Freitag, 30. September 2016

Ein Übungsweg im Nichts-Tun


Vor Kurzem legte ich einen etwas ausgiebigeren Putztag ein, dazwischen wollte ich ein wenig in die Natur gehen, jedoch verging die Zeit wie im Flug.

Eine Stunde vor Sonnenuntergang war die letzte Chance eine Entscheidung zu treffen:
entweder rasch eine Stunde laufen gehen oder einfach in Ruhe weiter machen und morgen in die Sonne gehen...morgen, Samstag - da hätte ich dann nichts zu tun....

Ich möchte hier noch anfügen, dass ich in früheren Tagen ganz sicher diese Stunde laufen gewählt hätte und dann, wenn nötig, bis in die Nacht weitergeräumt hätte. Mittlerweile bin ich bewusst langsamer geworden und habe nicht mehr das Bestreben, ALLES  erledigen zu müssen.

Nun am Samstag, wo es außer Einkaufen nichts zu tun gab, und ich mir vornahm auch nichts zu tun, begann ich mit den üblichen Tätigkeiten, wie Geschirr wegräumen, Bett machen, die Bügelwäsche vom Vortag wegräumen, rasch noch die Waschmaschine einschalten....  so ergaben sich noch viele weitere "kleine" Tätigkeiten, die noch unbedingt zu tun waren....die Kette der Dinge, die ich  "schnell noch machen könnte", schien gar nicht abzureißen. Abgesehen davon, dass es eine Gelegenheit wäre, den Kleiderschrank weiter auszumustern, oder im Keller, ein paar Dinge zu entsorgen.... eh nur ein paar - "schnell noch"....

HALT!!! STOP!!!  Heute nicht, heute will ich nichts tun, oder zumindest in einem Buch weiter lesen, so rief ich mich selbst zur Ordnung oder soll ich  es als "Mut zur Unordnung" bezeichnen?

Wer stellt denn den Anspruch an mich, dass alles JETZT erledigt werden muss?
Wer gibt den Zeitrahmen vor?
Gebe ich jemandem die Macht, einen Anspruch zu stellen?
Wer beurteilt mein Tun, bzw. wem würde ich es erlauben, meine Ordnung oder Unordnung zu beurteilen?
Alte Muster und Prägungen aus meiner Kindheit spielen mir einen Streich.
Abgesehen davon, sind wir in der heutigen Zeit noch immer in den Mustern des Tun-Müssens unserer Vorgenerationen fest verflochten.
Wen in den "normalen" Kreisen war den Nichts-Tun vergönnt? Hatte man nicht immer was zu tun oder zu arbeiten? Erinnere dich, das Leben im Bürger- oder Bauerntum war nicht einfach und genau dieses Tun-Müssen haben wir oft noch fest verinnerlicht.

Endlich nahm ich auf  meinem Balkon Platz um mich ein wenig von der Sonne streicheln zu lassen, als ich bemerke, dass der Boden unbedingt wieder aufgewaschen werden muss - soll ich das "auch noch schnell" machen ?

Nein, es ist genug, jetzt mache ich vorläufig nichts mehr - rufe ich mich wieder zum Müßiggang auf.

So  mache ich mich auf den Weg in den Wald. Ich will heute nicht weit gehen, sondern einfach "nichts tun". So gehe ich vielleicht eine knappe halbe Stunde  und nehme an einem sehr schönen Aussichtspunkt auf einer Wiese Platz und tue nichts.

Mein Blick schweift über das Land, soweit das Auge reicht. Es ist dunstig an jenem Tag, dennoch sehe ich die Türme der Großstadt. Ich betrachte auch das Städtchen, das direkt zu meinen Füssen liegt. Die Häuser und Gassen. Ab und an höre ich das Bellen eines Hundes, das laute Knattern eines Mopeds, oder von Weitem das Geräusch eines Motorrades. Ich nehme auch die umliegenden Geräusche der Bienen und anderen Insekten wahr. Sehe einer Eintagsfliege zu, wie sie einem Grashalm entlang klettert. ICH BIN EINFACH!

Nach einer Weile trete ich den Heimweg an. Eine Frau, die diesen Platz ebenfalls sehr schätzt, löst mich ab.

Zuhause gönne ich mir noch eine weitere Zeit des Nichts-Tun. Ich bereite mir ein Basenbad und dazu mische ich ein paar Tropfen von duftenden Ölen dazu. Von den Tönen der Musik lasse ich mich einfach treiben. Eine Stunde gönne ich mir diesen Genuss.

Ich weiß, dass es für viele gar nicht so leicht ist, sich einfach im Nichts-Tun zu üben. Wie meine Geschichte zeigt, auch für mich nicht, jedoch geht es auch um das Bewusstsein und sich selbst dazu aufzurufen, frei zu sein.

Viele stoppen erst, wenn ein körperliches Unwohlsein auftritt, bzw. müssen dann stoppen, wenn es gar nicht mehr geht.

Wobei ich gleichzeitig nicht dazu aufrufen möchte, sich gar nicht mehr zu bewegen.
Es ist wie bei allem: die richtige Mischung macht es aus.

Ausgleichende Bewegung bringt unsere Zellen in Schwung und hält uns fit, steigert unser Wohlbefinden, bringt Sauerstoff in den Körper.

Tags darauf begab ich mich mit dem Fahrrad auf eine wundervolle Seeumrundung.
Es war ein herrlicher Tag, mit Sonne, schöner Landschaft, Genuss und angenehmen Gesprächen.

Mache dir bewusst, dass es an dir liegt, für dein körperliches und seelisches Wohlbefinden zu sorgen. Mach dich frei von Zwängen, wie
ich muss...dies und jenes noch machen. Selbst, wenn es darum geht, ich muss jeden Tag laufen - du darfst auch ruhen und mal nichts tun. Einfach sitzen und schauen - einfach SEIN.

Reset für Körper - Geist - Seele.   Sei es dir wert :-)

Von Herz zu Herz




(c) Erika Klann

Samstag, 24. September 2016

Warum sollte ein Wunder nicht möglich ist - wer oder was macht ein Wunder zu einem Wunder?


Vor einigen Jahren habe ich  mich entschieden, einen anderen, neuen Weg einzuschlagen.
Ich wollte Menschen zu einer besseren Gesundheit, zu mehr Glücklichkeit und mehr Wohlbefinden helfen.

Es folgten verschiedene Ausbildungen und die Eröffnung meiner Praxis.

Im Privatbereich werden mir immer wieder die verschiedensten Leiden erzählt. Manche Menschen nehmen sie einfach hin - frei nach dem Motto "das ist eben so und gehört dazu", während andere sich in einer Art Dauer-Opfer-Da-SEIN befinden.

Wenn ich dann vorsichtig meine Dienste anbiete, dann höre ich sehr oft den Satz:
"Bei mir hilft das nicht, denn ich glaube nicht daran."

Es scheint ein allgemein gültiger Glaubenssatz zu sein, dass Dinge, die wir mit unserem Verstand nicht "be-greifen" können, etwas sind, woran wir glauben MÜSSEN.
Dass wir die Wahl haben, auch einmal anders zu denken scheint dabei keine Rolle zu spielen.
Anders Denken im Sinn von:

"Warum glaube ich, dass es nicht möglich ist, dass mir energetische/alternative Hilfestellung helfen kann?"

Die Antwort, "weil ich nicht daran glaube", erscheint dann ein wenig eingefahren und stur.

Will ich überhaupt, dass es mir besser geht, oder fühle ich mich ohnehin wohl und sicher wie es ist.
Dieser Satz mag wohl provokant erscheinen, aber ohne Provokation scheint manchmal ein Nach-Denken gar nicht statt zu finden.

Wir Menschen brauchen unsere Sicherheiten. Mit den Umständen, die wir seit Jahren kennen, fühlen wir uns wohl, selbst, wenn die Situationen nicht immer erträglich sind. Aber wir sind nun mal so gepolt. Das weiß man und kann man sehr oft beobachten. Unsere Unbewusstheit schlägt unserem Verstand oft einen Streich. So wandern wir in unseren Tretmühlen durchs Leben und halten an Dingen fest, die uns gar nicht gut tun - allen voran der beliebte Satz
"Ich glaube nicht dran."

Ich behaupte, dass wir uns  damit vor unserer eigenen Großartigkeit und der Vielfältigkeit des Lebens verschließen.

Wenn wir die Natur betrachten, dann können wir sehen, dass sie sich immer regeneriert.
Sie kümmert sich nicht um Glaubenssätze, sondern sie sucht immer wieder ihren Weg zur Heilung. So wie die Natur, ist auch  unser Körper im Stande, sich immer wieder zu regenerieren. Die Frage ist nur, welche Impulse man ihm dazu gibt und wie weit man sich dafür öffnet.

Wenn du in ein Glas nur schmutziges Wasser einfüllst, so wird am Ende kein sauberes daraus werden, wenn du nichts dafür tust.

Ich bedaure sehr, wenn ich Menschen leiden sehe, aber eine der ersten Übungen, die ich lernen durfte, ist es auch, den Weg des anderen anzuerkennen und ihn dort zu belassen wo er sein möchte.

Im Gegensatz dazu stehen die Menschen, die zu mir in die Praxis kommen und denen es nach einer Sitzung massiv besser geht.
Eine Dame zum Beispiel rief mich am nächsten Tag an, weil sie das unbedingte Bedürfnis hatte, mir mitzuteilen, wie gut es ihr geht. Beim nächsten Termin sagte sie:
"Ich sage es ihnen ganz ehrlich, ich habe vorher nicht daran geglaubt......"
Jetzt ist sie soweit, dass sie beschwerdefrei ist und den Herausforderungen des Lebens gelassener entgegen treten kann.

So wie jeder Mensch seine eigene Schmerzgrenze hat, so braucht jeder auch seine Zeit bis sich eine Verbesserung zeigt. Bei manchen sofort, bei anderen erst nach einer Reihe von Sitzungen.

Wunder sind IMMER möglich und wenn du daran nicht glaubst, dann frage dich, WARUM eigentlich nicht?

Was genau ver-HINDERT es, dass du anders denkst?  Die Vorgaben der Gesellschaft, was du von anderen gehört hast, oder deine ganz eigene Erfahrung?

Wie viele andere, alternative Möglichkeiten zur Verbesserung deines gesamten Wohlbefinden hast du schon ausprobiert? Wie häufig? Wie viel Zeit schenkst du dir selbst und bist dir wert?

Körper - Geist - Seele  - das sind wir alle - ganz egal, woran DU glaubst.

Das Leben an und für sich ist ein Wunder, unser Körper ist ein Wunder, alle Tiere und Pflanzen und wie sie aufeinander einwirken.
Erlaube dir, dies auch  zu erkennen und versperre dich nicht hinter deinen selbst errichteten Mauern. (außer du möchtest das)

Ich wünsche dir dabei viel Freude und ver-Wunder-ung

Ich persönlich erlebe immer wieder Wunder, bei mir und bei anderen. Große und Kleine.
Alles ist Möglich!


Von Herz zu Herz











(c) Erika Klann


Samstag, 17. September 2016

Mitte September - (m)ein Sommer-Ende


Nach diesem langen Sommer fühle ich mich reich beschenkt. Nicht nur, wegen der lang anhaltenden heißen Temperaturen, sondern auch im Bezug auf all die Erfahrungen und Erlebnisse, die ich geschenkt bekam.

Es war schon sehr spannend, als mich der Speichelstein verließ und welche Hintergründe und Urverletzungen diesem Stein zugrunde lagen. Wie befreit fühle ich mich seit jenem Julitag.
Nie werde ich diesen Moment vergessen, als mein Speichelkanal aufplatzte und ich von dieser jahrzehntelangen Pein befreit wurde....

Nachdem ein Verlag ein Preisausschreiben für das beste Buchmanuskript ausgeschrieben hatte, nahm ich dies endlich als Anstoß, meinen ersten Roman zu verfassen. Es war eine sehr spannende Erfahrung, wie man an die Sache herangehen kann. Angefangen bei der Idee, um welche Art eines Buches es gehen soll, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich vor dem Laptop saß und sich Kapitel für Kapitel einfanden. Wenn man sein Werk dann seinen Testlesern weiterleitet und dann so manche Rückmeldung erhält, ist das schon ein ganz besonderes Gefühl:

"Ich hätte dir nie zugetraut, dass du ein Buch schreibst."
"Ich hab mich immer geärgert, dass ich schon am Bahnhof angekommen bin, weil ich dann zum Lesen aufhören musste."
"Ich muss dir schon nach der ersten Seite Vorschußlorbeeren geben, weil es gleich so spannend beginnt."
"Ich hoffe so sehr, dass ...... und kann gar nicht erwarten....."
"So richtig aus dem Leben gegriffen."

Es war echt spannend und ja, es gab natürlich auch Kritikpunkte.
Das darf auch sein, da jeder seine eigenen Lebenserfahrungen und Gedanken hat und natürlich auch ich.  ;-) ;-)

Das Preisausschreiben habe ich nicht gewonnen, aber man hat durchaus Interesse mein Buch zu drucken. Allerdings ist das auch mit einem (nicht kleinen) finanziellen Aufwand meinerseits verbunden.

Nun prüfe ich, was für mich möglich ist, welche Möglichkeiten es gibt, denn ich bin mir ganz sicher, dass alles seinen Sinn hat und mein Buch ganz vielen Menschen ganz viel Freude bereiten wird. Es ist, wie kann es auch anders sein eine "Liebes-Nach-Denk-Geschichte".

Danke, MK, dass du mir vor vielen, vielen Jahren den Anstoß dazu gegeben hast, ein Buch zu schreiben, obwohl ich mir heute gar nicht mehr so sicher bin, ob du das nicht eher ein wenig zynisch gemeint hast. Letztlich ist es egal. Spannend ist, dass diese Saat fast zwei Jahrzehnte später aufgegangen ist. :-)

Wenn wir uns dafür öffnen, dann erkennen wir, dass das Leben eine einzige große Nach-Denk-Geschichte ist. Gefüllt mit allem, was wir zulassen: Liebe, Drama, Schmerz, Freude, Spannung, Abschied, Fülle, Freiheit und ganz viel mehr.

Ich habe mich für die Freude, die Fülle, das Glück und einfach das Schöne entschieden. Darum dufte und darf ich auch immer  mehr das Gefühl der bedingungslosen Liebe erfahren. Liebe, die gibt, ohne etwas zu verlangen oder zu erwarten. Liebe zu allem was ist und das Vertrauen, dass alles richtig kommt.

Ich möchte natürlich auch nicht vergessen, welch wundervolle Menschen in mein Leben kamen, egal in welcher Form. Es durfte so viel Schönes und Heilsames geschehen. Das macht mich demütig, glücklich und unendlich dankbar.

Die langen heißen Sommertage haben so oft zum Entspannen und zum "Einfach sein" eingeladen und gezeigt, dass es bei all dem Tun ganz wichtig ist, sich einfach dem Fluss des Lebens hinzugeben. Wie wertvoll waren die Tage am See --> ich war es mir wert, die Tage am See zu verbringen. Manchmal allein versunken, aber dann wieder mit Spaß oder in Gesprächen. Verfallen in verrückten Blödeleien, fast umfallend vor Lachen.

Ja, der Sommer hatte nicht nur seine Freuden, denn wenn jemand im persönlichen Umfeld von Kummer oder Krankheit gepeinigt wird, so ist dies nicht immer leicht auszuhalten. Dennoch steht das Mitgefühl über dem Mitleid, denn jeder hatte irgendwann die Wahl eine bestimmte Richtung einzuschlagen. Wir können für uns nur daraus Lernen, denn wie gesagt, das Leben ist eine große Nach-Denk-Geschichte.

Ich wünsche allen, die derzeit in einer Krise stecken, dass sie ganz bald wieder heraus finden und heilen.

So will ich dich und dich und dich ..... heute ermuntern, wo immer du bist, wie immer es dir gehen mag, was dich quält oder wenn du traurig bist - erkenne all die Geschenke, die das Leben für dich bereit hält, selbst im schlimmsten Schmerz kannst du Befreiung finden, wenn du anfängst anders zu denken.

Verbunden mit einer Umarmung wünsche ich ein wundervolles Sommer-Ende mitten im September!! (was für ein Segen)

Von Herz zu Herz



14. September 2016, Weiden am Neusiedlersee


















(c) Erika Klann

Freitag, 9. September 2016

Verzeihen - Friede den du dir selbst schenkst


Wer kennt sie nicht, diese Situationen, in denen  man sich als Opfer fühlte.
Der und der hat mir dies oder das "angetan".

Sätze wie "das werde ich nie verzeihen" - "ich kann das einfach nicht vergessen" usw. machen uns nicht frei, sondern binden uns an diese Person oder Situation. Leider nicht im Positiven, sondern in Verbindung mit negativer Anhaftung, die genau betrachtet unserem ganzen System nicht gut tut. Ja, letztlich Krankheiten entstehen lässt.

Wenn du Situationen genau und mit ein wenig Abstand betrachtest, dann kannst du erkennen, dass du in diesen "unverzeihlichen" Situationen selbst keine unwesentliche Rolle gespielt hast. 
Hinter dem Verzeihen, liegt nicht zuletzt das "Sich-Selbst-Verzeihen".

Oft rutscht man in Situationen und erkennt nicht, dass man es doch auch selbst in der Hand hat, diese zu verlassen.

ABER,

jeden Morgen beim Aufstehen hast du die Wahl, den Tag mit Freude zu begrüßen, oder ihn als Mühsal zu empfinden. Egal, wie du dich beim Aufstehen entschieden hast - schon im nächsten Moment gehört diese Situation der Vergangenheit an. Du kannst sie nicht mehr rückgängig  machen. Ganz egal wie sehr du deine Wahl bedauerst.  Du kannst dir nur deine Empfindungen bewusst machen, reflektieren und erkennen, dass dir diese negative Energie nicht gut tut und dir selbst verzeihen.

Am nächsten Morgen bekommst du wieder dieses Geschenk der Wahl und wieder kannst du entscheiden welche Energie du wählst.

Dieses Beispiel habe ich bewusst banal gewählt, aber erkenne, dass der erste Schritt zu deinem inneren Frieden der der Selbstvergebung ist.

Wenn jemand dir etwas "angetan" hat, so kann auch er es nicht mehr rückgängig machen.
Entschuldigen wäre eine Möglichkeit, die Frage ist nur, ob du mit einer einfachen Entschuldigung auch tatsächlich zufrieden wärst?
  
Verzeihen --> ver-ziehen --> ich ziehe etwas weg, etwas,das mir nicht mehr dienlich ist.
Situationen, Begebenheiten, die sicher die eine oder andere Ressource in mir geweckt haben, dürfen jetzt gehen.

Ich ziehe etwas weg, lasse es sein, lasse es los  - mache Platz für Frieden in meinem Herzen.

Für mich, für dich und die ganze Welt.

Wenn du dich für diesen Gedanken öffnen kannst und Wege beschreitest, die dies erleichtern, wirst du merken, wie dein Herz immer weiter wird.
Aus dem Herzen verzeihen ist eines der schönsten Geschenke, die du dir machen kannst.

Wenn du damit alleine nicht klar kommst, so gibt es ganz viele verschiedene Möglichkeiten, dir Hilfestellung zu besorgen.


Von Herz zu Herz







(c) Erika Klann

Samstag, 3. September 2016

Aus dem Herzen leben.....


Hast du dir schon einmal überlegt, ob du ein Leben aus dem Herzen lebst, oder dich vom Verstand oder  den Vorgaben der Gesellschaft "leben lässt" ? Oder ist gar dein Ego die bestimmende Kraft?

Sicher kennst du Situationen, in denen du einen starken Zug zu etwas/oder jemand gespürt hast, aber dein Verstand oder dein Ego dir Millionen von Gründen aufgezählt hat, warum du diesem Zug nicht nachgeben sollst.

Mal angenommen, du möchtest gern einen anderen Beruf ausüben, weil dich dein derzeitiger schon lange nicht glücklich macht. Du bist jedoch schon im mittleren Alter, hast einen sicheren Job, bei dem du dich die ganze Woche durchquälst und dich von Wochenende zu Wochenende arbeitest, von Urlaub zu Urlaub, immer hoffend bald das Pensionsalter erreicht zu haben.... eine tolle Vorstellung oder ?

Glücklich bist du dabei freilich nicht, aber was soll man denn tun....
Es ist eben so....aber muss es das? Schon allein das Umdenken, das Verändern der Einstellung bringt gewaltige Veränderungen mit sich. Es ist nie zu spät, anders zu denken, neue Wege zu gehen.

Oder du lebst in einer Partnerschaft, die nur noch mühsam ist. Täglicher Streit gehört zur Normalität, vielleicht sogar schlimmer. Aber da gibt es ein Haus, vielleicht sogar einen gemeinsamen Betrieb und so verweilt man in einer Situation, die alles andere als glücklich macht. Nicht selten sucht man  "Abwechslung" bei anderen Frauen/Männern. Richtig unangenehm wird es dann, wenn es gilt eine Entscheidung zu treffen... in der Situation verweilen, oder alles hinter sich zu lassen ....

Achte einmal darauf, wie es ist, wenn du jemand Hilfe anbietest. Tust du es aus dem Herzen, oder weil dein Ego ein "Oh, danke", du bist aber toll/super/wundervoll etc" hören will.
Was passiert in dir, wenn jemand nicht so reagiert, wie du es dir vorgestellt hast?
Wenn du aus dem Herzen handelst, ist daran keine Erwartung geknüpft - Geben aus dem Herzen ist kein Geschäft, nur wenn es vom Ego gesteuert wird.

Natürlich ist es schön, wenn man Menschen glücklich macht und sieht, wie es ihnen gut geht.
Achte nur einmal darauf, was die Währung für dein Handeln ist.

Was tun wir Menschlein so gern, anstatt unseren Herzen zu folgen und das tun, wonach wir uns sehnen und unser Herz jubeln lässt?

Wir beklagen unser Schicksal, die "bösen" Umstände, den bösen Partner, den bösen Chef oder wen auch immer.

Egal wie groß der Schmerz sein mag, er mag noch immer erträglicher sein, als die Situation zu verlassen und seinem Herzen zu folgen.

Egal, wie du dein Leben lebst, irgendwann ist es vorbei. Was immer du dir dabei an Besitztümern angehäuft hast, wirst du spätestens mit dem Ende deines irdischen Lebens verlieren.

Mag sein, dass du dir selbst gegenüber so hart bist, dass du Sicherheit, Geld, Macht usw. über alles stellst. Wundere dich aber nicht, wenn dein Körper dir eines Tages die Rechnung präsentiert und dann, wenn du auch diese Signale missachtest, dich eines Tages fragst:
"War es das wirklich alles wert? Nun bin ich alt, krank (oder was auch immer) und war gar nicht glücklich."

Das Leben geht weiter und wartet nicht, ob du nun bereit bist. Es bietet dir nur Chancen, dich für Dinge im Außen zu entscheiden, oder aber für dein Herz.

Lausche in dich, und höre, wenn dein Herz dir ganz leise sagt, was du wirklich brauchst, um glücklich zu sein.

Wenn du mutig genug bist, DEINEN ureigensten Weg zu gehen, dann wird das Leben strahlend und bekommt ganz neue Aspekte und Inspirationen.

Natürlich sollst du deinen Verstand nicht komplett ausschalten, das wäre widersinnig und fern jeder Realität.

Ich bin mir ganz sicher, wenn du dich nur für die Möglichkeit öffnest, dein Leben in Glück und Freude zu leben, dann findest du genau die richtige Mischung zwischen Herz und Verstand.


Von Herz zu Herz














(c) Erika Klann

Freitag, 26. August 2016

FREIHEIT - Segen oder was ?


Ich habe vor kurzen davon berichtet, dass  nun seit einigen Wochen ein Neuer bei mir eingezogen ist......Rambo, soll der neue Gefährte meiner Katze Belinda sein, nachdem ihr Bruder Romeo seit März verschwunden ist.

Langsam, aber doch akzeptieren sich die Beiden und nach meiner Einschätzung sind sie auf einem guten Weg....

Nun, nachdem er sich gut eingewöhnt hat und die Sache mit Belinda im Laufen ist, steht Rambo vor einer neuen Herausforderung - der Weg in die Freiheit.

Laut seinem vorigen Besitzer soll er ja schon Freigänger gewesen sein. Merken tut man davon allerdings nichts. Wenn ich Rambo mit auf den Balkon nahm, dann wollte er anfangs immer recht rasch wieder in das sichere Wohnzimmer flüchten. Lieber betrachtete er die Welt durch das Fliegengitter des Fensters.....

Ein paar Tage später kam er schon öfter auf den Balkon. Er hat auch mittlerweile durchschaut, dass die Katzenklappe in der Fliegengittertür beidseitig schwenkbar ist.
Bisher erkannte er diese Klappe nur als Fluchttür hinein.

Dann war er ganz besonders mutig und kletterte langsam und zaghaft die Katzentreppe hinunter in die Wiese. Aber kaum dort, wurde er  nahezu hysterisch und rannte wie wild in der Wiese herum. Miaute herzzerreißend, weil er absolut keine Idee hatte, wie er wieder auf den Balkon gelangen könnte. Auf eine etwas ungewöhnliche Art schaffte er es dann doch und damit waren für die nächste Zeit weitere Ausflüge in die Freiheit vorbei.

Die meiste Zeit verbrachte er in der Sicherheit des Wohnzimmers, während Belinda nach einem Spaziergang oft am Balkon schläft.

Wenn ich den Kater dabei beobachte, dann kann ich nicht umhin, sein Tun mal wieder mit uns Menschen in Verbindung zu bringen.

Wie lange brauchen wir, um durch eine offene Tür zu gehen?
Neue Dinge auszuprobieren?
Oder einfach anders zu denken?

Die Vergangenheit oder Gegenwart mit all ihren Schmerzen oder Zwängen scheint uns oft verlockender, als das Neue, das uns die Zukunft bringen könnte.

Wir beklagen uns, über den Job, den Partner, die Wohnung oder sonst etwas, und sind dennoch oft  Jahrzehntelang nicht im Stande, auch nur etwas an diesem "unglücklichen" Umstand zu verändern.
Selbst die Gedanken zu verändern, scheint oft nicht möglich.

Ich denke auch an jene Menschen, die ihr Leben lang von der Freiheit träumen und wenn sie ENDLICH in Rente sind, dann wissen sie vor lauter Freiheit und Freizeit nichts damit anzufangen, weil....
(irgendein WEIL findet sich immer)

Wie oft stehen wir vor einer offenen Tür um Neues zu wagen und schließen sie selbst immer von der gleichen Seite zu?

Wie ist das bei dir?

Bist du schon einmal ins kalte Wasser gesprungen, ganz ohne Netz?

Oder lebst du lieber ein Leben, das dir wohl "Sicherheit" bietet, dich aber nicht glücklich macht? Quetscht dich in ein selbst erdachtes Korsett?
Meist nach den Vorgaben unserer Gesellschaft.

Ich denke an eine junge Frau, die einen sicheren, gut bezahlten Job bei einer öffentlichen Institution aufgegeben hat, weil sie dort nicht glücklich war.
Die Generation von heute lässt sich Gott sei Dank nicht mehr von den Klischees von "gestern" unterkriegen.

Rambo beginnt seit ein  paar Tagen immer mehr die Freiheit seines Katzenlebens genießen.
Sein Instinkt ermöglicht ihm das.

Wann bist du bereit, die Verantwortung für DEIN Leben zu übernehmen und es in eine Richtung zu drehen, die dir mehr Freude bereitet?
(Vorausgesetzt natürlich, wenn du mit der IST-Situation nicht zufrieden bist.)

Dabei geht es gar nicht zwangsläufig darum, sein ganzes bisheriges Leben komplett über den Haufen zu werfen, sondern einzig darum, negative oder einschränkende Glaubenssätze und Gedankenmuster in eine andere Richtung zu bringen. Lieben und annehmen was ist und Neuem Platz und Raum zu geben und gegebenenfalls Hilfe zu suchen oder einfach nur anzunehmen.

Die Freiheit zu wählen, Dinge anders zu machen, sich nicht durch die Gesellschaft beschränken zu lassen, sein innerstes Wesen erkennen, leben und lieben -> glücklich sein!

Trau dich !


Von Herz zu Herz










(c) Erika Klann

Freitag, 19. August 2016

Die Schlange an der Supermarktkassa - oder wo der Weltfrieden beginnen kann


Grundsätzlich hatte ich für diese Woche meinen Blog schon fertig gestellt. Meine persönliche Lektorin hat mir den Text auch schon zurück gesendet, alles war soweit vorbereitet....

....aber dann war ich einkaufen.....

Ich hatte nicht viel zu besorgen und schon  bald war ich an der Supermarktkasse angekommen. Es waren etwa 3 Kunden vor mir und hinter mir bildete sich langsam, aber doch eine Schlange von weiteren wartenden Kunden.

Der Kunde an der Kassa war ein wenig langsam und hatte offenbar immer wieder Fragen, zu seiner Rechnung und  diversen Rabatten. Von meinem Platz konnte ich beobachten, wie die Kassiererin seine Anliegen erläuterte und als es schien, als wäre der Kunde fertig, hatte er doch noch eine Frage, die die Kassiererin wieder geduldig beantwortete.

Natürlich sah auch sie die Schlange von wartenden Kunden und es war ihr die Anspannung durchaus anzusehen.

Ich nehme diese Wartenzeiten zumeist sehr gelassen hin und beobachte amüsiert die Szene an der Kassa.

Plötzlich rief ein Herr ein paar Kunden weiter hinten, ob es nicht möglich wäre, eine zweite Kassa zu öffnen. Von der Kassiererin kam keine merkliche Reaktion, jedoch konnte ich sehen, dass sie nach einer weiteren Kassa geläutet hat. Sie verrichtete schweigend ihre Arbeit, das wieder stachelte den Herrn von vorhin weiter an und so fragte er laut, ob eine zweite Kassa geöffnet wird, oder ob er in der Zentrale anrufen soll.

Dies bewog die Kassiererin darauf hinzuweisen, dass sie schon nach einer 2. Kasse geläutet hätte und eben nicht zaubern könnte.

Amüsiert verfolgte ich noch immer diese Groteske, die sich vor meinen Augen abspielte.

Die Dame hinter mir, begann sich ebenfalls aufzuregen, worauf ich amüsiert antwortete, dass ich es  hier gemütlich finde und es mich nicht stört, wenn ich warten muss. Es wird ohnehin überall so gehetzt. Die Dame fand das leider nicht so gemütlich und war der Meinung, dass sie für ihr Geld auch ein entsprechendes Service erwarten darf.

Ich schenkte der Dame keine weitere Beachtung, denn ganz genau betrachtet, hatte auch der Kunde an der Kassa, ein Recht auf entsprechendes Service, vor allem, wenn die Rechnung nach seiner Wahrnehmung nicht stimmte.

Schließlich wurde eine zweite Kassa geöffnet, sodass sich die Schlange sehr rasch auflöste.....

Nach diesem Erlebnis frage ich mich unweigerlich, wie können wir uns Frieden auf Erden wünschen, wenn wir nicht genug Größe haben, um einen Kunden an einer Kassa seinen Einkauf in Ruhe erledigen zu lassen und gleichzeitig eine Kassiererin unter Androhung die Zentrale einzuschalten, derartig unter Druck setzen????

Wie sieht es unter diesen Umständen mit unserer so genannten Menschlichkeit aus?

Wie oft beklagen wir, in diversen Discountern an der Kasse wie Massenware abgefertigt zu werden, sehnen uns die kleinen Greisler-Geschäfte* (Tante Emma Laden) herbei und haben aber keine Zeit um an einer Kassa anzustehen.
*(Gerade in so einem kleinen Laden war Geduld ganz besonders gefragt. Hinter der Theke vielleicht zwei ältere Damen und vor dir 2 oder 3 Kunden, da konnte es schon ganz schön lange dauern, bis man endlich an die Reihe kam.)


Wie gehst du damit um, wenn du wo Schlange stehen musst?

Wirst du auch so ungehalten wie der von mir beschriebene Herr? 

Wenn ja, dann überlege mal, was dich so treibt und warum du keine Zeit hast?

Bedenke, dass rund um dich Menschen sind - die einen, die ihre Arbeit verrichten und die anderen, die ihren Einkauf erledigen.

Sei gut zu dir, und fange an, das Warten zu genießen. Du wirst sehen, es kostet viel weniger Energie, als der Ärger. Außerdem vergeht die Zeit gleich schnell. Warten als Geschenk, einmal aus der Hetze und dem Trubel  auszuweichen, hin zu sich selbst.

Ich meine, ganz ehrlich, es sind gewöhnlich keine Stunden, die du in einer Supermarktschlange warten musst.

Sei dir den Frieden in dir wert.... aber natürlich nur wenn du Lust dazu hast. ;-)

Love and Peace !

Von Herz zu Herz.

















(c) Erika Klann





Freitag, 12. August 2016

Belinda, Rambo und ich - drei Seelen im Umbruch


Rambo ist nun schon seit 3 Wochen bei uns. Langsam hat er sich eingewöhnt und versteckt sich nun auch nicht mehr, wenn ich die Eingangstür aufschließe. Im Gegenteil, er kommt mich nun sogar schon begrüßen.

Er ist wirklich ein ganz lieber, entzückender und braver Kater.

Das ist allerdings meine Sicht. Vor allem habe ICH Rambo ausgesucht.
Es war auch meine Wahrnehmung, dass Belinda, seit sie allein war, weniger gefressen hat und viel mehr unterwegs war, als früher.

Belinda, die durch den Neuzugang zwangsbeglückt wurde, ist weniger begeistert.

Seit Rambo da war, war sie noch weniger zuhause. Sie hat ihn meistens angeknurrt, bzw. tut es noch immer. So kam  sie nachhause, fraß und schon war sie wieder weg. Möglichst nicht mit ihm zusammen kommen - so wirkte es zumindest. Es ging sogar so weit, dass sie gleich 2 Tage gar nicht nachhause kam und ich mir dachte, dass sie nun ganz ausgewandert wäre. War sie glücklicherweise nicht, ich entdeckte sie am Nachbargrundstück neben einem Busch. Von dort kam sie aufgrund meiner Rufe miauend nachhause. Das war vor 3 Tagen. Nun sitzt sie abends, sobald ich es mir im Wohnzimmer gemütlich mache, auf mir. Es ist gefühlsmäßig ähnlich einer Belagerung. Dabei ist ihr ganz egal, was ich mache, sie breitet sich einfach auf mir aus. Wenn ich sie runter geben möchte, dann protestiert sie.

Rambo, beobachtet sie von der Ferne und verkriecht sich bei Bedarf wieder in der Wohnlandschaft. Er versucht sich ihr immer wieder zu nähern, macht aber auch immer wieder einen Rückzieher. Wenn sie von draußen kommt, dann begrüßt er sie (er traut sich noch nicht hinaus), sie beschnuppern sich, aber dann, nach kurzer "Wiedersehensfreude" fremdeln sie sich wieder an.

Damit sie sich mehr aneinander gewöhnen, lasse ich sie seit ihrem Ausriss, weniger hinaus.

Langsam haben sich die Dinge verändert:
Lag sie gestern noch am Bücherschrank zum Schlafen, liegt sie jetzt in einer der Höhlen am Boden.
Er beschnuppert alles, wo sie gesessen ist und am Morgen fressen sie nun seit 2 Tagen nebeneinander. Belinda scheint aber nun das Fressen für sich entdeckt zu haben, da sie, sobald er den Fressnapf verlässt, aus seinem Napf weiter frisst. Ihre Reste verzehrt er dann kurz drauf.
Ihr Hunger ist also mehr als 100 % wieder zurück.

Heute hat sie, als er neben ihr fraß, an seiner Hinterseite gerochen. Er blickte nur kurz auf und fraß unbeirrt weiter. Als sie nach 2 Tagen wieder nachhause kam, lief er ihr hinterher und roch an ihrer Hinterseite. Nach meiner Beobachtung, scheint das Riechen dort, eine Art Erkennungszeichen. (hab aber nicht darüber recherchiert)

Rambo wirkt manchmal ein wenig verloren und traurig, oder es scheint ihm langweilig zu sein. Fressen würde er ständig und vom Streicheln kann er ebenfalls nie genug bekommen.
Er bemüht sich um Belinda, läuft ihr immer wieder entgegen, geht aber auch gleich wieder, wenn er merkt, dass sie noch immer spinnt.
Er hat sein altes Leben komplett verloren  und ist wirklich sehr tapfer.

Belinda, unsere Prinzessin, muss wohl ihr Revier verteidigen, gleichzeitig, war sie von Ihrer Geburt bis zu Romeos Verschwinden noch nie allein und hat ihren Bruder seinerzeit oft bemuttert. Der wieder hat des Öfteren den Macho raushängen lassen.
(Ich habe einmal einen Blog darüber geschrieben)

Ich bin zuversichtlich, dass sich die beiden weiterhin annähern.

Mir fällt aber auf, dass wir Menschen doch oft sehr ähnlich reagieren.

Wie oft kann man DAS Schöne nicht nehmen, weil "Danke, ist doch gar nicht notwendig."
Oder  in einer Partnerschaft - wie oft kann man beobachten, dass Menschen einen Partner anziehen, der sie nicht wertschätzt und findet sich dann jemand, der sie wertschätzen würde, dann können sie nicht damit umgehen. Lieber wendet man sich dem "Bekannten", "Vertrauten" zu, wenn es auch nicht sooo optimal (oder schlimmer) ist, als dem "Unbekannten" anzunähern.

Wenn ich meine beiden Süßen so beobachte, wie sie einander umkreisen, dann muss ich schon immer wieder schmunzeln, wie "menschlich" Katzen doch sind. Er nähert sich ihr immer, um dann aber doch wieder wegzulaufen. Ihr lässt die Situation aber auch keine Ruhe und verfolgt sie ihn mit ihren Blicken. Dann versteckt er sich wieder, um dann wieder vor ihrer Nase herum zu springen. Sie versucht nahezu zwanghaft ihren Platz bei mir zu behaupten und frisst sich voll, wie nie zuvor.

Wie leicht es die beiden doch haben könnten, wenn sie einander einfach nur akzeptieren würden.

Kennst du aus deinem Leben Situationen, in denen du es dir unnötig schwer gemacht hast, obwohl es leichter hätte sein können? Das Glück stand praktisch schon vor dir und du hast nicht gewagt, es anzunehmen?

Belinda blieb lieber zwei Tage von ihrem zuhause weg, als diesen lieben Kerl zu akzeptieren.

Was nehmen wir Menschen nicht alles in Kauf, und sabotieren uns selbst?

Der Weg zum Glücklichsein ist gar nicht so weit, wie du denkst!

Lebe so, als hättest du keine Geschichte, liebe, lache, tanze, sei glücklich! 

Du darfst es dir wert sein!


Von Herz zu Herz








(c) Erika Klann

Samstag, 6. August 2016

Erinnerungen und das Gefühl der Dankbarkeit

Heute Morgen hat Facebook mich erinnert, dass ich heute vor einem Jahr meine 2. Nach-Denk-Geschichte  
(meine Genesungsgeschichte)  
veröffentlich habe. 

Ich blicke auf ein Jahr zurück, das mich mit Dankbarkeit erfüllt.
Nein, es war nicht immer nur lustig und schön, aber darauf kommt es nicht an, sondern darauf,
was man daraus macht und entstehen lässt. 

Ich danke heute allen, die meine Nach-Denk-Geschichten lesen, und sich vielleicht das eine oder andere
daraus mitnehmen konnten und Mut gefasst haben, sich für scheinbar Unmögliches zu öffnen.
Ich bedanke mich auch bei jenen die mich immer wieder inspiriert haben.
Mein großer Dank gilt natürlich auch meiner Tochter Viktoria, die sich immer Zeit nimmt und meine Nach-Denk-Geschichten nach besten Wissen und Gewissen lektoriert.

Liebe das Leben und das Leben liebt dich !

von Herz zu Herz






Sonntag, 31. Juli 2016

Juhuuuu! Ich habe es getan... ich habe einen Neuen in mein Leben gelassen.....


....und ich bin ganz verrückt nach ihm!!!  Er hat mein Herz im Sturm erobert !
Er ist aber auch ein ganz besonders Hübscher. Seine rotblonden Haare und seine wunderschönen Augen ergeben ein perfektes Gesamtbild. Aber nicht nur optisch ist er sehr ansprechend, nein, er ist auch sanftmütig und liebevoll und ich spüre, dass er mich auch sehr mag.

Was kann Frau sich mehr wünschen ?!

Wie alles kam....

.... wer meine Nach-Denk-Geschichten schon öfters gelesen hat, hat vermutlich bemerkt, dass unser Kater Romeo seit  Mitte März nicht mehr nachhause gekommen ist. Was immer passiert ist, in meiner Vorstellung hat er sich ein neues Zuhause gesucht, wo er sich, seinem Charakter entsprechend, wohler fühlt.
Dieser Kater war für mich etwas ganz Besonderes und Einzigartiges. Durch ihn konnte ich einige (Selbst)-Erkenntnisse gewinnen und gerade weil unsere Beziehung so einzigartig war, wünsche ich ihm nichts mehr, als noch viele glückliche Katzenjahre.

Nun war Belinda seit Romeos Weggehen doch sehr verändert. Sie war das Alleinsein gar nicht gewohnt, fraß auch nicht viel und war extrem anhänglich.

Die Vorstellung Romeo zu "ersetzen"  fiel mir eine Zeit lang ziemlich schwer, aber Belindas "Zustand" war auch schwer mit anzusehen.

Vor ungefähr einem Monat begab ich mich dann wieder auf die Suche nach einer zweiten Katze. Zunächst noch sehr zaghaft ohne bestimmen Gedanken, was genau ich suche. Es sollte auf jeden Fall wieder ein Kater sein und er sollte schon erwachsen sein. Mit der Zeit bemerkte ich, dass mich auf einmal  rote Katzen besonders ansprachen, vor allem hatte ich noch nie eine rote Katze  besessen.

Ein paar Anfragen über das Internet scheiterten und dann vor etwas mehr als einer Woche, nach nur einem undeutlichen Bild war klar, dieser rote Kater ist es! Alles klappte wunderbar. Noch am gleichen Tag holten meine Tochter und ich ihn ab. Er ließ sich auch gleich streicheln.
Sein bisheriger Besitzer war ein junger Mann, darum sein Name wohl Rambo ist. Der Abschied fiel beiden schwer, Besitzer und Kater, aber die Umstände erforderten diesen für beide, so schweren Schritt.

Während der Heimfahrt war Rambo ganz gelassen. Ich hatte die Decke mit Katzenminze eingesprüht, was ihm sehr behagte ;-)

Zuhause verweigerte er zunächst die Nahrung und verkroch sich hinter der Wohnlandschaft und fand dann nach 2 Tagen sogar eine Möglichkeit sich IN der Bank zu verkriechen, wo er kaum zu fassen war.
Nachdem er diese Möglichkeit entdeckt hatte, war er überhaupt eine Art "Geisterkater" geworden, der Nachts heraus kam, um zu fressen, oder das Katzenklo aufzusuchen und tagsüber kaum merklich war. Nachdem er beides tat, Nahrung annehmen und das Kistl benützen, zeigte er jedoch schon, dass er bereit war,  in seiner Zeit die neue Situation anzunehmen.

Natürlich versuchte ich ihn auch zu locken. Merkte aber, dass mir das keinen Spaß machte.
Wir hatten ihm ja schon gezeigt, dass wir ihm wohlgesonnen waren, was er auch schon genossen hatte. "schnurr, schnurr"

Nun, wie immer, habe ich in dieser Begebenheit wieder Parallelen zur menschlichen Welt erkannt.

Sind wir Menschen in Beziehungen nicht auch geneigt, ständig den anderen anlocken zu wollen, oder Forderungen zu stellen, wie jemand zu sein hat?

Die Liebe allein scheint oftmals zu wenig zu sein, um Schritt für Schritt aufeinander zu zugehen.
Sich Kennen zu lernen und Raum zu geben. Wer bin ich und wer bist du - und wer können WIR sein?

Ich liebe dich nur dann, wenn du.... (so bist, wie ich mir das vorstelle)

oder im umgekehrten Fall:

Ich bin so, wie du mich willst, dafür MUSST du aber ....
(ein "Geschäft", dass auf Dauer nicht von Erfolg sein wird, denn  wahre Liebe ist kein Geschäft)

Ich weiß noch nicht genau, welche Eigenschaften Kater Rambo hat. Ein paar Eigenheiten hat er mir schon gezeigt und liegt es an mir entsprechend zu reagieren, so wie er mit meinen Eigenheiten klar kommen muss.

Heute ist der erste Tag, nach zehn Tagen, wo er ständig aus seinem Versteck hervorkommt und um mich ist und schmusen will. Bald wird er auch ins Freie dürfen und ein wundervolles Katzenleben haben, so wie es sich sein Herrchen für ihn gewünscht hat.

Nach meiner Beobachtung sind Katzen sehr ehrliche Wesen, die dir genau zeigen, wie es ihnen geht und genau das ist es auch, was ich mit meiner heutigen Nach-Denk-Geschichte ausdrücken will.

Wenn du dir die Liebe von jemand wünscht, dann zeig ihm, wer du bist, auch deine Schwächen und Ängste. Nur so, kann er dich genauso lieben, wie du bist.

Wenn du vorgibst, jemand zu sein, der du nicht bist, dann läufst du Gefahr, dass dir
diese "Unwahrheit"
dein "Verstecken"
deine "Selbstverleugnung"
eines Tages ganz gewaltig auf den Kopf fällt.

Jeder hat es verdient, geliebt zu werden, und wenn dich "DER/DIE" Gewünschte nicht so liebt, wie du bist, dann ist "ER/SIE" eben nicht "DER/DIE" Richtige.

Der richtige Partner liebt dich so wie du bist - der erste Schritt ist allerdings, dass DU dich liebst, wie DU bist.
Dann wird es dir auch nicht schwer fallen, dich zu zeigen.

Von Herz zu Herz



PS: Belinda braucht auch noch ihre Zeit, um den neuen Mann in ihrem Leben anzunehmen und zu akzeptieren, aber das wird wohl eine andere Nach-Denk-Geschichte.....




























(c) Erika Klann