Samstag, 25. März 2017

Frühling ist's 🌷🌷🌷🐝


Nun ist er da, der Frühling, die wohl aufregendste Zeit im Jahr.

Alles sprießt und blüht, als hätte es nur darauf gewartet, dass die wärmenden Strahlen der Sonne nun mehr und mehr auf die Erde gelangen.

Der Wald voll mit Schneeglöckchen, die teilweise schon wieder verblühen, der Bärlauch ist innerhalb von wenigen Tagen regelrecht aus der Erde geschossen, die Wiesen voll mit Primeln und Veilchen, während die Weidenkätzchen schon verblühen, erblühen nach und nach die Obstbäume.

Unser Marillenbaum erstrahlt in voller Blütenpracht und duftet ganz herrlich. Den Bienen scheint es auch zu gefallen, denn sie fliegen eifrig von Blüte zu Blüte und so hoffen wir, nach einigen Jahren des Wartens, heuer auf eine reiche Ernte.

Für viele mag der Winter lang und dunkel gewesen sein. Ich selbst habe das nicht so schlimm empfunden, kälter vielleicht als die letzten Jahre, aber dafür war der See einmal wieder länger zugefroren. Gerade heute, am 25. März 2017 hat Facebook mich daran erinnert, dass hier in meiner Heimat, am 25. März 2013  Schnee gefallen ist. Dabei wird Schnee in unseren Breiten schon im Winter immer seltener und dann erst im März!!

So empfindet jeder anders, immer verbunden mit seinen Erfahrungen und seinem Sein.

Der Winter brachte in meiner Familie gewaltige Umstellungen und Umbrüche, die sich schon im Dezember ankündigten und nun sortiert sich alles auf eine neue Art und Weise.
Ich habe dabei viel Neues erfahren, nicht zuletzt auch mich selbst neu kennen gelernt, unter anderem auch in der Weise, voll und ganz zu dem zu stehen, wer ich bin und was ich mache und mich nicht in Systeme reinquetschen zu lassen, denen ich nicht zustimmen kann.

So durfte ich eine ganzheitliche Ärztin kennen lernen, die sich sogar die Mühe machte, einen Hausbesuch zu machen. Wir konnten uns ganz wunderbar austauschen, weil wir beide den Menschen als GANZES betrachten.
Eine Einheit aus Körper-Geist-Seele - das auch schon Paracelsus seinerzeit erkannte.
Leider wird dieses Wissen in keinem "normalen" Medizinstudium gelehrt.

Aber wie gesagt, der Frühling bringt nicht nur neue Knospen und Blüten, sondern auch Aufbruch und Neuerungen in allen Ebenen....

Weil wir unsere Stimmung in diesem Frühling 2017 nicht von Wetter abhängig machen wollten, begaben meine wundervolle Tochter und ich uns bei Regen in den Wald. Den Vögeln war der Regen gleichsam egal, denn sie zwitscherten um die Wette. Alles war so ruhig und roch so herrlich nach Erde. Auf unserem Weg durch den Wald entdeckten wir ein "Naturwaschbecken" und hatten unsere Freude daran.

Ja, der Frühling bringt allerhand Neues und heute mit der Zeitumstellung eine Stunde mehr Licht am Abend. Eine Stunde für jene, die am Morgen noch keine Möglichkeit haben, sie für sich zu nutzen. Die Zeit der Fülle ist nun voll im Gange.

Genieße es und freue dich über die Farbenpracht und Vielfalt, die sich im Moment täglich mehr entfaltet.

Ich wünsche uns allen eine segensreiche und glückliche Frühlingszeit!

Von 💖 zu 💖













(c) Erika Klann


Freitag, 17. März 2017

endlich - ein tröstlicher Besuch im Wald 🌳🌲


Schon während ich mich mitten im Chaos befand, riet mir eine Freundin: "Geh in den Wald und hole dir Trost." Sie hatte natürlich recht und ich  selbst hatte schon diesen Wunsch, aber (noch) nicht die Ruhe um mich 2 - 3 Stunden in den Wald zurück zu ziehen.

Letzte Woche, da die Dinge ihren Lauf nehmen und sich das Chaos Stück für Stück ordnet, war ich endlich frei genug wieder in den Wald zu gehen, um meine Batterien aufzuladen.

So begann ich also endlich meinen Weg durch den Wald. Anfangs hatte ich noch Mühe meine Gedanken abzuschalten, aber je länger ich ging, desto ruhiger wurde ich. Bald hörte ich nur noch das Zwitschern der Vögel, die den Frühling unüberhörbar ankündigten.

Als ich das letzte Mal hier war, war das Bächlein noch unter einer dicken Eisschicht verborgen. Nun zeigte mir der nahende Frühling ein Meer von Schneeglöckchen.

Nicht nur in meinem Leben hatte sich seit dem viel verändert, sondern auch in der Natur.

Wie oft war ich schon hier gewesen, aber erst heute nahm ich verschiedene Markierungen von Wegen wahr, die mir bisher noch nie richtig aufgefallen waren oder ich gar als mögliche Wanderrouten für mich in Betracht gezogen hatte. Jedes Ding braucht seine Zeit und ich brauchte wohl auch meine.

Je länger ich durch den Wald wanderte, desto friedlicher und ruhiger wurde es in mir, wohl wissend, dass nun ein neuer Abschnitt beginnen würde, nicht nur für mich, sondern für meine gesamte Familie. Dieses Wissen brachte mir noch mehr Frieden und auch Dankbarkeit.

Jede Aufgabe, die uns das Leben bringt, bringt uns neue Einsichten, neue Erkenntnisse und bereitet uns den Weg für wieder Neues. Es liegt immer nur an uns selbst, wie wir diesen Weg gehen und ob wir auch das Potential erkennen, das in dieser Erfahrung liegt. Natürlich ist diese Erkenntnis oft nicht gleich sichtbar, der Weg kann ziemlich hart und fast nicht auszuhalten sein und dennoch, wie wir den Weg gehen, liegt an uns. An jedem Einzelnen.

Wenn du erkennst, dass du die volle Verantwortung für dein Leben trägst, kannst du sowohl durch ein Chaos gehen, als dir auch Gutes tun, entspannen, zurück treten, wieder gut auf dich selbst achten, denn der Mensch, dem du am allermeisten verpflichtet bist, bist DU selbst.

So wünsche ich uns allen freudvolle, entspannende und glückliche Frühlingstage! 🌸🌷🌷🌷🌽🌺🌼


Von 💖 zu 💖









(c) Erika Klann

Samstag, 11. März 2017

Wenn plötzlich die Zeit stehen bleibt.....

Viele kennen ihn wohl, diesen Moment wo plötzlich nichts mehr wichtig ist, nichts mehr von Bedeutung. Die Zeit scheint still zu stehen und dennoch dreht sich das Leben schneller weiter, viel schneller als bisher. Gleichzeitig gibt es keine Flucht aus diesem Rad, das sich schneller und schneller zu drehen scheint. Du befindest sich im totalen Chaos und musst einfach hindurch, wissend, dass nach jedem Chaos entsteht eine neue Ordnung....

Ich ging in den letzten Wochen durch ein Chaos, das ich in der Form noch nicht kannte.
Plötzlich erkrankte mein Vater akut und wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Erkrankung war sehr ernst und ich wusste, dass ich meinem Vater jeden Beistand geben wollte, der mir in meiner Funktion als Tochter, aber auch als Energetikerin möglich war.

Dazu war es nötig, meine pflegebedürftige Mutter so rasch als möglich gut unterzubringen, da sie seit einigen Monaten vermehrt stürzte und kaum mehr allein gelassen werden konnte.

Ja, mit der Erkrankung meines Vaters stürzte ein schon sehr wackeliges Kartenhaus komplett in sich zusammen. Dieser Einsturz brachte Chaos!

Er hatte meine Mutter weitgehend versorgt und nie gesagt, welche Hilfe er benötigen würde und nun, ganz egal, wie er gesunden würde, eines war klar, so wie es war, würde es nicht mehr weiter gehen und es war nötig Veränderungen durchzuführen.

Über unser Erleben rund um den Krankenhausaufenthalt möchte ich nicht weiter schreiben, nur  soviel, dass in einem Krankenhaus Menschen nur nach ihrem Alter beurteilt werden, ganz egal, welches Leben jemand geführt hat, wie fit jemand war oder sonstiges. Alt scheint schon ein gewisses Urteil zu sein. Es werden fixe Therapiepläne "durchgezogen", ohne dabei irgendwelche Nebenwirkungen zu beachten, ganz egal, ob der Patient diese nun hat oder nicht. 
Aussage einer Ärztin: "Man gibt alten Menschen dieses Präparat." Ein "Warum?" brachte keine Antwort. - Es handelte sich  um ein Antipsychotikum, das Halluzinationen verursachen kann, unter denen mein Vater ganz offenkundig litt und die erwünschte Erholung konnte so auch nicht eintreten.....

Ebenso spart sich unser System kaputt, denn es fehlt überall an Personal, ganz egal ob im Krankenhaus oder im Pflegeheim.

Diese Menschen, die heute als alt aufs Abstellgleis gestellt werden, haben in den Nachkriegsjahren unser Land aufgebaut - mein Vater hat 60ig Stunden in der Woche als Installateur gearbeitet und mitgeholfen, neue Wohnungen zu schaffen. Zudem ist er noch kriegsversehrt * Für diese Generation, der wir im Prinzip heute alles verdanken, gibt es keine ausreichenden Ressourcen  im Pflegebereich!

* am Rande bemerkt: seine jetzige Erkrankung trat genau am 72. Jahrestag seiner Kriegsverwundung auf!

Nun war für uns (mein Bruder, meine Tochter und mich) klar, den Vater so rasch als möglich aus dem Krankenhaus in häusliche Pflege zu übernehmen. Bis wir ihn nachhause nehmen konnten, gab es für mich viel zu beachten und organisieren.....

....Pflegebett, 24h-Betreuung, medizinische Betreuung, das Haus für die 24h-Betreuung putzen und vorbereiten, die Mutter ebenso immer wieder mal besuchen und unterstützen, Wäsche mitnehmen, den Vater so gut es geht stabil halten und mit Energiearbeit seine Selbstheilungskräfte immer wieder anregen, Gespräche mit Ärzten und Schwestern, Sorgen...Pflegegeldtermine etc etc..... also Chaos pur! Ich fühlte mich teilweise ganz hart am Limit!

Nichts zählte mehr, die eigenen Bedürfnisse werden in so einer Krisensituation fast ganz zurück geschraubt - die Nahrungsaufnahme erfolgte eher zwischendurch und wenn möglich versuchte ich mit Spaziergängen etwas Ruhe in mein Inneres zu bekommen. Mir bewusst auch meine Zeit zunehmen und mir Hilfe zu holen. Als eine Bekannte einen Besuch bei meiner Mutter übernahm brachte mir etwas Frieden.....

Langsam kehrt nun Ruhe ein, mein Vater erholt sich recht gut, macht immer wieder große Schritte vorwärts, dann auch mal wieder kleine Rückschritte, aber das darf sein. Er hat auch schon viel erlebt und darf nun ausruhen - was ihm gar nicht leicht fällt.

Mein Bruder, der sich zu allem Überfluss in diesem Chaos das Schlüsselbein gebrochen hat, ist auch sehr für unseren Vater da und die beiden haben nun auch die Chance ihre Beziehung neu auszurichten. Darüber freue ich mich von Herzen.

Ja, in jedem Chaos stecken auch viele neue Chancen, Dinge neu auszurichten. Dieses Kartenhaus musste eines Tages zusammen brechen und befanden wir uns vorher in einer gewissen Starrheit, konnten den Ausweg nicht sehen, so hatte ich nun innerhalb einer Stunde alles organisiert.

Ja, das Chaos zeigt uns unsere Stärken und Potenziale und es brachte eine neue Form des Zusammenhaltens und Zusammenwachsen.

In dem Chaos wurden neue Verbindungen hergestellt und sogar andere aus ihrem Chaos ein wenig befreit.

Mich hat es gelehrt noch mehr meinen alternativen Weg zu gehen, wach zu bleiben, und mir meine eigene Meinung zu bilden, unabhängig sämtlicher Unkenrufe.

Mein Vater wurde 2 Tage nach einer Kinesiologiesitzung mittels Surrogat wieder "wach" und begann wieder zu Schlucken, sodass eine Ernährungssonde vom Tisch war.
(Laut Schulmedizin hätte es noch Monate dauern können)

Hinter jeder Erkrankung liegt eine Ursache, die es zu erkennen gilt.

Wir sind nicht nur unser Körper, sondern Körper - Geist - Seele.

Wenn ein Mensch Willen, Lebensenergie und Kraft hat, dann gilt es für mich, diese zu unterstützen und sich nicht zu begrenzen. Es gibt nichts, was es nicht gibt, außer dort, wo man sich selbst einen Riegel vorschiebt.

Langsam kehrt also wieder Ruhe ein und aus dem Chaos beginnt sich etwas Neues zu bilden....die Wogen beginnen sich langsam zu glätten und ein neuer Frieden kehrt ein.

Mit Hilfe von mir nahe stehenden Menschen, bin ich durch dieses Chaos durchgegangen, aber da war auch etwas, das mir immer wieder ins Ohr flüsterte "Vertraue, alles wird gut!"

So flüstere ich dir ebenso ins Ohr, wenn du mal im Chaos steckst: "Alles wird gut und kommt wie es kommen muss!"


Von 💖 zu 💖










(c) Erika Klann

Freitag, 17. Februar 2017

Spuren im Schnee - mein Weg, dein Weg, ein Weg? 🐾🐾

Der heurige Winter hatte schon so einiges zu bieten. Genügend lange Kälte, dass sogar  der See gut zugefroren war und es gab auch immer wieder Schnee.

Nachdem der Schnee das Land bedeckt hatte, startete ich mit meinen Stöcken zu einem längeren Fußmarsch über die Felder. Nach vielen Tagen mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, war es an jenem Tag das erste Mal sogar "warm" und so kam ich ganz schön ins Schwitzen, weil ich gewohnt warm angezogen war.

Es war so herrlich windstill und angenehm, dass ich mich für einen längeren Marsch entschied und ich genoss es, durch den Schnee zu stapfen.

Interessiert betrachtete ich auch die anderen Fußspuren, die im Schnee zu sehen waren. Es ist immer wieder interessant und spannend, wenn man sieht, wo die Tiere hauptsächlich ihre Wege haben, oder wo auch vermehrt Menschen gehen. An manchen Wegen waren mehrere Spuren, an anderen wieder kaum welche, bis gar keine.

So fiel mir eine Spur ins Auge, die in die gleiche Richtung führte, wie meine. Ich versuchte, natürlich nur rein zum Spaß, in den Fußstapfen dieser Person den Weg fortzusetzen. Die Schritte waren ungefähr genauso lange wie meine, dennoch hatte ich große Mühe in dieser Spur zu bleiben. Nun ja, ich hatte meine Walkingstöcke dabei und hatte natürlich einen anderen Gehrhythmus, als die Person in deren Fußstapfen ich zu gehen versuchte.

Bald gab ich es auf und suchte wieder meinen ganz eigenen, individuellen Weg. Da fühlte ich  mich am wohlsten.

Ich verglich die Situation mit dem Leben und stellte mir die Frage, ob es gut ist in die Fußstapfen eines anderen treten zu wollen.

Es ist gut von anderen zu lernen, in die gleiche Richtung zu sehen, aber ich denke, dass es wichtig ist, sich seinen ganz eigenen Weg zu suchen und ihn konsequent zu gehen. Natürlich darf man immer wieder die Spur wechseln, oder sogar abbiegen, über Hindernisse steigen, oder was immer nötig ist. Sich immer wieder neu zu orientieren und auszurichten, mit dem was ist und dabei unbeirrte den eigenen Weg, das eigene Ziel weiter zu verfolgen, denn nur dann kannst du ganz DU sein, ganz individuell.

Wenn du in den Fußstapfen eines anderen gehen willst, ist das viel mühsamer, weil du immer darauf achten musst, wo die Person vor dir den nächsten Schritt hin getan hat.

Das lenkt dich ab und hindert dich gut voran zu kommen.

Es lenkt dich davor ab, auch andere Möglichkeiten zu sehen und zu erkennen und hindert dich, dir deine ganz eigene, persönliche Meinung zu bilden. Damit hinderst du dich selbst daran, deine wahre Größe und Stärke zu erkennen und dieser Ausdruck zu verleihen.

Sei ruhig mutig, sei du selbst und finde deinen eigenen Weg.

Von 💖 zu 💖




(c) Erika Klann

Freitag, 10. Februar 2017

Wenn Kinder in die Praxis kommen 👧👦 👶


Ich liebe meine Arbeit als Energetikerin sehr und jeder Mensch, ganz egal ob jung oder alt ist mir sehr herzlich willkommen. Es ist mir eine Freude und Ehre, wenn jemand in meine Praxis kommt, mir sein Vertrauen schenkt und bereit ist, seinem Leben eine neue Wende zu geben.

Glückliche und ausgeglichene Menschen tragen letztlich zum Wohle aller bei. Ihre Schwingung und Energie kann andere Menschen durchaus positiv motivieren.
Denke daran, was passiert, wenn dir jemand ein Lächeln schenkt :-)

Wenn Kinder in meine Praxis kommen, sind das jedoch immer ganz besondere Momente. Das erste Mal kommen die meisten Kinder, weil ihre Eltern das beschließen und ihnen etwas Gutes tun möchten.
Einmal hat MICH ein Kind selbst ausgesucht hat, d.h. es hat meinen Flyer entdeckt und ihrer Mutter gesagt, dass das etwas für sie wäre.

Das war ein besonderes Erlebnis, vor allem, weil die heutigen Kinder oft so klar sind.
Haben sich Kinder über Generationen in Formen passen lassen, so sind die Kinder der heutigen Zeit ganz anders. Aus meiner Wahrnehmung sind sie viel spüriger.

So ist es immer spannend, bevor ein Kind zum ersten Mal  kommt, weil man nie weiß, wie es kommt. Ist es ängstlich, neugierig, gespannt, ruhig, oder aufgeregt.  Besonders herausfordernd wird es, wenn ein Geschwisterchen auch noch dabei ist.

Ich erinnere mich an ein Brüderpaar, das im Spiegel meiner  Deckenlampe ihren Spaß hatte, während einer der beiden auf der Therapieliege lag. Mit der Zeit wurden jedoch beide ruhig und am Ende hatte der Kleine auf der Liege ganz rote Bäckchen.
Die Mutter war ganz erstaunt, wie ruhig ihr Kinder geworden waren.

Während manche Kinder sich ängstlich an ihre Mutter drücken, erzählen andere ganz frei von ihrem Problem.

Da war das Kind, das voller Angst vor dem Schuleintritt und anderen Dingen war und als es das nächste Mal wieder kam, fragte ich nach: "Und wie geht es dir mit deiner Angst?"
Antwort: "Alles weg, die Angst habe ich abgehakt."

Kinder sind oft viel klarer und unvoreingenommener, als wir Erwachsene. Sie wissen meistens ganz genau, was sie quält.

Dieser Tage war wieder ein Baby in der Praxis. So süß und rein. Frei von Ängsten. Die süße Maus lag auf der Therapieliege und schlief, während ich sie mittels Cranio Sacral behandelte. Bei ihr konnte man ganz genau sehen, wie sie auf die einzelnen Griffe reagierte. Einmal öffnete sie kurz die Augen, um danach wieder vertrauensvoll weiter zu schlafen.

Interessant ist, dass oft ältere Kinder ängstlicher sind, als kleine. So traute sich ein 11jähriges Kind nicht auf die Liege zu legen, oder sonstige Übungen mitzumachen. In solchen Fällen arbeite ich an der Mutter. In diesem speziellen Fall war die Mutter selbst extrem angespannt und konnte sich kein bisschen entspannen.

Wenn man annehmen kann, dass die Kinder oft unser Inneres spiegeln, dann liegt die Lösung auf der Hand. Eine entspannte Mutter bringt Entspannung in die Familie. Eine gestresste Mutter verbreitet Stress. Weil alles Leben Energie ist.

Egal welche Herausforderungen uns das Leben bringt, es ist immer wichtig sich Zeit für sich zu nehmen. Anzuhalten und zur Ruhe kommen.

Darum ist Cranio Sacral so eine tolle Behandlungsmethode bei Stress und Unruhe, sowohl für Mutter und Kind. Reseten, Zeit nehmen für sich, runter kommen. Eine ausgeglichene Mutter ist auch für ihr(e) Kind(er) Ausgleich, eine Mutter, die sich täglich am Rand des Machbaren bewegt, wird das auf Dauer nicht durchhalten und irgendwann wird der Körper Alarm schlagen.

Ob Cranio Sacral Behandlungen oder andere Möglichkeiten zur Entspannung du wählst, wichtig ist du tust DIR Gutes!

Ja, wenn Kinder 😍 in die Praxis kommen, ist das immer etwas ganz Besonderes, denn sie sind ein wichtiger Teil unserer Zukunft.


Von 💗 zu 💗







(c) Erika Klann

Freitag, 3. Februar 2017

...und es gibt auch diese Tage... 🌁🌁


Es war an einem Samstag. In der Nacht zuvor hatte ich einen merkwürdigen Traum, der mich aus dem Schlaf riss. Diese merkwürdige Stimmung blieb bis zum Morgen und so erwachte ich etwas gedämpft. Draußen war es kalt und nebelig. Mein Frühstück aß ich mehr im Reflex als zum Genuss. Nachdem ich spät aufgestanden war, war es auch schon fast Mittag bis ich mein Frühstück beendet hatte. Ich entschied mich für ein Bad, bevor ich einkaufen gehen wollte. Aber die Sache mit dem Bad lief nicht wunschgemäß, denn mein Warmwasserspeicher spielte mir einen Streich und so war das Badewasser fast kalt.....es wurde schon fast wieder dunkel, bis ich endlich zum Einkaufen gehen bereit war. Im Supermarkt war die Auswahl schon reduziert und schon bald machte ich mich wieder auf den Heimweg - jedoch, nicht ohne mir einen Strauß Tulpen zu schenken.

Ich brauchte etwas für meine Seele, denn an diesem Tag war ich gar nicht lustig. Gewisse Lebensumstände machten mir heute ganz besonders zu schaffen und wie das nun mal so ist, sobald sich das Gedankenkarussell zu drehen beginnt, wird es schneller und schneller und schneller - es dreht sich und dreht sich und dreht sich. Man droht beinahe in seinen eigenen Gedankensumpf zu versinken. Sich dann aus Frust irgendwohin zu begeben, macht gerade an so einen Tag wenig Sinn.

Ich entschied mich ein Buch zu lesen.
Kein Sachbuch, oder spirituelles Buch, nein einfach einen Roman, der mich unterhalten sollte.
Das tat er dann auch.Wohl brachte er mich zum Nachdenken, aber das empfand ich letztlich auch wieder angenehm. Ich las und las und las. In meiner Vorstellung sah ich mich schon im Morgengrauen das Buch zuklappen, aber dazu kam es nicht, weil irgendwann nach Mitternacht wurden meine Augen müde und die Buchstaben verschwammen.

Aber etwas ganz grundlegendes hatte sich geändert. Der Tag hatte durch das Lesen das Buches eine positive Wende bekommen. Ich hatte mein Gedankenkarussell verlassen und meine Traurigkeit war ebenfalls verschwunden. Zufrieden ging ich gegen 2 Uhr schlafen. 

Am nächsten Tag war es draußen wieder nebelig, aber das war mir egal. Ich begann den Tag wieder positiv, genoss mein Frühstück und begab mich zu einem ausgiebigen Marsch durch den Wald. Der Nebel machte alles so seltsam still und dennoch, wenn ich anhielt und nur horchte, konnte ich so viele kleine Geräusche vernehmen. Ich war voller kreativer Ideen. Alles war wieder gut.

Wer kennt sie nicht, diese Tage, des Grübelns? Tage, in denen man sich beinahe ein wenig ausgeliefert fühlt. Aus meiner Sicht ist es ganz gut sich diesen auch mal hinzugeben, durch den Zustand durchzugehen. Das hießt nicht, dass man es toll findet, aber auch nicht dagegen kämpft. Anhalten und sich Gutes tun. Sich selbst gut versorgen.

Manches Mal finden wir uns in Situationen, die uns nicht gefallen, aber nicht jede Situation lässt sich auf der Stelle verändern. Was wir verändern können, sind unsere Gedanken und Einstellungen dazu.

Bei mir wurde aus einem vermeintlichen Depri-Tag doch noch ein guter Tag, denn das Buch bereitete mir große Freude, abgesehen davon tat ich mir Gutes, in dem ich gut für mich sorgte, in dem ich mir Blumen kaufte, den Raum entsprechend beduftete, mir gutes Essen und Trinken gönnte und es mir echt gemütlich machte. Ich sorgte dafür, dass ich mich in meiner Haut wohl fühlte.

Man könnte auch sagen, Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Denn niemand sonst, ist für dich verantwortlich, nur DU 🌞


Von 💖 zu 💖





(c) Erika Klann

Freitag, 27. Januar 2017

(m)eine besondere Liebe 💖 💙💚💛💜

Der See

In früheren Zeiten mochte ich ihn nicht besonders. Sein Wasser war mir zu trüb und zu seicht. Außerdem war ich der Meinung, dass er stank. Nun ja, er ist ein Steppensee, nicht sehr tief und sein Grund ist oft schlammig. 

Im Sommer verbrachte ich die heißen Tage viel lieber in einem Freibad und so kam es, dass ich kaum in der Gegend um den See war. Ich schenkte ihm und seinem Umfeld kaum Beachtung.

Aber dann kam die Zeit, wo es sich durch Freunde und Bekannte ergab, dass man Tage am See verbrachte. Ich war anfangs eher wenig begeistert, da ich ihn ja nicht mochte und doch erwachte etwas in mir, das sich im Laufe der Jahre zu etwas für mich ganz Besonderem entwickelte. Fast zwei Jahrzehnte zieht es mich nun zu jeder Jahreszeit zu ihm hin.

Ob es nun Frühling ist, wo ich an seinen Ufern mit dem Fahrrad fahre. Mich dabei an den Strahlen der Frühlingssonne erwärme, oder mich am Blühen der umliegenden Obstbäume erfreue. Ab und an sitze ich auf einem der umliegenden Hügel und bestaune den See mit den ersten Segelbooten nach der Winterpause und der umliegenden Landschaft von oben.

Im Sommer finde ich Abkühlung in seinem Nass. Den Blick aufs Wasser, hinaus in die Ferne genieße ich oft stundenlang. Einfach sitzen und schauen. Ich erfreue mich am Schaukeln der Segelboote mit ihren bunten Segeln, wenn  Entenfamilien  vorüber schwimmen oder einfach an den Wellen. Wellen, die manchmal ziemlich heftig sein können, aber dann, wenn es fast windstill ist, bekommt der See ein ganz eigenes "Gesicht". Das Wasser wird zu einer riesengroßen Spiegelfläche. Ich sitze und schaue,  falle vielleicht in einen sanften Schlummer oder treibe auf meiner Matratze, während die Sonne meine Haut streichelt. Gerade wenn kaum Wind geht, kann ich mich abends nur schwer los reißen, weil es irgendwie so still wird. So friedlich. Die Menschen, die noch vom Badetag dort sitzen, oder jene die einfach nur einen Abendspaziergang machen, alle blicken gebannt zur Sonne, wenn sie hinter den sanften Hügeln verschwindet.

Im Herbst, wenn die Blätter der Weinstöcke sich langsam verfärben und wenn die Menschen am See noch die letzten warmen Sonnenstrahlen einzufangen scheinen. Die Weinlese schon im vollen Gang ist, die Gastwirtschaften der umliegenden Ortschaften schon den ersten Sturm der Saison anbieten und die Radsaison am See langsam ihr Ende findet. Auch dann hat der See seinen ganz besonderen Reiz.

Aber auch im Winter, so wie jetzt, nach einer längeren Kälteperiode, wenn sein Wasser zu einer dicken Eisschicht gefroren ist. Wenn die Sonne an einem strahlenden Tag den Schnee am Eis glitzern lässt und abends ihre rote Scheibe hinter dem Nebel verschwindet. Selbst, wenn der Tag nebelig bleibt, so hat der See seinen ganz eigenen Flair. Ich stehe auf der Eisfläche, alles ist weiß und es ist, als gäbe es nur mich, mich in der Natur und mein Blick scheint wieder in der Endlosigkeit zu versinken. Ganz weit draußen am Eis kannst du, wenn du bereit dazu bist, die Ruhe spüren und es gibt nichts zu tun, als zu sein. Das Knacken des Eises unterbricht meine Gedanken für einen kurzen Moment. Und ja, sogar im Winter muss ich mich immer los reißen, möchte noch eine Runde hinaus fahren und noch nicht zurück zum Steg, möchte den Blick hinaus in die Weite noch einmal aufnehmen, wieder und wieder.

Doch weiß ich, dass unsere Trennung nicht von Dauer ist. Es liegt an mir, wann ich mich wieder seinem Zauber und dem seiner Umgebung hingebe. Selbst, wenn das Wetter einmal nicht so schön ist, für mich ist er immer schön. In all den Jahren ist er für mich eine Art Heimat geworden, auch wenn ich nicht direkt bei ihm wohne, er ist .... meine ganz besondere Liebe.

Wäre es nicht schön, wenn wir von all unseren Beziehungen, allen voran unseren Liebesbeziehungen, genauso denken und fühlen würden?

Wie viele Menschen sind ein Paar und wissen gar nicht, was sie am anderen überhaupt lieben, oder ob sie ihn/sie nach vielen Jahren überhaupt noch lieben? Man ist zusammen, weil man sich einst verliebt hat, aber was blieb davon? Gibt es noch diesen Zauber, dieses vom anderen berührt werden, und damit meine ich jetzt nicht das rein körperliche Berühren. Berührt werden und wertschätzen, was der andere dir ist. Ob nun die Sonne scheint, ob es regnet, kalt ist oder stürmt, ganz egal zu welcher Jahreszeit. Die Wärme im Herzen ist es, die zählt.

Berühre und lass dich berühren! 


Von 💖 zu 💖






(c) Erika Klann

Freitag, 20. Januar 2017

Den Ahnen auf der Spur - wer bin ich, woher komme ich? 👶👦👧👱👩👨👴👵👥

Schon vor vielen Jahren habe ich mich durch Zufall mit Ahnenforschung beschäftigt. Damals war ich in einem internationalen Konzern tätig und stieß bei einer EDV-Schulung auf einen Mitarbeiter der ebenfalls Klann hieß und am anderen Ende der Welt lebte. Ich nahm kurzerhand Kontakt auf und erfuhr von ihm, dass er Ahnenforschung betrieben hatte und seine Vorfahren aus Deutschland stammen. Dies bewog mich, mich damals ebenfalls auf die Spurensuche zu begeben. Es war sehr spannend, aber irgendwann ging es nicht mehr weiter und nachdem ich mir den Namen "nur" erheiratet hatte, die richtigen Nachfahren kein Interesse hatten und meine Kinder noch zu klein waren, stellte ich meine Nachforschungen ein.

Meine eigenen Wurzeln haben mich natürlich auch immer wieder interessiert. Väterlicherseits wusste ich ein paar Dinge, ging diesen Spuren aber niemals nach. Vor einigen Jahren fragte ich meine Tante nach Unterlagen von meinen Großeltern mütterlicherseits und sie schickte mir Kopien der Dokumente, die sich in ihrem Besitz befanden. Allerdings befand ich mich damals in einer turbulenten Lebensphase, sodass ich keine Nachforschungen anstellte.

In letzter Zeit beschäftigt mich aber wieder verstärkt meine Großmutter mütterlicherseits und irgendwie spüre ich ebenso immer wieder einen großen Zug in das Land ihrer Geburt. Meine Großmutter war Jahrgang 1908 und ist schon vor fast 30ig Jahren verstorben. Sie kam in den 1920iger Jahren mit ihrer Familie von Deutschland nach Österreich, da eine Weltwirtschaftskrise herrschte und die Arbeit knapp war. Einige Jahre später kehrte ein Teil der Familie wieder nach Deutschland zurück. Meine Großmutter und ihre Schwester blieben der Liebe wegen in Österreich. Meine Oma hatte sich in meinen späterer Opa verliebt, geheiratet und drei Kinder geboren. Soweit mein Informationsstand.

Natürlich weiß ich auch, in welcher Stadt sie geboren ist und vermutlich später bis zur Ausreise gelebt hat, aber ich will auch wissen, wer meine Urgroßeltern waren und woher sie kamen und vor allem, wo mein Urgroßvater nach seiner Rückkehr gelebt hat.

Ein paar neue Informationen habe ich schon in Erfahrung bringen können und wenn ich mir im Internet Bilder des Geburtsortes oder des späteren Wohnortes  meiner Großmutter ansehe,  dann fühle ich so ein eigenartiges Gefühl der Verbundenheit und eine Vertrautheit, die sicher nicht aus einer persönlichen Erfahrung meines jetzigen Lebens stammen kann. Ich war noch nie dort, aber wenn ich mehr Informationen gesammelt habe, dann werde ich vielleicht mit meiner Tochter hinfahren, denn auch sie verspürt nach unseren Gesprächen eine Verbundenheit zu unserer Ahnin.

Nachdem ich aber nicht nur Ahnen von  meiner Mutterseite habe, habe ich meinen Vater auch noch einmal eingehend befragt, und diesmal alles aufgeschrieben. Meine Tochter und ich haben dann einen Stammbaum meiner väterlichen Vorfahren aufgezeichnet. Ja, und ich habe auch eine Ahnin aus dem früheren Mähren, deren genaue Herkunft ich zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls erkunden möchte.

Meine Urgroßmutter mütterlicherseits hatte ungarische Wurzeln, mein Urgroßvater vermutlich tschechische, meine Oma deutsche und meine  Urgroßmutter väterlicherseits kam aus Mähren. Der Rest meiner Ahnen scheint aus (Nieder)Österreich zu stammen. Spannend, vor allem meine Verbundenheit zu so manchen Ländern und Gegenden.

Die Energie der Ahnen ist immer da, nicht zuletzt wirken traumatische Ereignisse bis zu sieben Generationen nach, sofern sie nicht geklärt wurden. Man weiß, dass Gene aufgrund von Schocks sich verändern. Alles Leben ist Energie. Also ist es wichtig, unsere Ahnen nicht nur zu ehren, sondern ihnen ebenso Raum geben, denn nur gesunde Wurzeln  können einen Baum gut halten.

So verbinden Ahnen nicht nur ihre  Familie, sondern sie verbinden im Allgemeinen. 
So erzählte ich bei einer Kaffeerunde zwei Frauen von  meiner Spurensuche und schon holte eine der beiden die Unterlagen ihrer Vorfahren hervor und eine spannende Zeitreise begann.
Die andere der beiden Frauen erzählte mir, dass sie ebenfalls Vorfahren aus Mähren hätte, worauf ich erwiderte: "Wer weiß, vielleicht sind wir ja verwandt."💕

Irgendwo sind wir alle miteinander verbunden und auf die eine oder andere Art und Weise verwandt.

Wäre das nicht ein Grund genug, unseren Mitmenschen mit viel mehr Freude und Liebe zu begegnen?
Uns bewusst werden, dass wir alle einer Quelle entspringen?

Was weißt du von deinen Ahnen? Von deinen Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, oder gar Ururgroßeltern?  Ihre Schicksalsschläge können nach wie vor Einfluss auf dein Leben nehmen. In Aufstellungen kann man diese Energien durch Verkörperung sichtbar machen. Wenn man es noch nicht erlebt hat, dann kann man sich vermutlich gar nicht vorstellen, wie stark ihr Einfluss und ihre Energien tatsächlich sind und wie sehr sie auf Heilung warten.

Friede mit deinen Ahnen bringt Friede in dir.


Von 💖zu 💖








































(c) Erika Klann

Freitag, 13. Januar 2017

Neulich im Wald 🌲🌲🌲⛄

In meiner Heimat kann man die Winter der letzten Jahre eher als schneearm bezeichnen.
Wenn es einmal einen Tag richtig wild schneit, ist oft schon am nächsten Tag der ganze Winterzauber wieder vorbei, weil die weiße Pracht dahin geschmolzen ist.

Umso mehr freute ich mich dieser Tage, als ich am Morgen die Rollläden öffnete und sich mir die Landschaft mit einer feinen, weißen Schneedecke zeigte. Alles sah so friedlich und glänzend aus. Als sich später noch die Sonne zeigte, war für mich ganz klar, dass ich in den Wald musste.

Dick eingepackt befreite ich mein Auto zunächst vom feinen Pulverschnee, um mich dann Richtung Wald aufzumachen. Bald parkte ich mein Auto und begann meinen Marsch durch den Wald, der tief verschneit vor mir lag. Manchmal wehte eine Windböe den Schnee von den Bäumen, so dass es aussah, als würde es noch immer schneien. Der Schnee knirschte unter meinen Schuhen.

Ich wanderte dahin, betrachtete voller Freude die Natur, aber ich kam nicht recht voran.
Ich ging und ging, aber es schien, als würde ich mich am Stand bewegen. Der Weg war so mühevoll, dass es mir fast wie ein Kampf erschien. 😓 Meine Freude und Motivation war gedämpft und ich begann zu überlegen, wie ich nun weitergehen sollte, damit die Runde nicht allzu groß wurde, ich aber, da ich nun schon mal da war, doch eine nette Strecke gehen könnte.

Es dauerte diesmal wirklich eine Weile, bis ich anfing mich an meinem Ausflug zu erfreuen, abgesehen davon, war mir vom Kopf bis zur Hüfte sehr warm und von der Hüfte abwärts eher kalt. Der Wind, der an gewissen Stellen meines Weges heftiger zu spüren war, als gedacht, war ziemlich rauh.

Dennoch ließ ich  mich nicht abhalten und mit der Zeit ging es immer besser und ich begann mich wieder zu freuen. Die Zeit war nun doch sehr rasch vergangen und schon befand ich mich wieder am Rückweg. Es rückte schon die Zeit der anbrechenden Dunkelheit heran. Ich kannte den Weg, der noch vor mir lag, der mir heute allerdings wenig attraktiv erschien.

Da entdeckte ich Fußspuren, die von anderswo kamen - wohl aber aus der richtigen Richtung - meiner Richtung, aber eben ein anderer Weg. Ich beschloss ihnen zu folgen. Schritt für Schritt setzte ich meinen Weg durch den Schnee voran. Diesen Weg kannte ich noch nicht und es war eher ein schmaler Pfad, der im Sommer sicher  nicht so gut sichtbar ist. Die Person, die diese Spur im Schnee hinterlassen hatte,  konnte eigentlich nur aus dem Dorf gekommen sein, wo mein Auto stand und grundsätzlich konnte nichts passieren, würde ich weiter dieser Spur folgen.

Entschlossen setzte ich meinen Weg fort und hatte auch eine ungefähre Idee wohin er mich führen könnte.

Ich ging und ging, niemand war zu sehen oder zu hören. Bald mündete dieser schmale Pfad in einen etwas breiteren Weg, wo nun auch andere Spuren erkennbar waren. Ich folgte nach wie vor "meiner" Fährte. Bald mündete dieser Weg wieder in einen anderen Weg, der sich dann wieder teilte, inzwischen sah ich auch schon die Häuser der Siedlung zwischen den Bäumen auftauchen. Noch einmal teilte sich der Weg, ich wählte und.....

 .....ich landete fast punktgenau bei meinem Auto!!! 😊

Dieser neue Weg war bei dieser Wetterlage ganz toll gewesen, viel besser als der "normale", mir schon gut bekannte Weg. Nicht nur, dass er bei dieser Witterung besser begehbar war, so war er auch windgeschützt.

Ich war froh und dankbar über meine Wahl diesmal einen anderen, neuen Weg gegangen zu sein.

Im Leben gehen wir oft immer wieder die Wege, die wir kennen. Wir denken gar nicht darüber nach, ob sie uns gefallen oder ob es auch andere Möglichkeiten gibt. Wir bleiben einfach beim "Altgewohnten" und versäumen dadurch die anderen, vielleicht sogar besseren Möglichkeiten. Meistens sind wir vom Altgewohnten so "vereinnahmt", dass wir nicht einmal überprüfen, ob eine andere Wahl vielleicht sogar besser sein könnte. Solange man dabei glücklich ist, ist eine Änderung auch nicht nötig, aber viele machen in der gleichen Spur weiter, trotz so mancher Unzufriedenheit.

Ich kannte die Richtung und wusste genau wohin ich wollte. Spontan entschied ich einen anderen Weg zu versuchen.

Wenn du dich mutig und entschlossen für andere Möglichkeiten öffnest, kannst du vielleicht scheitern, aber du kannst auch einen Sieg erlangen - was du auf jeden Fall erlangst, ist eine neue Erfahrung. Erfahrungen sind immer ein Gewinn und das Leben ein Abenteuer 😄

Von 💗 zu 💗












(c) Erika Klann

Samstag, 7. Januar 2017

Heimat - ein Ort, oder ein Gefühl? Oder gar beides?


Vor Kurzem stolperte ich über einen Gedankengang der sinngemäß so lautete:

"Heimat ist weniger ein Ort, als vielmehr ein Gefühl"

Dieser Gedanke hat mich zum Nach-Denken angeregt. Bislang drückte in meiner "Welt" das Wort Heimat immer den Ort der jeweiligen Herkunft aus. Kurz gesagt, meine Heimat ist der Ort in dem ich aufgewachsen bin und nun schon den größten Teil meines Lebens verbringe. PUNKT! Darüber hinaus hatte ich bislang nicht nachgedacht.

Wenn ich nun aber den obigen Satz in mir wirken lasse, so frage ich mich, was zeichnet nun meinen Wohnort aus, ihn als meine Heimat zu bezeichnen? Erinnerungen? Eine besondere Verbundenheit? Mein "Heimatdorf" sieht lange nicht mehr so aus, als in meinen Kindertagen und zu Menschen meines Jahrganges habe ich kaum bis gar keinen Kontakt. Jeder hat seine eigene Richtung eingeschlagen. Es gibt nicht einmal mehr die Geschäfte von damals und mein einstiges Stammlokal aus Jugendtagen hat sich auch grundlegend verändert. Vieles hat sich verändert.

Was oder wo ist nun Heimat?

Manchmal fühlen wir uns an einem Ort zuhause, an dem wir gar nicht wohnen. Oder kennst du gar das Gefühl, dich bei einer Person zuhause zu fühlen? Nicht zu wird man plötzlich wieder heimatlos. Nämlich  wenn man der Illusion, in jemand etwas zu sehen, was dieser jemand gar nicht ist.

Oft haben Menschen ihren Ursprungsort schon lange verlassen und haben sich längst woanders niedergelassen und dennoch betrachten sie ihr neues "Zuhause" nicht als Heimat, sondern sind stärker mit ihrer alten "Heimat" ver- bzw. gebunden, oft sogar voller Wehmut und voller Illusionen.

Heimat als Gefühl?

Welche Gefühle könnten sich hinter dem Wort Heimat verbergen?
Ich verbinde es mit "wohl fühlen", "geborgen sein", "verwurzelt", "verbunden" oder "ganz sein".

Meine Gedanken wandern an Orte, an denen ich nicht leb(t)e und mich dennoch beheimatet fühle und an Orte, an denen ich lebte und mich nie wirklich  "zuhause" fühlte.

Aus meiner Sicht ist Heimat dort, wo wir unser Herz nieder lassen;
Dort wo wir mit ganzen Herzen sind und vor allem finden wir Heimat IN uns selbst.

Denn solange ich/du/wir nicht weiß/weißt/wissen, wer ich/du/wir bin/bist/sind, solange ist es nicht möglich wirklich ganz und gar anzukommen.

Heimat könnte grundsätzlich überall sein, überall wo wir das "Ankommen" zulassen und uns darauf einlassen. Ganz!

Heimat ist für mich beispielsweise unter anderem ein lustiger Abend bei Spiel und Spaß mit meinen Kindern, ohne Zeit und Raum, aber auch wenn meine Familie oder Freunde Hilfe brauchen, dann fühle ich eine besondere Verbundenheit, die mir das Gefühl von Heimat gibt. Heimat ist für mich auch, wenn KlientInnen zu mir in die Praxis kommen und mir ihr Vertrauen schenken, denn auch da bin ich ganz und gar verbunden - mit mir, aber auch mit der jeweiligen Person.

Wenn ich diese Dinge (er)lebe, voll und ganz, dann bin ich bei MIR und das ist für mich DER Ausdruck von Heimat.

Wie ist das nun bei dir, wenn du meine Gedanken liest und in dir spürst?
Was oder wo ist (oder könnte) deine Heimat sein?

Wir Menschen sind viel zu oft geneigt, alles im Außen zu suchen, dabei finden wir alles, was wir brauchen, in  uns - auch HEIMAT 😊


Von 💖 zu 💖







(c) Erika Klann