen wirklich ganz arg fleißig.

Schon vor längerer Zeit, als ich betreten vor einer Vielzahl von gefällten Bäumen stand, fragte ich mich, warum der Biber das wohl macht. Ob er ein Schädling oder Nützling ist....

Eigentlich macht der Mensch ja nichts anderes. Wälder, die Lunge der Erde, werden für Windräder gerodet, aus Feldern werden Einkaufs- und Verteilerzentren gemacht, immer neue Straßen müssen gebaut werden, bald schon werden wir Umfahrungsstraßen für Umfahrungsstraßen brauchen....anstatt umzudenken, wird umgeleitet....immer mehr und mehr.

Jedoch, halt! Der Biber macht natürlich etwas anderes!
Er fällt nur Weichholzbäume, wobei mehr als 60 % der Stöcke wieder neu antreiben. Also verjüngt er den Baumbestand. Der Biber ist ein sehr intelligentes Tier und kann sich den Gegebenheiten anpassen. Da er nicht auf Bäume klettern kann, muss er sie fällen, um so an Äste und Triebe zu gelangen. Er rodet also nur um zu ÜBERLEBEN. Seine Dämme sind durchaus nützlich für Fische und Insekten. Insekten wieder bedeuten Nahrung für Vögel zum Beispiel. Laut meiner Recherche ist der Biber sogar ein Landschaftspfleger und entfernt sich nicht weiter als 10 m vom Gewässer. Aber geben wir ihm überhaupt so viel Platz??!

Der Mensch will überall alles an sich ziehen und für sich beanspruchen. Rücksicht auf Tiere wird so gut wie gar nicht genommen. Jedes Mal, wenn ein Stück Land oder ein Wald gerodet wird, bedeutet das die Zerstörung der Heimat von Tieren.

Mir scheint, dass wir uns als "DIE" Krönung der Schöpfung dessen gar nicht bewusst sind oder bewusst sein wollen.

Tiere können wir schnell als Schädlinge abtun, aber sind nicht WIR die Schädlinge auf diesen Planeten? Dinge, die derzeit auf der Erde passieren, dienen weder dem Überleben der eigenen Spezies, noch dem anderer.

Wo soll denn beispielsweise der Biber (und andere Tiere) leben, wenn wir alles für uns beanspruchen?
Welche Welt möchten wir unseren Kindern und Kindeskindern hinterlassen? Wird es nicht Zeit aufzuwachen und zu erkennen, dass alles Eins ist, und jede Zerstörung letztendlich auch unser Ende bedeutet?

Jedes Umdenken und ist es noch so klein, ist ein Anfang!

Von 💖 zu 💖



(c) Erika Klann

Dienstag, 31. Dezember 2019

2020 - ein neues Jahrzehnt steht vor der Tür 🎆🎇🎉


Vielleicht ist dieser Silvester für viele Menschen einfach ein Silvester wie viele andere auch. Ein neues Jahr steht vor der Tür. Für mich jedoch hat dieser 31. Dezember 2019 eine etwas andere, ganz besondere Energie. Für mich beginnt nicht nur ein neues Jahr, sondern auch ein neues Jahrzehnt und wie mir scheint, ein neuer Lebensabschnitt.

Wenn ich auf meine bisher erlebten Jahrzehnte zurück blicke, so kann ich erkennen, dass jedes für etwas stand.

Vor 20 Jahren, im Jahr 1999 begann für mich eine Art neue Zeitrechnung. Damals verließ mit meinen beiden Kindern eine Ehe, die ich nicht mehr leben konnte. Mithilfe von Freunden erschuf ich ein neues Zuhause für mich und meine beiden Kleinen.

Für manche mag dieser Schritt mutig gewesen sein, kann sein, ich habe ihn auch nie bereut.
Rückblickend betrachtet, war ich wohl auch ziemlich naiv. Der Vater meiner Kinder hatte sich von seinen Kindern nahezu gänzlich zurückgezogen. Das hatte wieder zur Folge, dass die ganze Verantwortung auf meinen Schultern ruhte. Oft war ich müde, hilflos und erschöpft und vielleicht nicht immer so präsent, wie ich es mir gewünscht hätte.
Dennoch, ich habe es geschafft, wir haben es geschafft, aus meinen Kindern sind wundervolle Erwachsene geworden, auf die ich sehr stolz bin.

Es gab viele Höhen und Tiefen; Liebeskummer, Mobbing, eine chronische Erkrankung, einige Jobwechsel, eine Kurzzeitehe, neue Ausbildungen, berufliche Neuorientierung und und und..... 

Gestern habe ich mich hingesetzt und über die letzten 20 Jahre nachgedacht und aufgeschrieben, was so passiert ist. Im Groben natürlich und letztendlich  bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich ganz viele Dinge geschafft und geschaffen habe. Trotz vieler Enttäuschungen, Verletzungen und Verluste, gab es ganz viele wunderschöne Momente in meinem Leben, allen voran, dass ich meine chronische Erkrankung überwunden habe.

Oh nein, ich will mich nicht beweihräuchern, wie toll ich bin, ich möchte nur aufzeigen, dass jeder von uns Talente und Stärken hat. Es ist nicht alles Scheiße, selbst wenn man das immer wieder mal so fühlen mag. Es gibt sie, diese Höhen, diese tollen Tage und Momente, diese einmaligen Gelegenheiten, wundervolle Gespräche mit lieben Menschen, Begegnungen, besinnliche Momente mit sich selbst....alles was es braucht, ist sich dafür zu öffnen, hinzusehen, würdigen und dankbar zu sein!

Ich habe bei meiner Liste erkannt, dass ich unterm Strich betrachtet, für diese letzten 20 Jahre dankbar sein kann!

Nun darf es kommen, das neue Jahrzehnt, die 20iger Jahre!  Mit fünfzig die Zwanziger erleben, das hat doch was 😉😉😉😜💕

Ich wünsche allen Menschen ein gesegnetes, glückliches Neues Jahr 2020 möge die Liebe die treibende Kraft hinter allen Unternehmungen sein, denn ohne Liebe ist alles nichts!

Von 💞 zu 💞



 (c) Erika Klann

Dienstag, 24. Dezember 2019

Last Christmas - Hass oder Liebe oder einfach 💖


Wenn die Tage kürzer werden, die Nächte länger werden, wenn die ersten Weihnachtsmärkte aufgebaut werden, die ersten Lichterketten zu sehen sind und sich das Jahr dem Ende neigt, dann beginnt die Adventzeit. Die Zeit vor Weihnachten, dem Fest der Liebe.💖

Jedes Jahr zu dieser Zeit, scheinen sich Menschen in zwei Lager zu spalten. Dabei geht es "nur" um ein Lied "Last Christmas", welches 1984 veröffentlicht wurde. Ich kann mich noch gut erinnern, wie das Video damals im Fernsehen ausgestrahlt wurde. Damals süsse 18 mochte ich es vom ersten Moment. Wham waren damals in. George Michael hatte auch eine unverkennbar, tolle Stimme.
Nach 35 Jahren kann ich diesen Song wieder und wieder hören - für mich ist er zeitlos.

Aber nicht nur Last Christmas, sondern ganz viele andere Lieder, die in dieser Zeit zu hören sind.

Nun sind Geschmäcker zum Glück verschieden und nicht jedem gefällt alles. Als ich jedoch in der Vorweihnachtszeit wieder einmal las, dass eine Dame auf Facebook schrieb, sie hätte schon am Morgen dieses Lied gehört und sie hasst es, wurde es still in mir.

Hass ist ein sehr tiefes Gefühl. Ich weiß noch, wie es war, als auch ich einmal dieses Gefühl empfunden habe, vor fast zwei Jahrzehnten. Dieses Gefühl entstammte damals aus der Verletzung, Ohnmacht und Enttäuschung. Zuerst machte mich dieser Hass ganz groß und letztendlich ganz klein. 

Manchmal finden wir eine Entschuldigung Hass zu empfinden, aber welche gibt es bei einem Lied??!
Ein Lied ist doch nur eine Ansammlung von Noten und dafür gedacht, Freude zu bringen.
Wenn man schon dort anfängt, Hass zu empfinden, wie geht es dann weiter?

Wenn du also heute vielleicht vor einem Weihnachtsbaum sitzt und vom Fest der Liebe sprichst, dann überleg  einen kurzen Moment, wie es in deinem Inneren tatsächlich aussieht. Für welche Energien in deinem Leben du dich entscheidest und welche negativen Gefühle dir nicht wirklich hilfreich sind.
Frage dich, ob du gehasst werden willst, nur weil jemand deine Haare/Nase/ oder sonst etwas an dir nicht gefällt.

Wer wünscht sich nicht Frieden auf Erden?
Dieser Friede kann jedoch nur in jedem Einzelnen beginnen.💖💖💖

von 💖 zu 💖





(c) Erika Klann

Sonntag, 1. Dezember 2019

Voll verkopft 👷👷👷👷👷👷 😂😂


Vor einiger Zeit erzählte ich einer Bekannten davon, dass ich im Schuppen, der ehemaligen Werkstatt meines Vaters, ihn an manchen Tagen ganz stark riechen kann. Total ausgeprägt, grad als stünde er hinter mir

Die Frau hatte sofort eine sehr interessante Erklärung dafür. Sie meinte, wenn  jemand sich wo sehr oft aufgehalten hat, dann kann es sein, dass der Geruch überall drinnen ist.
Ihre Erklärung erinnerte mich ein eher an eine Raucherwohnung oder Küchengerüche 😂😂😂😂

Meiner Entgegnung, dass in jenem Schuppen nichts mehr ist, wie es zu Vaters Lebzeiten gewesen ist, die Wände und der Boden gestrichen, andere Schränke darin sind, konnte sie nichts Wirkliches entgegnen, nahm es auch nur am Rande zur Kenntnis.

Ich sprach nicht weiter, denn ich habe gelernt, nichts und niemanden von etwas überzeugen zu wollen, vor dem er/sie sich irgendwann abgespalten hat - vom Fühlen und Spüren. 💓
Dazu gehört für mich auch, das sich Öffnen für all jene Dinge, die wir mit dem Kopf oder Verstand nicht erfassen können.

In meinem Inneren fühlte ich leises Bedauern, weil nicht nur sie, sondern viele Menschen dieser Zeit sich fast ausschließlich vom Verstand leiten lassen und ihr Herz ganz fest verschlossen haben. Verschlossen vor sich selbst, ihren Mitmenschen und den Wundern des Lebens.

Dabei ist die Welt so voller Wunder, die wir nicht erklären können. Schon allein unser Körper ist ein einziges Wunderwerk und die Liebe, ist es nicht ein großes Wunder, was sie alles vermag?

Kann man Liebe rational erklären? Vielleicht, aber ganz genau betrachtet ist sie Energie, die über Zeit und Raum bestehen kann. 💞

Heute ist der 1. Adventsonntag - nicht mehr lange und über den gesamten Erdball verteilt werden Menschen Weihnachten feiern - das Fest der Liebe. 💖💖💖💖💖

Ein gesunder Verstand kann sicher recht hilfreich sein, aber erst der Weg vom Denken zum Fühlen kann uns zu wahren Schätzen führen. Vor allem wird die Welt größer, weiter, bunter, freudvoller und wenn wir trauern, tröstlicher. Leben ist weit mehr, als uns der bloße Verstand erkennen lässt.
Wer sich dafür nicht öffnen mag, ist letztlich selber schuld 😉😉

Von 💖 zu 💖 









(c) Erika Klann

Freitag, 22. November 2019

Nachtgedanken - zwei Jahre später


Heute jährt sich der Todestag meines Vater zum zweiten Mal. 
Wir hatten 51 gemeinsame Jahre, von denen nicht alle gut waren. Meine Pubertät war unsere härteste Prüfung, denn er, 1926 geboren, hatte ganz andere Vorstellungen, als ich. Dennoch, Liebe verzeiht und wir haben uns verziehen. Es gab schon lange nichts mehr vorzuwerfen, alles war gut. 
Wir waren füreinander da, bis zum letzten Atemzug.

Viel ist passiert in den letzten beiden Jahren und gerade dieser Tage konnte endlich der letzte Teil der Verlassenschaft erledigt werden. Ein Abschluss und Neuanfang, so scheint mir. 

Die Erinnerungen sind noch sehr stark, an manchen Tagen, kann ich ihn riechen, an manchen Tagen bin ich noch traurig, vermisse ihn und weiß, er bleibt mit seinem Tun und Sein unvergessen. 💕

Für seine Beerdigung habe ich "Nachgedanken" verfasst, die ich heute hier veröffentlichen will:


Geliebter Vater!

Neun Monate sind nun vergangen seit du deinen  Zusammenbruch hattest.

Neun Monate sind die Zeit in denen ein neues Leben im Mutterleib reift, für dich
waren es neun Monate in denen du dich nach und nach von deinem Leben verabschiedet hast.

Neun Monate voller Hoffen und Bangen und vielen Ängsten in der Nacht, weil du des
Nachts immer wieder gestürzt bist.

Neun Monate sind nun vorbei und vorbei ist auch dein Leben in dieser Welt.

Langsam kehrt Ruhe ein, schwindet die nächtliche Angst und doch finde ich des Nachts kaum Müdigkeit.
Es ist gut und was noch nicht gut ist, wird gut!

Jeden Tag ein bisschen mehr. Ein bisschen mehr Leichtigkeit und Freiheit.

Neun Monate in denen dein Leben nach und nach verging und nun für mich ein Neues beginnt.

Oft werde ich noch an dich denken, wenn ich draußen auf den Feldern meine Runden drehe und ich dich in Gedanken dort gehen sehe, wie du einst dort gegangen bist.
Im Sommer und im Winter, stets warst du dort um nur ja fit zu bleiben.

Nun bist du zum Licht gegangen, dein Werk ist vollbracht und der kleine Mann mit dem Hut wird  allen, die dich immer gesehen haben, unvergessen sein.

Danke Vater, für alles! 💞

von 💖 zu 💖

 

(c) Erika Klann

Samstag, 16. November 2019

Bedingungsloses Grundeinkommen für alle – ist die Zeit reif dafür?



In der kommenden Woche findet in Österreich ein Volksbegehren über das „bedingungslose Grundeinkommen für alle“ statt. Wie bei den Volksbegehren so üblich, wird auch dieses in den Medien kaum erwähnt. Schade eigentlich, denn gerade für die Politiker sollte es von großem Interesse sein, was die Bürger, ohne deren Unterstützung sie nicht ihr Amt bekleiden würden, sich wünschen….. nun gut – das ist eine andere Geschichte ….

Es findet also dieses Volksbegehren statt und natürlich gibt es wie bei allem, das den Menschen fremd ist, Kritiker.

1. Das bedingungslose Grundeinkommen würde die „Faulheit“ des Einzelnen unterstützen
2. Wie sollte man das finanzieren…

Nun, Menschen, die nichts tun wollen, tun auch ohne bedingungslosem Grundeinkommen nichts.
Es gibt so viele, die gern Neues erschaffen würden, aber das muss Mann/Frau sich auch einmal leisten können.

Man stelle sich nur vor, was für ein riesiges Potential frei werden würde, wenn alle ein fixes Grundeinkommen von 1.200,00 bekämen! Jedes Monat 1.200,00 ohne Wenn und Aber und du entscheidest, was du dazu verdienen willst und wenn nicht, na dann musst du halt schauen, wie du mit den 1.200,00 durchkommst. Miete, Energiekosten, Versicherungen, Kredite, Leasingraten  usw. machen oft schon so viel aus. Da bleibt dann nicht mehr viel zum Konsumieren.

Wie viel Druck wäre aus unserer Gesellschaft, wenn sich niemand mehr sorgen bräuchte, wie er seine Lebenserhaltungskosten bestreitet. Wie viele Kleinstgehälter müssten sich nicht mehr von einem Monatsersten zum nächsten durchkämpfen. Es gibt Jobs, die muss man sich einmal "leisten" können, wenn die Lebenserhaltungskosten höher sind, als das Einkommen...

Würde  jeder zusätzlich € 1.200,00 monatlich bekommen, sähe die Welt anders aus.
Jeder könnte frei entscheiden, wie viele Stunden sie/er zusätzlich arbeiten will. Gerade Jobs in der Pflege und im Handel haben fordernde Arbeitszeiten und Bedingungen, und sind noch dazu nicht unbedingt gut bezahlt. Es gibt aber noch eine Menge anderer ArbeitnehmerInnen, die mit wenig auskommen müssen, sich durch die Monate "wurschteln".

Chefs würden sich vermutlich besser überlegen müssen, wie sie mit ihren Mitarbeitern umgehen. Meine Mobbinggeschichte wäre damals sicher nicht lange gelaufen, hätte ich als Alleinerzieherin nicht Sorge gehabt, wie ich ohne Job unseren Lebensunterhalt bestreiten soll.

Dinge wie „All-in-Verträge“ würde es vermutlich auch nicht mehr lange geben, weil das niemand mehr mitmachen würde.

Junge Mütter könnten selbst entscheiden, wie lange sie bei ihren Kleinen zuhause bleiben wollen.
Mancherorts sind die Kosten für Kindergärten noch dazu ziemlich hoch.

Obdachlosigkeit würde vermutlich auch der Vergangenheit angehören. Menschen, die auf der Straße gelandet sind, hätten eine bessere Chance!

All jene, die einen gut bezahlten Job, oder ein Studium absolviert haben, mögen dem bedingungslosen Grundeinkommen vielleicht skeptisch gegenüber stehen, aber es muss auch Leute geben, die weniger „hochwertige“ Jobs ausführen, wobei was ist schon hochwertig? Ein Klo muss genauso geputzt werden, da hilft die ganze Bildung nichts….. Jeder ist wichtig und trägt einen Teil zur Gesellschaft bei, somit sollte sich auch jeder mehr leisten können, mehr als nur die Lebenserhaltungskosten.

Die Frage, wie man das wohl finanziert….Ich behaupte, dass niemand auf dieser Erde hungern müsste, denn, wie ich schon einmal in einem Blog geschrieben habe, ist Geld kein Bodenschatz der eines Tages ausgeht, es ist etwas von Menschen Erzeugtes. Wenn alle Staaten dieser Welt entscheiden würden, dass sie ihre Druckmaschinen anwerfen und soviel Geld drucken, dass genug für alle da wäre, dann wäre das eben so. Wer könnte das denn unterbinden, als der Mensch selbst???
Gott sicher nicht!

Freilich wird es so nicht sein, denn da wäre ja auch eine Menge Macht dahin.....
Ich bin mir aber ganz sicher, dass sich dieses bedingungslose Grundeinkommen ganz locker finanzieren lassen würde. Ich glaube auch, dass mehr Geld da ist, als man uns erzählt...seit ich mich erinnern kann, hieß es, wir hätten so viele Schulden und dennoch konnten wir uns den Beitritt zur EU leisten und protzten noch damit, Nettozahler zu sein.... Aha, also ganz ehrlich, wenn meine Taschen leer sind, dann sind sie leer.... Gut, ok, andere Systeme, ich weiß und ich will hier auch nicht politisieren......  😉😉😉

Natürlich macht Geld allein nicht glücklich. Jedoch wer genug hat, um gut seine Fixkosten zu bestreiten und nicht gleich aus allen Wolken fällt, wenn mal die Waschmaschine kaputt ist, oder das Auto eine Reparatur benötigt, lebt sicher um einiges ruhiger und entspannter!

Eine neue Welt…. ? 😃
Arm und Reich ist nicht mehr zeitgemäß, sondern die Fülle für alle, die Wertschätzung für jedermanns(fraus) Arbeit, und das überall auf der Erde!

Wäre es nicht Zeit, umzudenken und sich von all den begrenzenden Gedanken zu verabschieden?

Wer sich also wünscht, dass es jedem in diesem Land finanziell besser geht, der hätte nun die Möglichkeit mit seiner Unterschrift ein Signal zu setzen, ein Signal für eine neue Zeit!

Wenn nicht jetzt, wann dann? 😄

Von 💞 zu 💞








(c) Erika Klann

Samstag, 9. November 2019

Hamburg und die Welt ⛴⛴⛴⛴



Im September hatte ich das Glück und die Freude in den Norden Deutschlands nach Hamburg zu reisen. So wie schon Rom, stand Hamburg früher nicht auf meiner Reisewunschliste. Also nicht, dass ich diese Stadt ausgeschlossen hätte, aber es gab keinen unbedingten Wunsch dorthin zu fahren.

Bis zum dem Tag vor zwei Jahren, als wir (drei Mädels) von Sylt nachhause fliegen wollten und die damals schon marode Fluglinie Air Berlin kein passendes Flugzeug zur Verfügung stellen konnte. So kamen wir in den Genuss, mit der Deutschen Bahn von Sylt zum Flughafen Hamburg zu reisen um von dort nach Wien zu fliegen. Als wir mit der Bahn durch die Hansestadt fuhren, bemerkte ich, wie grün sie doch sein muss und wurde neugierig. Doch leider sahen wir an jenem Junitag nicht mehr als die Bahnstrecke und den Flughafen. Mehr Zeit war nicht und eigentlich war unser Ziel ja Wien!

Jetzt, zwei Jahre später war es so weit. Ich besuchte Hamburg, beschritt Wege, die ich zuvor nur aus der Bahn gesehen hatte.

Der Wettergott meinte es sehr gut mit uns, denn die Schlechtwetterprognose erwies sich Gott sei Dank als falsch. Wir spazierten durch die Stadt, die ich irgendwie ruhiger und klarer empfand, als beispielsweise Rom.

Fasziniert haben mich die Backsteinhäuser, die für den Norden so typisch sind. Vor allem hat mir imponiert, dass man diesen Stil auch bei Neubauten treu bleibt. So genoss ich die überschaubare City, die Binnenaster, Frühstück am sonnigen Sonntagmorgen bei der Außenalster und die Landungsbrücken mit Blick auf die Elbphilharmonie auf deren Plattform man kostenfrei gelangen konnte. 

Natürlich war das Musical „König der Löwen“ ein Muss, nachdem meine Kids diesen Zeichentrickfilm seinerzeit laufen hatten. Die Art der Show war schon sehr faszinierend. Spannend wie man ein Gefühl von Afrika auf die Bühne zauberte. Interessant fand ich auch die Fahrt mit dem Schiff zu den Theatern an der Elbe. Planten un Blomen, eine herrliche Parkanlage, für die leider viel zu wenig Zeit war, hat mir ebenfalls gut gefallen. Die Reeperbahn war mal nett zu sehen, aber für mich doch zu viel Betrieb.

Im „Michl“ konnten wir eine Hochzeit sehen und einer Gemeinschaftstaufe beiwohnen, die ich als katholisch Aufgewachsene so nicht kannte. Ich finde die evangelische Kirche weltoffener, nicht so von sich eingenommen, so wie der Satz im katholischen Glaubensbekenntnis „Ich glaube an die heilige katholische Kirche….“, dieser ist bei den Lutheranern allgemeiner gehalten in „die christliche Kirche“.

Natürlich, so wie es sich für Hamburgreisende gehört, durfte eine Hafenrundfahrt nicht fehlen. Wir hatten Glück, denn es war gerade eines der größten Containerschiffe im Hafen. Es hat Platz für 21.000 Container, wobei in einen Container 25.000 Paar Schuhe passen oder 50.000 Flaschen Bier. Dieses Schiff kann nicht innerhalb von 48 Stunden entladen werden und muss deshalb den Hafen verlassen, um später wieder einzulaufen und weiter entladen zu werden. Würde es nicht auslaufen, dann wären sehr hohe Liegegebühren zu bezahlen. Den genauen Betrag habe ich vor lauter Zahlen vergessen… In den Containern befindet sich alles, was Europa so braucht: Rindfleisch aus Argentinien, Schuhe, Kleider, Deko und und und. Von dort wird es mit der Bahn oder LKWs weiter quer durch Europa transportiert. Es sind schon gewaltige Mengen, vor allem war dieses große Containerschiff ja nicht das einzige, das im Hafen lag.

Wenn ich Woche für Woche die verschiedensten Flugzettel bekomme, frage ich mich seit dem, ob all die Dinge, die uns angeboten werden, auch über Hamburg gereist sind und ich frage mich auch, ob wir das wirklich alles  brauchen und ob Europa nicht in der Lage ist, seine Sachen selbst zu produzieren? Ist diese ganze Verschifferei mit dem ganzen Transport noch immer kostengünstiger?
Und ist weit gereistes Rindfleisch aus Argentinien echt besser? Man bedenke, wie lange das Tier schon tot ist, bevor es irgendwo auf einem Teller landet….

Nun gut, den Welthandel muss und will ich auch gar nicht verstehen.
Zu Marco Polos Zeiten hat man halt die Dinge mitgebracht, die es nicht gab, heute wird alles woanders billigst produziert, kreuz und quer transportiert und dann regen wir uns über die vielen LKWs,  auf, die über die Autobahnen donnern. Wenn wir nach diesen Waren gieren, dann müssen wir aber auch damit klar kommen.

Ich will hier nichts bewerten, sondern einfach ein wenig zum Nach-Denken anregen.

Was brauchst du wirklich? Wie gehst du mit deinen Sachen um? Lebst du munter die Wegwerfgesellschaft, die uns ständig neue Errungenschaften, die wir angeblich brauchen, vorsuggeriert? Folgst du jedem Trend? Jedes Jahr, neue Deko oder neues Outfit…

Wie auch immer, jeder wie er glaubt.

Hamburg hat mir sehr gut gefallen und sehr imponiert. Der Norden hat so eine eigene, durchaus faszinierende Energie.
Mal schauen, wo mich meine Reise als nächstes hin führt…. möglicherweise zu einer weit entfernten Stadt, zu der ich vor rund 25 Jahren mal hinwollte, aber das ist eine andere Geschichte....

Leben im Hier und Jetzt und sich daran erfreuen, und entdecken was es Tolles bereit hält, ist doch ein sehr schöner Gedanke. Das Jahr ist noch nicht vorbei, aber ich kann jetzt schon sagen, dass ich sehr vieles entdeckt habe 😄😄😄😄


Von 💗  zu 💗






(c) Erika Klann