Freitag, 26. August 2016

FREIHEIT - Segen oder was ?


Ich habe vor kurzen davon berichtet, dass  nun seit einigen Wochen ein Neuer bei mir eingezogen ist......Rambo, soll der neue Gefährte meiner Katze Belinda sein, nachdem ihr Bruder Romeo seit März verschwunden ist.

Langsam, aber doch akzeptieren sich die Beiden und nach meiner Einschätzung sind sie auf einem guten Weg....

Nun, nachdem er sich gut eingewöhnt hat und die Sache mit Belinda im Laufen ist, steht Rambo vor einer neuen Herausforderung - der Weg in die Freiheit.

Laut seinem vorigen Besitzer soll er ja schon Freigänger gewesen sein. Merken tut man davon allerdings nichts. Wenn ich Rambo mit auf den Balkon nahm, dann wollte er anfangs immer recht rasch wieder in das sichere Wohnzimmer flüchten. Lieber betrachtete er die Welt durch das Fliegengitter des Fensters.....

Ein paar Tage später kam er schon öfter auf den Balkon. Er hat auch mittlerweile durchschaut, dass die Katzenklappe in der Fliegengittertür beidseitig schwenkbar ist.
Bisher erkannte er diese Klappe nur als Fluchttür hinein.

Dann war er ganz besonders mutig und kletterte langsam und zaghaft die Katzentreppe hinunter in die Wiese. Aber kaum dort, wurde er  nahezu hysterisch und rannte wie wild in der Wiese herum. Miaute herzzerreißend, weil er absolut keine Idee hatte, wie er wieder auf den Balkon gelangen könnte. Auf eine etwas ungewöhnliche Art schaffte er es dann doch und damit waren für die nächste Zeit weitere Ausflüge in die Freiheit vorbei.

Die meiste Zeit verbrachte er in der Sicherheit des Wohnzimmers, während Belinda nach einem Spaziergang oft am Balkon schläft.

Wenn ich den Kater dabei beobachte, dann kann ich nicht umhin, sein Tun mal wieder mit uns Menschen in Verbindung zu bringen.

Wie lange brauchen wir, um durch eine offene Tür zu gehen?
Neue Dinge auszuprobieren?
Oder einfach anders zu denken?

Die Vergangenheit oder Gegenwart mit all ihren Schmerzen oder Zwängen scheint uns oft verlockender, als das Neue, das uns die Zukunft bringen könnte.

Wir beklagen uns, über den Job, den Partner, die Wohnung oder sonst etwas, und sind dennoch oft  Jahrzehntelang nicht im Stande, auch nur etwas an diesem "unglücklichen" Umstand zu verändern.
Selbst die Gedanken zu verändern, scheint oft nicht möglich.

Ich denke auch an jene Menschen, die ihr Leben lang von der Freiheit träumen und wenn sie ENDLICH in Rente sind, dann wissen sie vor lauter Freiheit und Freizeit nichts damit anzufangen, weil....
(irgendein WEIL findet sich immer)

Wie oft stehen wir vor einer offenen Tür um Neues zu wagen und schließen sie selbst immer von der gleichen Seite zu?

Wie ist das bei dir?

Bist du schon einmal ins kalte Wasser gesprungen, ganz ohne Netz?

Oder lebst du lieber ein Leben, das dir wohl "Sicherheit" bietet, dich aber nicht glücklich macht? Quetscht dich in ein selbst erdachtes Korsett?
Meist nach den Vorgaben unserer Gesellschaft.

Ich denke an eine junge Frau, die einen sicheren, gut bezahlten Job bei einer öffentlichen Institution aufgegeben hat, weil sie dort nicht glücklich war.
Die Generation von heute lässt sich Gott sei Dank nicht mehr von den Klischees von "gestern" unterkriegen.

Rambo beginnt seit ein  paar Tagen immer mehr die Freiheit seines Katzenlebens genießen.
Sein Instinkt ermöglicht ihm das.

Wann bist du bereit, die Verantwortung für DEIN Leben zu übernehmen und es in eine Richtung zu drehen, die dir mehr Freude bereitet?
(Vorausgesetzt natürlich, wenn du mit der IST-Situation nicht zufrieden bist.)

Dabei geht es gar nicht zwangsläufig darum, sein ganzes bisheriges Leben komplett über den Haufen zu werfen, sondern einzig darum, negative oder einschränkende Glaubenssätze und Gedankenmuster in eine andere Richtung zu bringen. Lieben und annehmen was ist und Neuem Platz und Raum zu geben und gegebenenfalls Hilfe zu suchen oder einfach nur anzunehmen.

Die Freiheit zu wählen, Dinge anders zu machen, sich nicht durch die Gesellschaft beschränken zu lassen, sein innerstes Wesen erkennen, leben und lieben -> glücklich sein!

Trau dich !


Von Herz zu Herz










(c) Erika Klann

Freitag, 19. August 2016

Die Schlange an der Supermarktkassa - oder wo der Weltfrieden beginnen kann


Grundsätzlich hatte ich für diese Woche meinen Blog schon fertig gestellt. Meine persönliche Lektorin hat mir den Text auch schon zurück gesendet, alles war soweit vorbereitet....

....aber dann war ich einkaufen.....

Ich hatte nicht viel zu besorgen und schon  bald war ich an der Supermarktkasse angekommen. Es waren etwa 3 Kunden vor mir und hinter mir bildete sich langsam, aber doch eine Schlange von weiteren wartenden Kunden.

Der Kunde an der Kassa war ein wenig langsam und hatte offenbar immer wieder Fragen, zu seiner Rechnung und  diversen Rabatten. Von meinem Platz konnte ich beobachten, wie die Kassiererin seine Anliegen erläuterte und als es schien, als wäre der Kunde fertig, hatte er doch noch eine Frage, die die Kassiererin wieder geduldig beantwortete.

Natürlich sah auch sie die Schlange von wartenden Kunden und es war ihr die Anspannung durchaus anzusehen.

Ich nehme diese Wartenzeiten zumeist sehr gelassen hin und beobachte amüsiert die Szene an der Kassa.

Plötzlich rief ein Herr ein paar Kunden weiter hinten, ob es nicht möglich wäre, eine zweite Kassa zu öffnen. Von der Kassiererin kam keine merkliche Reaktion, jedoch konnte ich sehen, dass sie nach einer weiteren Kassa geläutet hat. Sie verrichtete schweigend ihre Arbeit, das wieder stachelte den Herrn von vorhin weiter an und so fragte er laut, ob eine zweite Kassa geöffnet wird, oder ob er in der Zentrale anrufen soll.

Dies bewog die Kassiererin darauf hinzuweisen, dass sie schon nach einer 2. Kasse geläutet hätte und eben nicht zaubern könnte.

Amüsiert verfolgte ich noch immer diese Groteske, die sich vor meinen Augen abspielte.

Die Dame hinter mir, begann sich ebenfalls aufzuregen, worauf ich amüsiert antwortete, dass ich es  hier gemütlich finde und es mich nicht stört, wenn ich warten muss. Es wird ohnehin überall so gehetzt. Die Dame fand das leider nicht so gemütlich und war der Meinung, dass sie für ihr Geld auch ein entsprechendes Service erwarten darf.

Ich schenkte der Dame keine weitere Beachtung, denn ganz genau betrachtet, hatte auch der Kunde an der Kassa, ein Recht auf entsprechendes Service, vor allem, wenn die Rechnung nach seiner Wahrnehmung nicht stimmte.

Schließlich wurde eine zweite Kassa geöffnet, sodass sich die Schlange sehr rasch auflöste.....

Nach diesem Erlebnis frage ich mich unweigerlich, wie können wir uns Frieden auf Erden wünschen, wenn wir nicht genug Größe haben, um einen Kunden an einer Kassa seinen Einkauf in Ruhe erledigen zu lassen und gleichzeitig eine Kassiererin unter Androhung die Zentrale einzuschalten, derartig unter Druck setzen????

Wie sieht es unter diesen Umständen mit unserer so genannten Menschlichkeit aus?

Wie oft beklagen wir, in diversen Discountern an der Kasse wie Massenware abgefertigt zu werden, sehnen uns die kleinen Greisler-Geschäfte* (Tante Emma Laden) herbei und haben aber keine Zeit um an einer Kassa anzustehen.
*(Gerade in so einem kleinen Laden war Geduld ganz besonders gefragt. Hinter der Theke vielleicht zwei ältere Damen und vor dir 2 oder 3 Kunden, da konnte es schon ganz schön lange dauern, bis man endlich an die Reihe kam.)


Wie gehst du damit um, wenn du wo Schlange stehen musst?

Wirst du auch so ungehalten wie der von mir beschriebene Herr? 

Wenn ja, dann überlege mal, was dich so treibt und warum du keine Zeit hast?

Bedenke, dass rund um dich Menschen sind - die einen, die ihre Arbeit verrichten und die anderen, die ihren Einkauf erledigen.

Sei gut zu dir, und fange an, das Warten zu genießen. Du wirst sehen, es kostet viel weniger Energie, als der Ärger. Außerdem vergeht die Zeit gleich schnell. Warten als Geschenk, einmal aus der Hetze und dem Trubel  auszuweichen, hin zu sich selbst.

Ich meine, ganz ehrlich, es sind gewöhnlich keine Stunden, die du in einer Supermarktschlange warten musst.

Sei dir den Frieden in dir wert.... aber natürlich nur wenn du Lust dazu hast. ;-)

Love and Peace !

Von Herz zu Herz.

















(c) Erika Klann





Freitag, 12. August 2016

Belinda, Rambo und ich - drei Seelen im Umbruch


Rambo ist nun schon seit 3 Wochen bei uns. Langsam hat er sich eingewöhnt und versteckt sich nun auch nicht mehr, wenn ich die Eingangstür aufschließe. Im Gegenteil, er kommt mich nun sogar schon begrüßen.

Er ist wirklich ein ganz lieber, entzückender und braver Kater.

Das ist allerdings meine Sicht. Vor allem habe ICH Rambo ausgesucht.
Es war auch meine Wahrnehmung, dass Belinda, seit sie allein war, weniger gefressen hat und viel mehr unterwegs war, als früher.

Belinda, die durch den Neuzugang zwangsbeglückt wurde, ist weniger begeistert.

Seit Rambo da war, war sie noch weniger zuhause. Sie hat ihn meistens angeknurrt, bzw. tut es noch immer. So kam  sie nachhause, fraß und schon war sie wieder weg. Möglichst nicht mit ihm zusammen kommen - so wirkte es zumindest. Es ging sogar so weit, dass sie gleich 2 Tage gar nicht nachhause kam und ich mir dachte, dass sie nun ganz ausgewandert wäre. War sie glücklicherweise nicht, ich entdeckte sie am Nachbargrundstück neben einem Busch. Von dort kam sie aufgrund meiner Rufe miauend nachhause. Das war vor 3 Tagen. Nun sitzt sie abends, sobald ich es mir im Wohnzimmer gemütlich mache, auf mir. Es ist gefühlsmäßig ähnlich einer Belagerung. Dabei ist ihr ganz egal, was ich mache, sie breitet sich einfach auf mir aus. Wenn ich sie runter geben möchte, dann protestiert sie.

Rambo, beobachtet sie von der Ferne und verkriecht sich bei Bedarf wieder in der Wohnlandschaft. Er versucht sich ihr immer wieder zu nähern, macht aber auch immer wieder einen Rückzieher. Wenn sie von draußen kommt, dann begrüßt er sie (er traut sich noch nicht hinaus), sie beschnuppern sich, aber dann, nach kurzer "Wiedersehensfreude" fremdeln sie sich wieder an.

Damit sie sich mehr aneinander gewöhnen, lasse ich sie seit ihrem Ausriss, weniger hinaus.

Langsam haben sich die Dinge verändert:
Lag sie gestern noch am Bücherschrank zum Schlafen, liegt sie jetzt in einer der Höhlen am Boden.
Er beschnuppert alles, wo sie gesessen ist und am Morgen fressen sie nun seit 2 Tagen nebeneinander. Belinda scheint aber nun das Fressen für sich entdeckt zu haben, da sie, sobald er den Fressnapf verlässt, aus seinem Napf weiter frisst. Ihre Reste verzehrt er dann kurz drauf.
Ihr Hunger ist also mehr als 100 % wieder zurück.

Heute hat sie, als er neben ihr fraß, an seiner Hinterseite gerochen. Er blickte nur kurz auf und fraß unbeirrt weiter. Als sie nach 2 Tagen wieder nachhause kam, lief er ihr hinterher und roch an ihrer Hinterseite. Nach meiner Beobachtung, scheint das Riechen dort, eine Art Erkennungszeichen. (hab aber nicht darüber recherchiert)

Rambo wirkt manchmal ein wenig verloren und traurig, oder es scheint ihm langweilig zu sein. Fressen würde er ständig und vom Streicheln kann er ebenfalls nie genug bekommen.
Er bemüht sich um Belinda, läuft ihr immer wieder entgegen, geht aber auch gleich wieder, wenn er merkt, dass sie noch immer spinnt.
Er hat sein altes Leben komplett verloren  und ist wirklich sehr tapfer.

Belinda, unsere Prinzessin, muss wohl ihr Revier verteidigen, gleichzeitig, war sie von Ihrer Geburt bis zu Romeos Verschwinden noch nie allein und hat ihren Bruder seinerzeit oft bemuttert. Der wieder hat des Öfteren den Macho raushängen lassen.
(Ich habe einmal einen Blog darüber geschrieben)

Ich bin zuversichtlich, dass sich die beiden weiterhin annähern.

Mir fällt aber auf, dass wir Menschen doch oft sehr ähnlich reagieren.

Wie oft kann man DAS Schöne nicht nehmen, weil "Danke, ist doch gar nicht notwendig."
Oder  in einer Partnerschaft - wie oft kann man beobachten, dass Menschen einen Partner anziehen, der sie nicht wertschätzt und findet sich dann jemand, der sie wertschätzen würde, dann können sie nicht damit umgehen. Lieber wendet man sich dem "Bekannten", "Vertrauten" zu, wenn es auch nicht sooo optimal (oder schlimmer) ist, als dem "Unbekannten" anzunähern.

Wenn ich meine beiden Süßen so beobachte, wie sie einander umkreisen, dann muss ich schon immer wieder schmunzeln, wie "menschlich" Katzen doch sind. Er nähert sich ihr immer, um dann aber doch wieder wegzulaufen. Ihr lässt die Situation aber auch keine Ruhe und verfolgt sie ihn mit ihren Blicken. Dann versteckt er sich wieder, um dann wieder vor ihrer Nase herum zu springen. Sie versucht nahezu zwanghaft ihren Platz bei mir zu behaupten und frisst sich voll, wie nie zuvor.

Wie leicht es die beiden doch haben könnten, wenn sie einander einfach nur akzeptieren würden.

Kennst du aus deinem Leben Situationen, in denen du es dir unnötig schwer gemacht hast, obwohl es leichter hätte sein können? Das Glück stand praktisch schon vor dir und du hast nicht gewagt, es anzunehmen?

Belinda blieb lieber zwei Tage von ihrem zuhause weg, als diesen lieben Kerl zu akzeptieren.

Was nehmen wir Menschen nicht alles in Kauf, und sabotieren uns selbst?

Der Weg zum Glücklichsein ist gar nicht so weit, wie du denkst!

Lebe so, als hättest du keine Geschichte, liebe, lache, tanze, sei glücklich! 

Du darfst es dir wert sein!


Von Herz zu Herz








(c) Erika Klann

Samstag, 6. August 2016

Erinnerungen und das Gefühl der Dankbarkeit

Heute Morgen hat Facebook mich erinnert, dass ich heute vor einem Jahr meine 2. Nach-Denk-Geschichte  
(meine Genesungsgeschichte)  
veröffentlich habe. 

Ich blicke auf ein Jahr zurück, das mich mit Dankbarkeit erfüllt.
Nein, es war nicht immer nur lustig und schön, aber darauf kommt es nicht an, sondern darauf,
was man daraus macht und entstehen lässt. 

Ich danke heute allen, die meine Nach-Denk-Geschichten lesen, und sich vielleicht das eine oder andere
daraus mitnehmen konnten und Mut gefasst haben, sich für scheinbar Unmögliches zu öffnen.
Ich bedanke mich auch bei jenen die mich immer wieder inspiriert haben.
Mein großer Dank gilt natürlich auch meiner Tochter Viktoria, die sich immer Zeit nimmt und meine Nach-Denk-Geschichten nach besten Wissen und Gewissen lektoriert.

Liebe das Leben und das Leben liebt dich !

von Herz zu Herz






Sonntag, 31. Juli 2016

Juhuuuu! Ich habe es getan... ich habe einen Neuen in mein Leben gelassen.....


....und ich bin ganz verrückt nach ihm!!!  Er hat mein Herz im Sturm erobert !
Er ist aber auch ein ganz besonders Hübscher. Seine rotblonden Haare und seine wunderschönen Augen ergeben ein perfektes Gesamtbild. Aber nicht nur optisch ist er sehr ansprechend, nein, er ist auch sanftmütig und liebevoll und ich spüre, dass er mich auch sehr mag.

Was kann Frau sich mehr wünschen ?!

Wie alles kam....

.... wer meine Nach-Denk-Geschichten schon öfters gelesen hat, hat vermutlich bemerkt, dass unser Kater Romeo seit  Mitte März nicht mehr nachhause gekommen ist. Was immer passiert ist, in meiner Vorstellung hat er sich ein neues Zuhause gesucht, wo er sich, seinem Charakter entsprechend, wohler fühlt.
Dieser Kater war für mich etwas ganz Besonderes und Einzigartiges. Durch ihn konnte ich einige (Selbst)-Erkenntnisse gewinnen und gerade weil unsere Beziehung so einzigartig war, wünsche ich ihm nichts mehr, als noch viele glückliche Katzenjahre.

Nun war Belinda seit Romeos Weggehen doch sehr verändert. Sie war das Alleinsein gar nicht gewohnt, fraß auch nicht viel und war extrem anhänglich.

Die Vorstellung Romeo zu "ersetzen"  fiel mir eine Zeit lang ziemlich schwer, aber Belindas "Zustand" war auch schwer mit anzusehen.

Vor ungefähr einem Monat begab ich mich dann wieder auf die Suche nach einer zweiten Katze. Zunächst noch sehr zaghaft ohne bestimmen Gedanken, was genau ich suche. Es sollte auf jeden Fall wieder ein Kater sein und er sollte schon erwachsen sein. Mit der Zeit bemerkte ich, dass mich auf einmal  rote Katzen besonders ansprachen, vor allem hatte ich noch nie eine rote Katze  besessen.

Ein paar Anfragen über das Internet scheiterten und dann vor etwas mehr als einer Woche, nach nur einem undeutlichen Bild war klar, dieser rote Kater ist es! Alles klappte wunderbar. Noch am gleichen Tag holten meine Tochter und ich ihn ab. Er ließ sich auch gleich streicheln.
Sein bisheriger Besitzer war ein junger Mann, darum sein Name wohl Rambo ist. Der Abschied fiel beiden schwer, Besitzer und Kater, aber die Umstände erforderten diesen für beide, so schweren Schritt.

Während der Heimfahrt war Rambo ganz gelassen. Ich hatte die Decke mit Katzenminze eingesprüht, was ihm sehr behagte ;-)

Zuhause verweigerte er zunächst die Nahrung und verkroch sich hinter der Wohnlandschaft und fand dann nach 2 Tagen sogar eine Möglichkeit sich IN der Bank zu verkriechen, wo er kaum zu fassen war.
Nachdem er diese Möglichkeit entdeckt hatte, war er überhaupt eine Art "Geisterkater" geworden, der Nachts heraus kam, um zu fressen, oder das Katzenklo aufzusuchen und tagsüber kaum merklich war. Nachdem er beides tat, Nahrung annehmen und das Kistl benützen, zeigte er jedoch schon, dass er bereit war,  in seiner Zeit die neue Situation anzunehmen.

Natürlich versuchte ich ihn auch zu locken. Merkte aber, dass mir das keinen Spaß machte.
Wir hatten ihm ja schon gezeigt, dass wir ihm wohlgesonnen waren, was er auch schon genossen hatte. "schnurr, schnurr"

Nun, wie immer, habe ich in dieser Begebenheit wieder Parallelen zur menschlichen Welt erkannt.

Sind wir Menschen in Beziehungen nicht auch geneigt, ständig den anderen anlocken zu wollen, oder Forderungen zu stellen, wie jemand zu sein hat?

Die Liebe allein scheint oftmals zu wenig zu sein, um Schritt für Schritt aufeinander zu zugehen.
Sich Kennen zu lernen und Raum zu geben. Wer bin ich und wer bist du - und wer können WIR sein?

Ich liebe dich nur dann, wenn du.... (so bist, wie ich mir das vorstelle)

oder im umgekehrten Fall:

Ich bin so, wie du mich willst, dafür MUSST du aber ....
(ein "Geschäft", dass auf Dauer nicht von Erfolg sein wird, denn  wahre Liebe ist kein Geschäft)

Ich weiß noch nicht genau, welche Eigenschaften Kater Rambo hat. Ein paar Eigenheiten hat er mir schon gezeigt und liegt es an mir entsprechend zu reagieren, so wie er mit meinen Eigenheiten klar kommen muss.

Heute ist der erste Tag, nach zehn Tagen, wo er ständig aus seinem Versteck hervorkommt und um mich ist und schmusen will. Bald wird er auch ins Freie dürfen und ein wundervolles Katzenleben haben, so wie es sich sein Herrchen für ihn gewünscht hat.

Nach meiner Beobachtung sind Katzen sehr ehrliche Wesen, die dir genau zeigen, wie es ihnen geht und genau das ist es auch, was ich mit meiner heutigen Nach-Denk-Geschichte ausdrücken will.

Wenn du dir die Liebe von jemand wünscht, dann zeig ihm, wer du bist, auch deine Schwächen und Ängste. Nur so, kann er dich genauso lieben, wie du bist.

Wenn du vorgibst, jemand zu sein, der du nicht bist, dann läufst du Gefahr, dass dir
diese "Unwahrheit"
dein "Verstecken"
deine "Selbstverleugnung"
eines Tages ganz gewaltig auf den Kopf fällt.

Jeder hat es verdient, geliebt zu werden, und wenn dich "DER/DIE" Gewünschte nicht so liebt, wie du bist, dann ist "ER/SIE" eben nicht "DER/DIE" Richtige.

Der richtige Partner liebt dich so wie du bist - der erste Schritt ist allerdings, dass DU dich liebst, wie DU bist.
Dann wird es dir auch nicht schwer fallen, dich zu zeigen.

Von Herz zu Herz



PS: Belinda braucht auch noch ihre Zeit, um den neuen Mann in ihrem Leben anzunehmen und zu akzeptieren, aber das wird wohl eine andere Nach-Denk-Geschichte.....




























(c) Erika Klann

Freitag, 22. Juli 2016

Mein Speichelstein - oder die Geschichte meiner neuen Freiheit


Der Weg:

- mit ca. 16 Jahren fiel mir bewusst auf, dass ich immer wieder einen Knoten unter dem linken Unterkiefer hatte, der aber wieder verschwand (Speicheldrüse, was ich damals nicht wusste)

- Nach einer ärztlichen Untersuchung vor sicher mehr als 17 Jahren, wurde mir mitgeteilt, dass es bei manchen Menschen so ist, dass die Drüse immer wieder mal anschwillt.

- ich beobachtete, dass die Drüse vorzugsweise nach dem Essen anschwoll. Teilweise spannte das sehr und fühlte sich wie kleine Nadelstiche an, ging aber, nachdem ich viel getrunken hatte, wieder zurück.

- ich führte so manche Schmerzen im linken Unterkieferbereich auf die Zähne zurück, nachdem ich schon seit sehr jungen Jahren immer wieder Zahnprobleme hatte....

Vor ca. 2 Jahren bekam ich das erste Mal richtig arge Schmerzen, sodass ich kaum essen und trinken konnte. Ich fühlte mich auch allgemein ziemlich matschig. Es war damals Sommer. Nach 1-2 Wochen war alles wieder vorbei, allerdings hatte ich mittlerweile herausgefunden, dass es sich dabei um einen Speichelstein handeln könnte.

Ich war im Internet fündig geworden und dort wurden die Symptome genauso beschrieben, wie es sich bei  mir schon seit vielen, vielen Jahren zeigte. Natürlich konnte ich auch Möglichkeiten herausfinden, wie man diesen Speichelstein herausholen kann und die Aussicht war mir damals ziemlich unbehaglich. Also stellte ich selbst verschiedene Überlegungen an, wie ich dem Stein an den Lein rücken könnte und zwar mit der Absicht, dass er sich eines Tages auflösen würde. Ich gab mir Zeit.

(Zur Info: Ein Speichelstein kann sich im Speichelkanal, bzw. in den Zungenspeicheldrüsen bilden  und, je nach Größe kann er den Speichelkanal verstopfen. Diese Verstopfung wieder kann  zu einer sehr schmerzhaften Speicheldrüsenentzündung führen. Das war bei mir vor zwei Jahren ganz offensichtlich der Fall.)

Mein Verdacht bestätigte sich im letzten Jahr aufgrund einer Zahnsanierung und CT-Bildern, wo der Speichelstein ganz deutlich lokalisiert und im Befund genannt wurde.
Ich war zu der Zeit schmerzfrei und nach wie vor der Meinung, dass er eines Tages ganz weg sein würde. (manchmal war er auch nicht zu spüren)

Jetzt, Anfang Juli zeigte er ganz massiv, dass er überhaupt nicht weg war und wurde wieder akut, nämlich noch viel akuter, als vor 2 Jahren.  Ich hatte sehr starke Schmerzen und blieb einen Tag sogar im Bett liegen, weil ich mich einfach nicht bewegen konnte.
Der Schmerz ist ähnlich, wie wenn hunderte von Nadelstichen ständig auf einen einstechen und das noch im Unterkiefer unter der Zunge. Wenn ich etwas gegessen habe, dann schwoll die Speicheldrüse so an, dass ich jeden Bissen bis ins Hirn spürte und beispielsweise am 7. Juli schon mehrfach den Tränen nah war, sodass mich meine Tochter * am Nachmittag in ein Krankenhaus brachte

(*Ich muss dazu sagen, ich hatte schon sehr oft in meinem Leben Schmerzen, aber bei manchen Schmerzen, da werde ich zum Kind und handlungsunfähig. Dieser Speichelsteinschmerz ist so ein Schmerz.)

Nachdem nur 1,2 % der Bevölkerung unter Speichelsteinen leiden, ist dieses Themengebiet etwas sehr Spezielles, dem sich wie überall nicht jeder Arzt widmet. (was auch kein Vorwurf sein soll)

Behandlungsmethode lt. Krankenhaus:
Antibiotika (ich nehme allerdings keine Antibiotika mehr)
Magenschoner
Schmerzmittel

Nach Abklingen der Entzündung wäre eine Operation von außen möglich, Narbe 2 cm unter dem Unterkiefer, sowie Entfernung der Speicheldrüse. Von der Mundhöhle wäre der Eingriff nicht möglich, da ein Schnitt zu stark bluten würde.... (soweit die Fakten)

Die beherzte Krankenschwester gab mir ein Schmerzmittel, das es ermöglichte, dass ich endlich wieder etwas essen konnte.

Nachdem ich mich für meinen Körper selbst verantwortlich sehe, war diese Möglichkeit nach meinem bisherigen Wissensstand und Recherchen keine Option für mich und schon gar nicht, würde ich mir die Speicheldrüse entfernen lassen. Das Argument "chronisch" lasse ich auch nicht gelten. (siehe meine Genesungsgeschichte)


Da ich selbst davon überzeugt bin, dass hinter jedem Leiden ein Konflikt oder Trauma steckt und ich in meinem Fall nicht weitergekommen bin, suchte ich nach einer Antwort bei der Germanischen Medizin, um den Konflikt zu finden. Die Antwort brachte mich dann ein ganzes Stück weiter und mit der Zeit wurde mir auch klar, wann und wo das Trauma/der Konflikt vermutlich statt gefunden hat. Und erst am vergangenen Wochenende, wo ich dann noch zusätzlich starke Halsschmerzen bekam, die mich an einen Krankenhausaufenthalt im Jahr 1974 erinnerten, wurde mir klar, wo der Konflikt steckte und dass ich mit meiner ersten Vermutung schon richtig gelegen war.

So sammelte ich meine ganz Kraft und arbeitete an mir genauso, wie ich es oft mit Klienten mache, ich nahm mit dem Kind von damals Kontakt auf und nährte es solange wie es nachgenährt werden musste, um den Schmerz von damals zu "relativieren". Ich bediente mich ebenso meiner Aura Soma Pomander, von denen ich mich im letzten Jahr immer mehr von ihrer hohen energetischen Wirkkraft überzeugen konnte.

Die letzten Tage schonte ich mich. Meine Erkältung wurde zwar relativ rasch besser, aber ich hatte wenig Kraft, weil ich ja nichts essen konnte. Müsli zum Frühstück, aber kaum eine richtige Mahlzeit zum Abendessen.

Mein Körper hatte sofort ein Notprogramm eingeschaltet. Denn ich hatte auch kaum Hunger. Es war viel mehr  mein Kopf, der am Ende des Tages der Meinung war
"Du musst doch etwas essen"
Ich unterstützte meinen Körper unter anderem mit Mineralien.

Durch die Erkältung schien meine Speicheldrüse schmerzfreier geworden, aber seit gestern (Mittwoch) begannen die Schmerzen wieder und heute, Donnerstag konnte ich nicht einmal mein Frühstück essen, so stark waren die Schmerzen. Als ich Mittags einen kleinen Snack einnahm, musste ich fast eine Verabredung absagen, da die Schmerzen fast nicht auszuhalten waren. Mit Topfen beruhigte ich meinen Speichelgang etwas, der nun fast so groß wie eine Kirsche unter meiner Zunge angeschwollen war. Die Schmerzen beruhigten sich und ich nahm zu meiner Freundin eine Flasche Rosmarinwasser mit, das ich trank.

So  verbrachte ich dann doch ein paar nette Plauderstunden im Garten meiner Freundin, bis ich spürte, dass sich Flüssigkeit in meinem Mund verteilte, d.h. ich hatte sofort bemerkt, dass diese Entzündung aufgegangen sein musste. Mein Speichelkanal fühlte sich merklich entspannter an.
Meine Freundin bot mir ihren Badezimmerspiegel an und dort tupfte ich zunächst Flüssigkeit aus dem Loch, dass ich im Speichelkanal entdeckte. Ich war selbst komplett überrascht, was soeben passiert war!  
Dann begann ich daran zu saugen und mit der Zeit, zeigte sich die Spitze des Steins. Nach einer Weile musste ich feststellen, dass er steckte und sich so nicht rausholen lassen würde.

Ich war aufgeregt. Was war geschehen? War das die Chance, mich nun selbst von dem Stein zu befreien? Ganz ohne Schmerzen?  Ich war aufgeregt und traute meinen Augen kaum, was sich da soeben abspielte. Nachdem ich den geschwollenen Speichelgang nicht zwischen meinen Fingern nehmen konnte, bat ich meine Freundin um zwei kleine Löffel und drückte mit den Löffelstielen den Speichelkanal von beiden Seiten zusammen und ...... ohne Schmerzen fiel er auf einmal raus. Der Speichelstein !

Ich war fassungslos und konnte es gar nicht recht realisieren. Meine Freundin, mit der ich zuvor auch drüber gesprochen hatte, umarmte mich (sie war selbst total perplex, was sich soeben vor ihren Augen abgespielt hat) und ich war einfach nur glücklich.

Ich fühlte mich nur noch befreit. Man muss sich vorstellen, etwas was vor 42 Jahren seinen Anfang nahm, konnte heute endlich gelöst werden.  Hunderte von Nadelstichen, die ich erlitten hatte, ohne zu wissen, woher sie kamen, fanden heute ihr Ende.

Ich wurde heute auf wundersame Weise von etwas befreit, was mich fast mein ganzes Leben begleitet hat! Ist das nicht unfassbar? Nach unseren üblichen herkömmlichen Gedankenmustern ist es, wenn du dich für das Unmögliche öffnest, nur eine normale Folgeerscheinung.

Ich bin frei ! Ich bin glücklich und unglaublich dankbar !
Dankbar, als allererstes, dass ich nicht aufgegeben habe und meinen Weg gewählt habe und dankbar für so manche Hinweise, woher sie auch kamen, die mich zu diesem Ergebnis geführt haben.

Die Schwellung der Drüse ging rasch zurück, die Schwellung des Speichelkanals ist dabei zu heilen. Ich habe ja nun ein Loch (das kaum geblutet hat) im Speichelkanal, das jetzt einmal fein heilen darf. So viele Jahre ist dieser doch auch sehr scharfkantige Stein da drinnen gesteckt.

Es ist nun schon der 22. Juli, 0:20, vor 9 Stunden hatte ich noch irre Schmerzen, vor 6 Stunden öffnete sich der Speichelkanal und nun sitze ich da und bin nur noch dankbar und freue mich auf das wundervolle Leben, das nun vor mir liegt.
Der 21. Juli wird in mehrerlei Hinsicht für mich in die Geschichte eingehen. Es war ein genialer Tag!

Ich wusste es schon im letzten Jahr  - das 50. Lebensjahr wird das Beste und dies ist auch mein 50. Blog !

Meine Geschichte soll euch wieder einmal zeigen, dass niemand anderer für eure Gesundheit zuständig ist, außer ihr und eure Selbstverantwortung, eure eigenen Entscheidungen zu tragen und vor allem unter dem Aspekt:

ICH = Körper - Geist - Seele  ---->  Du bist, was du denkst.

Was immer dich quält - Du hast allseits die Macht, glücklich zu sein.


Von Herz zu Herz


Update: 22.7. Vormittag - Das Loch ist kaum mehr sichtbar :-)


P.S.: Diese Geschichte soll nicht dafür stehen, nicht zum Arzt zu gehen und sich keine Meinung einzuholen. Es soll lediglich aufzeigen, dass es immer mehrere Wege zum Ziel gibt. Deshalb - hole dir überall Informationen ein, wo du sie kriegen kannst, überprüfe diese und entscheide dann, welcher Weg der richtige für dich ist.




 (c) Erika Klann

Samstag, 9. Juli 2016

Nach-Denk-Urlaub - und ein paar Ge-Danke-n


Zu Beginn meines Nach-Denk-Geschichten Blogs konnte ich gar nicht anders, als meine Gedanken niederzuschreiben. Es schrieb aus mir! Das machte mir auch sehr viel Freude, aber nun beginnt es immer ruhiger in  mir zu werden.

Trotzdem es nach wie vor in mir denkt, gibt es nichts, was nieder geschrieben werden muss.
Davon abgesehen, widme ich mich derzeit auch einer sehr viel größeren Nach-Denk-Geschichte, die schon mehr als 150 Seiten beinhaltet. Schritt für Schritt wandere ich durch diese für mich neue Erfahrung und finde sie überaus reizvoll und spannend.

Auch sonst bringt das Leben auch immer wieder allerhand Neues und Interessantes, das gelebt werden will oder manchmal sogar mit einem MUSS verbunden ist - selbst wenn es nicht immer so lustig ist.

Bei allem, was sich gerade tut oder nicht tut, will doch etwas geschrieben werden:

Sei mutig und glaub an dich,
ganz egal, ob andere es manchmal nicht tun.

Sei mutig und vertrau dir,
ganz egal, ob andere es manchmal nicht tun.

Sei mutig und horch in dich und auf das WER du bist,
auch, wenn andere damit nicht klar kommen.

Es zeigt nicht, dass sie dich nicht mögen,
sondern, dass sie vielleicht noch Angst haben,
ihre alten Pfade zu verlassen und ebenso anders zu denken.

Bleib dir treu, bei allem was dich wirklich ausmacht,
nicht, weil du dir dadurch Ruhm und Ehre erhoffst.

Liebe, um der Liebe selbst willen,
Beginne dabei zuerst bei dir. Heile deine Wunden und Verletzungen.
Erst dann bist du wirklich frei.

Sei gut zu dir, schätze dich wert, achte dich und erkenne dich.
Du bist ganz sicher, ein wundervolles, wertvolles, liebenswertes Wesen!
Wenn du dir dessen noch nicht bewusst bist, so hast du dich noch nicht ganz erkannt.

Irgend jemand hat einmal folgenden Satz geschrieben:
Stelle dich voll Bescheidenheit in den Mittelpunkt deines Lebens!

Happy-Summer-Feeling und DANKE fürs Nach-Lesen :-)


Von Herz zu Herz



(c) Erika Klann

Samstag, 2. Juli 2016

Anfang Juli - ein (kurzer) Halbjahres-Innenschau-Rückblick


Gerade noch haben wir den Beginn des Neuen Jahres gefeiert, schon ist die Hälfte des Jahres vorüber. Der Winter zog durchs Land, wurde von einem duftenden  Frühling abgelöst um in einen ertragreichen Sommer überzugehen...

Wie war dein Jahr bisher?

Für mich waren diese Monate sehr spannend und erkenntnisreich.

So habe ich neue interessante Menschen  kennen gelernt, gleichzeitig habe ich mir schon bekannte Menschen NEU kennen gelernt. Allen voran die wichtigste Person in meinem Leben. MICH!

So viel Zeit wie mit  mir werde ich  nie mit jemand anderem verbringen. Täglich von morgens bis abends und die ganze Nacht. Seit dem Tag meiner Geburt, bis  zu dem Tag an dem ich meinen Körper verlasse. Da gibt es kein Entrinnen!

So lade ich dich ein, wenn du Lust hast, deinen derzeitigen Status anzusehen:

  • Lebst und liebst du dich?  Aus deinem Herzen?
  • Bist so, wie du sein willst?
  • Oder so, wie du denkst, dass andere dich haben wollen?
  • Lässt du dich von der Masse mitziehen, genauso zu sein, wie.... , weil man hat ja zu.....
  • Oder machst du dir deine eigenen Gedanken?
  • Lebst du deine Gefühle, oder kennst du sie noch gar nicht?
  • Musst du immer stark sein?
  • Wie gehst du mit Schmerz und Krankheit um? Nimmst du die Signale deiner Seele ernst und nimmst Hilfe in Anspruch oder deckst schön brav zu?
  • Hast du den Mut zu dir zu stehen, mit allem was dich ausmacht, mit allen Fehlern, Schwächen und Unzulänglichkeiten?
  • Bist du dir aber auch bewusst, was für ein wundervolles, einzigartiges Wesen du bist?
  • Was du in diesem Jahr schon alles erreicht und geschafft hast?


Was wäre, wenn du deine eigene Mutter oder dein eigener Vater wärst?
Wärst du streng zu dir, oder würdest du dich liebevoll in den Arm nehmen und trösten, wenn du traurig bist?

Für mich hatte dieses halbe Jahr schon eine Menge zu bieten, Trauer, Enttäuschung, Kummer, Schmerz, Unverständnis,  aber auch große Freude, Frieden, Verzeihen, Leichtigkeit, Dankbarkeit, Fülle, Freundschaft, Liebe. Liebe zu mir selbst und dem was ist.

Die Liebe zu dir Selbst ist der Schlüssel zur Freiheit. Zur Freiheit immer wählen zu können.

Lass uns gemeinsam leuchten, so wie die Sonnenblumen :-)


Von Herz zu Herz






(c) Erika Klann


Samstag, 25. Juni 2016

Die Fülle des Sommers - Bist du bereit?


Auf einmal ist er da der Sommer und die Sommerhitze!

Am Montag, als ich noch bei einer lieben Kollegin zur Cranio Sacral Behandlung und zum Gedankenaustausch war, trug ich noch ein langärmeliges Shirt und heute sitze ich in Spagettiträgern vorm Computer.

Mir scheint, dass es mich dieses Jahr besonders "erwischt" hat. Vielleicht kommt es daher, dass es mir egal ist, ob es regnet oder die Sonne scheint. Ich mache aus jedem Tag das Beste und freue mich sogar, über den einen oder anderen Regentag. Jeder Tag hat seine ganz besondere Energie und es liegt immer an unseren Gedanken, wie wir uns diese zunutze machen.

Sommer! Der Ruf des Kuckucks ist verklungen, aber die Nachtigallen scheinen um die Wette zu singen. Die ersten Felder wurden schon abgeerntet, die Kirschen auf den Bäumen sind längst reif, in den Weingärten kann man schon die Reben erkennen, alles sprießt und gedeiht. Bin ich ein, zwei Tage nicht draußen, hat sich die Natur wieder vollkommen verändert.

Alles Leben ist Veränderung.

Die langen Sommertage laden ein, aus der ganzen Fülle des Tages zu schöpfen. Raus aus den üblichen Gewohnheiten. Sogar mein fast 90ig jähriger Vater verlegt seine Fahrradrunden zu einem späteren Zeitpunkt, wenn die Luft etwas kühler ist und passt seine üblichen Gewohnheiten der Natur an.

Nichts dauert ewig, auch nicht diese langen Sommertage, die, wenn wir es genauer betrachten, langsam aber doch wieder kürzer werden.

Sommer, Sommerhitze.... vielleicht lässt du dich von ihr tragen zum Müßiggang und dem süßen Nichtstun. Kannst einfach genießen was gerade ist. Einfach glücklich sein! Jetzt!

Das wünsche ich dir, dir, dir und dir und selbstverständlich auch mir !


Von Herz zu Herz 





(c) Erika Klann

Samstag, 18. Juni 2016

Lehrer und Schüler oder Schüler und Lehrer - oder gar beides?? Du wählst!


Hast du schon mal gehört, dass jemand meinte, er würde sich (von dir oder von jemand anderem) belehrt fühlen und du keine Ahnung hattest, wie es dazu kam?

Ich sage mal so salopp, ganz egal, wie alt jemand ist, wie viele Ausbildungen derjenige hat, oder wie hoch sein akademischer Grad sein mag, wir sind ALLE Schüler auf dem Weg durch das Leben. Gleichzeitig sind wir ebenso Lehrer für andere. Ob wir das nun bewusst wählen oder nicht.

Jeder lebt sein Leben, nach seinen persönlichen Vorgaben, Glaubensmustern, Anhaftungen und Vorstellungen. So wie er lebt und ist, ist er für andere mehr oder weniger sichtbar. 

Nach dem Spiegelgesetz sehen wir in anderen immer die Dinge, die wir an uns selbst nicht erkennen oder wahrhaben können. Nach Colin Tipping sind es die verdrängten Anteile. Dieses Wissen hilft uns bei aller Reflexion dennoch nicht immer weiter.

Wenn ich bei manchen Menschen Dinge wahrnehme, die mir nicht gefallen (z.B. so möchte ich nicht sein oder wahrgenommen werden), habe ich die  Möglichkeit, etwas anders zu machen. Gleichzeitig kann ich beobachten, welche Gefühle dieses Verhalten in mir auslöst. Löst es große Emotionen, kann ich für mich  hinterfragen, was hinter dieser zumeist "negativen" Emotion stecken kann. Und ja, es ist nicht immer ganz erfreulich, wenn man seine Schatten erkennt, aber wenn man sie annehmen kann, ist es auch wieder sehr befreiend.

Natürlich gibt es auch Menschen, die uns positiv, z.B. frei von Bewertung und Beurteilung,  auffallen und uns somit Vorbild sein können. 

Jeder Mensch kann also mein Lehrer sein, weil er mir etwas aufzeigt  und ich kann sein Schüler sein - wenn ich es zulasse und darüber reflektiere.

Wenn dich jemand kritisiert oder dir etwas aus seinem Leben erzählt, dann hast du ebenfalls die Wahl, wie du damit umgehst. Jede Kritik kann etwas durchaus Konstruktives sein, wenn du den Mut hast, dich darauf einzulassen und darüber zumindest nachzudenken. Wie gesagt, es KANN, muss aber nicht. Ebenso gilt es mit Erzählungen, wie z.B. meinen Nach-Denk-Geschichten.

Zur Fülle des Lebens gehört doch auch, frei in seinen Entscheidungen zu sein, so auch die Entscheidung "Schüler des Lebens" zu sein.

Jeder hat die Freiheit, sein Leben so zu gestalten, wie er es für sinnvoll und richtig hält. Ganz egal, ob es nun ein Leben in Leiden  oder ein Leben in Freude ist.

Auf und Abs sind  ganz normal. Das Leben bietet eben immer neue Wege und Herausforderungen, an denen wir wachsen können. 

Wir sind alle gleich. Uns unterscheiden lediglich die verschiedenen Ebenen unserer Bewusstheit, was uns aber weder besser oder schlechter macht, sondern öffnet lediglich die Vielfalt der Möglichkeiten.

In dem Buch "Gespräche mit Gott, Band 1-3" sagt Gott, er hat den Menschen erschaffen um sich selbst zu erfahren kennen zulernen. Du siehst, selbst Gott ist bereit dafür, Schüler zu sein.

Lehrer und Schüler - Schüler und Lehrer - jeden Tag hast du die Wahl, ob du den Mut hast beides zu sein.

So ist es auch DEINE Wahl, ob du dich von jemandem belehrt fühlst, oder einfach nur offen für andere Informationen oder Sichtweisen bist.


Von Herz zu Herz




 (c) Erika Klann